2:4-Niederlage im Heimspiel gegen Leverkusen

Profis
01.11.2020

Der Sport-Club hat am 6. Spieltag der Bundesliga mit 2:4 (1:2) gegen Bayer 04 Leverkusen verloren. 

Vor den leeren Rängen des Schwarzwald-Stadions traf Lucas Höler (3.) früh zur Führung, bevor Lucas Alario per Doppelschlag das Spiel drehte (29., 42.). Im zweiten Durchgang erhöhte zunächst Nadiem Amiri (64.), bevor Nils Petersen (72.) und auf der anderen Seite Jonathan Tah (76.) für das Endergebnis sorgten.

Während sich das Freiburger Trainerteam im Vergleich zum Auswärtsspiel gegen Union Berlin für einen Wechsel entschieden hatte – Lukas Kübler ersetzte Nils Petersen, Roland Sallai rückte auf die vakante Position in der Sturmspitze neben Lucas Höler – setzte Leverkusens Trainer Peter Bosz aufgrund des straffen Programms der Werkself auf gleich sechs Veränderungen in der Anfangself. Lars und Sven Bender, Tapsoba, Sinkgraven, Amiri und Bailey ersetzten Jedvaj, Tah, Dragovic, Wendell, Demirbay und Bellarabi, die unter der Woche gegen Slavia Prag (0:1) von Anfang an das Vertrauen bekommen hatten.

Noch am Samstag hatten die Wetterfrösche einen schönen, sonnigen Herbsttag prognostiziert. Stattdessen mussten sich die 22 Spieler auf dem Platz am Sonntagnachmittag mit einem stetigen Regenguss auseinandersetzen. In Kombination mit den leeren Zuschauerrängen im Schwarzwald-Stadion stand das Wetter sinnbildlich für die Freiburger Stimmung nach Spielende.

Entsprechend fiel auch Christian Streichs Fazit zum Spiel aus: "Zur Halbzeit steht es 1:2. Das war gnadenlos, ein skurriles Ergebnis. Aber am Ende muss man fast zugeben, dass man verdient 2:4 verloren hat. Das wird ein harter Kampf dieses Jahr." Sein Gegenüber Peter Bosz zeigte sich erleichtert über das Ergebnis, da seine Mannschaft aus seiner Sicht "sehr schlecht angefangen" hatte, sich aber im Laufe der zweiten Halbzeit steigern konnte.

Frühe Freiburger Führung

Dabei hatte der Fußball-Nachmittag aus Freiburger Sicht vielversprechend angefangen: Nach einem schönen Steilpass von Lukas Kübler enteilte Lucas Höler seinem Gegenspieler in der dritten Minute und netzte im 1-gegen-1 mit Leverkusens Keeper Lukas Hradecky eiskalt ein.

Beinahe hätte der Sport-Club die frühe Führung bereits in der 7. Minute ausgebaut. Lucas Höler, eben noch Torschütze, glänzte als Vorbereiter und fand mit einer Flanke Jonathan Schmid. Der Franzose legte den Ball mit einem schönen Volley an Hradecky vorbei in die Maschen. Der Freiburger Jubel verhallte allerdings schnell. Vorlagengeber Höler hatte vor seinem Zuspiel im Abseits gestanden.

Es entwickelte sich eine muntere Partie, in der es dem SC Freiburg immer wieder gelang, sich spielerisch aus dem Pressing der Gäste zu lösen. In der 21. Minute dann ein Deja-Vu für die Leverkusener. Nach einem weiteren Durchbruch von Lucas Höler stoppte Sven Bender den Freiburger kurz vor dem Strafraum regelwidrig und sah von Benjamin Cortus, wie Karim Bellarabi gegen Slavia Prag, früh die Rote Karte. Aufatmen kurz danach auf der Leverkusener Bank: Der Unparteiische sah sich die Szene noch einmal an, revidierte seine Entscheidung und zeigte Bender stattdessen Gelb. Vincenzo Grifo nahm sich des fälligen Freistoßes an und setzte den Ball nur Zentimeter am Tor der Gäste vorbei (25.).

Leverkusen dreht das Spiel vor der Pause

Von der Werkself war offensiv lange nichts zu sehen. Dennoch stand es in der 29. Minute plötzlich 1:1. Nach einem Fehlpass von Nicolas Höfler und einem anschließenden Missverständnis in der Freiburger Defensive konnte Lucas Alario den Ball im Freiburger Strafraum erlaufen und Müller überwinden.

