Zwischen Heimstärke und Auswärtsschwäche
Unser kommender Gegner, der Hamburger SV, im Check (Samstag, 15:30 Uhr, live auf Sky, im Ticker in unserem Matchcenter sowie als Audioreportage „Sportclub live“).
Die Ausgangslage
Ganze sieben Jahre dauerte es nach dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte, bevor der einstige Bundesliga-Dino wieder im Deutschen Oberhaus vorstellig wurde. Nach vier vierten Plätzen und dem zweimaligen Verpassen des Aufstiegs über die Relegation, gelang es schließlich dem gebürtigen Hamburger Merlin Polzin im vergangenen Sommer, die Norddeutschen zurück in die Bundesliga zu führen.
Mit seiner empathischen Art, der Fähigkeit auch unbequeme Entscheidungen treffen zu können, und der langjährigen HSV-Vergangenheit wird der 35-jährige Polzin sowohl im Team, als auch in der Fanszene geschätzt. Zur positiven Stimmung rund um die Hansestädter trägt zudem bei, dass viele der zahlreichen Sommer-Neuzugänge schnell ins Team integriert wurden und dass der HSV ohne akute Abstiegssorgen durch das zweite Halbjahr 2025 gekommen ist.
16 Punkte stehen bis dato nach 15 Spielen auf der Habenseite, der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt vier Zähler. Vom vergangenen Jahr verabschiedeten sich die Hamburger vor eigenem Publikum mit einem starken 1:1 gegen Eintracht Frankfurt.
Blick in die Statistik
Als einzige Mannschaft der Liga konnte der HSV in dieser Spielzeit noch kein Auswärtsspiel gewinnen. Lediglich zwei Punkte und drei eigene Treffer stehen in der Fremde zu Buche – Platz 18 in der Auswärtstabelle. Ganz anders dagegen die Heimbilanz: 14 Zähler reichen dort für den starken sechsten Rang.
Die Personalsituation
Gleich sieben Akteure können die Reise nach Südbaden nicht mit antreten. Die Innenverteidiger Warmed Omari (Außenbandriss) und Aboubaka Soumahoro (Blessur), Kapitän Yussuf Poulsen (Sprunggelenk) und Stürmer Robert Glatzel (Muskelfaserriss) fallen verletzungsbedingt aus. Krankheitsbedingt fehlen zudem Rayan Philippe, Fábio Baldé und Anssi Suhonen.
Die Stimmen vor dem Spiel
Merlin Polzin über den SC: „Es wird definitiv ein Spiel, in dem wir alles, was in uns steckt, abliefern müssen. Wir treffen auf eine geschlossene Mannschaft, die sowohl über Standards als auch aus dem Spiel heraus sehr gefährlich ist. Zudem sind sie gespickt mit Einzelspielern, die sehr konstant sind und über lange Zeit in der Bundesliga Top-Leistungen abrufen.“
Julian Schuster über den HSV: "Sie sind in der Liga angekommen und mit Ball sehr variabel und flexibel. Das macht es schwer, gegen sie den Zugriff zu bekommen. Dazu kommt ihre Heimstärke, die sie in dieser Spielzeit immer wieder bewiesen haben."
Foto: Oliver Hardt/Bundesliga

