Mission Klassenerhalt mit Gregoritsch
Unser kommender Gegner, der FC Augsburg, im Check (Sonntag, 17:30 Uhr, live bei DAZN, im Ticker in unserem Matchcenter sowie als Audioreportage „Sportclub live“).
Die Ausgangslage
Nach dem Hinspiel, dem ersten Spieltag der Saison 2025/26, herrschte beim FC Augsburg Euphorie. Ein 3:1-Sieg bei Europa-League-Teilnehmer Freiburg, die Trainerwahl mit Sandro Wagner schien zu diesem Zeitpunkt eine gute gewesen zu sein. Die Euphorie schlug beim FCA nach vier Niederlagen in Folge aber schnell in Enttäuschung um und nach dem 12. Spieltag, einem 0:3 bei der TSG Hoffenheim, und nur drei Siegen, musste Wagner seinen Trainerjob abgeben. Manuel Baum übernahm das Amt zunächst als Interimstrainer, wurde Ende Dezember aber schon als neuer Coach vorgestellt. Die Augsburger haben sich seitdem stabilisiert, stehen aber weiterhin nur knapp über der Abstiegszone und sind mit drei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz Tabellen-15..
Ins Jahr 2026 starteten die Fuggerstädter mit einer deutlichen Niederlage bei Borussia Mönchengladbach (0:4) und einem Unentschieden zum Hinrundenabschluss gegen Union Berlin, bei dem sich die Augsburger den späten Gegentreffer zum 1:1 in der Nachspielzeit gegen zehn Berliner einfingen. „Es fühlt sich bescheiden an“, gab Baum nach dem Spiel zu, „Wir haben selbst einen riesengroßen Anteil daran, dass wir das Gegentor bekommen, weil wir nicht bis zum Schluss verteidigen.“
Beide Spiele erlebte auch Michael Gregoritsch mit. Der ehemalige SC-Spieler wechselte in der Winterpause auf Leihbasis aus Schweden zum FCA, wo er bereits vor seiner Zeit beim Sport-Club gespielt hat. Gegen Berlin stand der Österreicher in der Startelf: „Es hat Spaß gemacht, von Beginn an zu spielen. Wir haben die Basics auf den Platz gebracht und hätten den Sieg verdient gehabt.“ Mit Yannik Keitel haben die Augsburger einen weiteren ehemaligen Freiburger vom VfB Stuttgart ausgeliehen. Der Mittelfeldspieler kam bisher noch nicht zum Einsatz. Beide sollen in der Rückrunde dabei helfen, die Bilanz einer mageren Hinrunde zu verbessern und den FCA aus der Abstiegszone zu lotsen. Mit 15 Zählern aus 17 Spielen haben die Augsburger so wenige Punkte geholt wie nur einmal zuvor in ihrer Bundesligageschichte (2012/13).
Blick in die Statistik
Vor allem in der heimischen WWK Arena haben sich die Augsburger stabilisiert. In den letzten vier Heimspielen blieb der FCA ungeschlagen und das Tor von Berlins Marin Ljubicic in der Nachspielzeit war der erste Gegentreffer nach über 400 Minuten im Augsburger Stadion. Aus Freiburger Sicht kann sich Vincenzo Grifo auf das bevorstehende Duell freuen. Gegen keinen anderen Gegner erzielte der Deutsch-Italiener in der Bundesliga so oft ein Tor - er traf in vier der vergangenen fünf Spiele mit dem Tabellen-15. Einer seiner acht Treffer gegen den FCA gelang Grifo auch im Hinspiel per Elfmeter.
Das Personal
Augsburg muss auf seine beiden Defensivspieler Jeffrey Gouweleeuw (Innenbandriss im Knie) sowie Chrislain Matsima (Sehnenabriss im Oberschenkel) verzichten.
Die Stimmen vor dem Spiel:
Julian Schuster über den FCA: „Augsburg hat unter Manuel Baum defensive Stabilität gefunden. Wir treffen auf eine Mannschaft, die kompakt steht und leidenschaftlich verteidigt. Ihre Körperlichkeit und Präsenz hilft ihnen auch bei Standardsituationen.“
Manuel Baum über den SC: "Freiburg ist sehr spielstark, unfassbar diszipliniert im Verteidigen und flexibel in den Positionen."
Foto: Imago Images