Trotz des Gegentores blieb der Sport-Club die aktivere Mannschaft und hätte das 1:1 nach einem Grifo-Kopfball aus kurzer Distanz beinahe sofort gekontert (33.). Stattdessen gelang es den Gästen die Partie noch vor der Pause zu drehen. Nach einer flachen Hereingabe von Lars Bender ließ Lucas Alario Florian Müller aus acht Metern mit einem Drehschuss keine Chance.

Sport-Club bemüht, Leverkusen effizient

Der zweite Durchgang brauchte wie bereits die ersten 45 Minuten nicht lange um in Fahrt zu kommen. Christian Günter setzte Vincenzo Grifo schön in Szene, der Deutsch-Italiener ging auf die gegnerische Abwehr zu, setzte seinen flachen Distanzschuss aber knapp am Kasten vorbei (48.).

Leverkusen zog sich in der Folge weiter zurück und überließ es dem Sport-Club im Angriff spielerische Lösungen zu finden. Im strömenden Regen zeigte die Elf von Christian Streich und seinem Trainerteam zwar wie gegen Wolfsburg und Bremen gute Ansätze, erarbeitete sich aber wenig Zwingendes.

Auf der Gegenseite legten die Gäste eine beängstigende Effizienz an den Tag. Nach einem weiteren folgenschweren Ballverlust im Vorwärtsgang traf Nadiem Amiri mit einem Treffer der Marke „Tor des Monats“ aus 25 Metern zum 1:3 (64.).

Dennoch gab sich der Sport-Club nicht auf und belohnte sich knapp zwanzig Minuten vor Spielende mit dem Anschlusstreffer zum 2:3. Joker Nils Petersen stocherte ein Zuspiel von Vincenzo Grifo aus kürzester Distanz über die Linie (72.). Doch die Freiburger Hoffnung auf einen Punkt währte nicht lange: Jonathan Tah verwertete eine Leverkusener Ecke per Kopf zum 2:4-Endstand (76.). Eine ärgerliche Niederlage trotz einer über weite Strecken ansprechenden Leistung. 

Am kommenden Samstag um 15.30 Uhr ist der SC Freiburg, der mit sechs Punkten auf dem 13. Tabellenplatz steht, bei RB Leipzig zu Gast.

David Hildebrandt

Fotos: Achim Keller

Stenogramm

SC Freiburg:  Müller - Schmid, Kübler (62. Petersen), Lienhart, Heintz, Günter - Sallai (79. Jeong), Höfler, Santamaria, Grifo (79. Kwon)- Höler (79. Demirovic)
Trainer: Christian Streich

 

Bayer 04 Leverkusen:  Hradecky - L. Bender, S. Bender (65. Tah), Tapsoba, Sinkgraven - Wirtz, Baumgartlinger (65. Demirbay), Amiri - Bailey, Alario (89. Palacios), Diaby
Trainer: Peter Bosz

Schiedsrichter: Benjamin Cortus Zuschauer: -
Tore: 1:0 Höler (3.), 1:1, 1:2 Alario (29., 42.), 1:3 Amiri (64.), 2:3 Petersen (72.), 2:4 Tah (76.)
Gelb: Kübler, Heintz - S. Bender, Diaby
 

Die Bilder zum Spiel gegen Leverkusen

Ihr Browser ist veraltet.
Er wird nicht mehr aktualisiert.
Bitte laden Sie einen dieser aktuellen und kostenlosen Browser herunter.
Chrome Mozilla Firefox Microsoft Edge
Chrome Firefox Edge
Google Chrome
Mozilla Firefox
MS Edge
Warum benötige ich einen aktuellen Browser?
Sicherheit
Neuere Browser schützen besser vor Viren, Betrug, Datendiebstahl und anderen Bedrohungen Ihrer Privatsphäre und Sicherheit. Aktuelle Browser schließen Sicherheitslücken, durch die Angreifer in Ihren Computer gelangen können.
Neue Technologien
Die auf modernen Webseiten eingesetzten Techniken werden durch aktuelle Browser besser unterstützt. So erhöht sich die Funktionalität, und die Darstellung wird verbessert. Mit neuen Funktionen und Erweiterungen werden Sie schneller und einfacher im Internet surfen können.