Erfolgreicher Rückrundenstart in Mainz

Profis
18.01.2020

Der SC Freiburg hat zum Rückrundenauftakt mit 2:1 (2:0) erstmals überhaupt in der Bundesliga beim 1. FSV Mainz 05 gewonnen. 

Die Tore für den Sport-Club erzielten am Samstagnachmittag Changhoon Kwon (28.) und Nils Petersen (41.). Den späten Anschluss der Mainzer verbuchte Jean-Philippe Mateta (82.). Mit nun 29 Punkten rückt der SC auf den zwischenzeitlichen sechsten Tabellenplatz vor.

"Der erste Sieg in Mainz fühlt sich fast ein bisschen komisch an. Wir wollten zum Schluss nicht so tief stehen, da kann es durchaus unentschieden stehen", sagte SC-Trainer Christian Streich. "Trotzdem würde ich nicht von einem unverdienten Sieg sprechen." Sein Amtskollege Achim Beierlorzer ergänzte: "Die Effizienz, die Freiburg heute hatte, hätten wir uns gewünscht. Einsatz, Wille, Bereitschaft waren absolut da. Bitter für uns, dass wir am Ende verloren haben."

Rückkehr zur Dreierkette in der Abwehr

Mit einem 2:2 beim FC Schalke 04 hatte der SC Freiburg vor vier Wochen das alte Jahr abgeschlossen, mit einem Punktgewinn sollte an diesem Samstag auch das Fußballjahr 2020 eingeläutet werden. Für dieses Vorhaben entschied sich das Freiburger Trainerteam für eine Rückkehr von der Vierer- zur Dreierkette und für drei personelle Änderungen im Vergleich zum Pflichtspiel in Gelsenkirchen.  

Zwischen den Pfosten stand nach überstandenem Muskelfaserriss wieder Alexander Schwolow. Amir Abrashi rückte an die Seite von Janik Haberer und ersetzte den gelbgesperrten Nicolas Höfler auf der Doppelsechs, Changhoon Kwon erhielt auf der rechten Außenbahn den Vorzug – und spielte sich in einer unterhaltsamen Anfangsphase gleich zweimal in den Blickpunkt.

Erst setzte der 25-jährige Südkoreaner Schwolow mit einem kraftvollen Rückpass unfreiwillig unter Druck, der Keeper konnte nur noch zur Ecke klären (6.). Wenig später dann sorgte Kwon jedoch für wohlwollendes Raunen bei den rund 2.400 mitgereisten SC-Anhängern, als er aus halblinker Position einen Ball von Teamkollege Christian Günter denkbar knapp am rechten Pfosten vorbeispitzelte (7.).

Kwon und Petersen treffen vor der Pause

Danach verflachte die Partie in Torraumnähe etwas. Bis einmal mehr Kwon auf der Bildfläche erschien. Nach einem Ballgewinn von Abrashi im Mittelfeld legte Lucas Höler den Schalter auf Angriff. Der einstige Mainzer bediente den rechts mitgeeilten Sturmkollegen Nils Petersen, der wiederum den besser positionierten Kwon sah. Der setzte geistesgegenwärtig zum Sprung an und beförderte den Ball volley zum Freiburger 1:0 ins Netz (28.).

Ein Tor mit Signalcharakter. Zumindest brachten die Gäste in der Folge deutlich mehr Dynamik in die Partie – und legten kurz vor der Pause sogar noch einen Treffer nach.

Günter schnappte sich den Ball, dribbelte ihn durchs Mittelfeld und gab dann ab an Abwehrkollege Manuel Gulde. Der manövrierte das Leder über Umwege zu Petersen und feierte, wie der Offensivmann ins leere Tor traf (41.). Für den SC das zweite Tor des Nachmittags, für den Schützen selbst das historische 84. Tor im Trikot des SC: Denn damit überholte Petersen den einstigen Freiburger Joachim Löw (83) und ist nun alleiniger Rekordtorschütze des Sport-Club.

Dreifacher Kwon verpasst das 3:0

Auch nach der Pause hießen die ersten Protagonisten in Tornähe: Petersen und Kwon. Ersterer legte den Ball im Strafraumgetümmel zurück auf Kwon, der versuchte es einmal, zweimal und dreimal, musste sich der Mainzer Defensive um Zentner aber jeweils geschlagen geben (57.).

Trotzdem bahnte sich in der Opel-Arena eine kleine Sensation an: Immerhin hatte der SC, der erstmals in seinen lila-neongelben Ausweichtrikots auflief, bis dato nie ein Bundesliga-Spiel bei den Rheinhessen für sich entscheiden können. Diesmal aber wehrten sich die Südbadener im Kollektiv – und hatten Glück, dass der späte Anschlusstreffer durch Jean-Philippe Mateta nur noch kosmetischen Wert hatte (83.). Mit Blick auf die restlichen Bundesliga-Begegnungen sagte Christian Streich: "Man sieht, wer hinten alles gewonnen hat. Es ist gut, dass wir den Abstand halten konnten."

Mit nun 29 Punkten rückt die Mannschaft auf den zwischenzeitlichen sechsten Tabellenplatz vor. Am kommenden Samstag um 15.30 Uhr begrüßt der Sport-Club den SC Paderborn im heimischen Schwarzwald-Stadion.

Sina Ojo

Fotos: Achim Keller

Stenogramm

SC Freiburg: Schwolow – Schmid, Gulde, Koch, Heintz, Günter – Haberer, (75., Frantz) Abrashi – Kwon (75., Grifo) Petersen, Höler (88., Lienhart)

Trainer: Christian Streich

1. FSV Mainz 05: Zentner - Pierre-Gabriel (70., Brosinski), Hack, Niakhaté, Aaron - Baku (45., Onisiwo), Kunde - Öztunali (73., Szalai), Boetius, Quaison - Mateta

Trainer: Achim Beierlorzer

Schiedsrichter: Sven Jablonski Zuschauer: 23.138
Tore: 0:1 Kwon (28.), 0:2 Petersen (41.), 1:2 Mateta (82.)
Gelb: Baku, Hack, Kunde, Niakhaté - Haberer, Abrashi
 

Die Bilder zum Spiel gegen Mainz

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