Auswärtspunkt auf der Alm zum Saisonstart

Profis
14.08.2021

Der SC Freiburg hat beim Start der neuen Bundesligasaison mit einem 0:0 bei Arminia Bielefeld den ersten Auswärtspunkt geholt. Einen möglichen Sieg zum Auftakt verhinderte der starke Bielefelder Keeper Daniel Ortega.

„Wir haben gewusst, was auf uns zukommt – ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen. Ich finde, wir haben es gegen eine starke Mannschaft gut gemacht und uns ein paar herausragende Torchancen erarbeitet,“ fasste Christian Streich die Leistung seiner Mannschaft am ersten Spieltag zusammen. „In der zweiten Halbzeit haben wir viele Bälle leichtfertig verloren, da kannst du das Spiel auch verlieren.“

Ebenfalls zufrieden: Streichs Gegenüber Frank Kramer. „Wir haben ein sehr intensives Spiel gesehen und mit Freiburg eine Mannschaft gegen uns gehabt, die sehr eingespielt ist und jedes Jahr ein bisschen besser wird. Es war insgesamt ein gutes Spiel mit einem wirklich guten Gegner“.

Günter zieht mit Zeyer gleich

Das Freiburger Trainerteam entschied sich am ersten Spieltag der sechsten Freiburger Bundesligasaison in Folge für die selbe Startelf, die bereits in der Vorwoche bei den Würzburger Kickers gewonnen hatte. Auch Heim-Coach Frank Kramer sah nach dem 6:3 in der ersten Pokalrunde gegen die SpVgg Bayreuth keinen Grund seine erste Elf personell zu verändern.

Für einen Freiburger markierte der Bundesliga-Auftakt gegen die Ostwestfalen einen besonderen Meilenstein. Christian Günter, der die Mannschaft auch in dieser Saison als Kapitän auf den Platz führt, zog mit seinem 236. Einsatz im deutschen Fußballoberhaus mit dem bisherigen Freiburger Bundesliga-Rekordspieler Andreas Zeyer gleich.

Intensiver Start ins neue Fußballjahr

Dass die Fans der Arminen bereits nach anderthalb Minuten „Oh, wie ist das schön, sowas hat man lange nicht gesehen“ anstimmten, hatte ausnahmsweise nichts mit dem Spielstand zu tun. Vielmehr freute sich der vornehmlich in blau gekleidete Anhang der Gastgeber darüber, nach über zehn Monaten erstmals wieder bei einem Bundesligaspiel zugegen sein zu dürfen.

Keine zehn Monate, sondern gute zehn Minuten dauerte es, bis der Sport-Club in der neuen Spielzeit angekommen schien. Nach einer Druckphase der Gastgeber, gelang es den Breisgauern immer häufiger sich im gegnerischen Drittel festzusetzen. Bereits nach 20 Minuten standen für den SC vier Ecken zu Buche – von denen zwei für Gefahr sorgen sollten. Zunächst schoss Yannik Keitel aus dem Rückraum nach einer Kopfballabwehr knapp am Tor vorbei (17.), dann musste Stefan Ortega einen gefährlichen Kopfball von Nicolas Höfler über die Latte lenken (20.).

In der Folge baute der Sport-Club sein Chancenplus aus, musste aber auch eine brenzlige Szene überstehen. Nach einer Freistoßflanke von Vincenzo Grifo kam Nico Schlotterbeck am langen Pfosten aus kurzer Distanz zum Abschluss – abermals parierte Stefan Ortega stark (30.). Eine Minute später hielt Mark Flekken aus Freiburger Sicht die Null, als er gegen den durchgebrochenen Masaya Okugawa im Eins-gegen-Eins glänzend reagierte (31.).

Die beste Chance vor dem Pausenpfiff gehörte wiederum der Freiburger Elf, die den Gegner mit variablem Angriffsspiel immer wieder vor Probleme stellte. Vincenzo Grifo, auf links schön freigespielt, setzte zur Maßflanke an den Fünferraum an, wo Lucas Höler aus drei Metern frei zum Kopfball kam, aber abermals am starken Stefan Ortega scheiterte (38.).

Wie hoch Intensität und Tempo der Partie waren, zeigte sich auch am Arbeitsaufwand von Schiedsrichter Sven Jablonski. Dieser hatte bereits nach 35 Minuten aufgrund taktischer Fouls vier Gelbe Karten verteilt, je zwei pro Mannschaft.

Ortega und Flekken bleiben unbezwingbar

Torlos ging es nach 45 Minuten in die Kabinen, aus denen beide Mannschaften 15 Minuten später unverändert wiederkamen.

Für den Sport-Club begann Durchgang zwei mit einem Schockmoment. Abermals konnte Masaya Okugawa die Freiburger Abwehr durchbrechen und frei vor Mark Flekken zum Abschluss kommen. Wieder war es dem glänzend reagierenden Freiburger Schlussmann zu verdanken, dass das 0:0 Bestand hatte (48.).

Wie in Durchgang eins, dauerte es etwa zehn Minuten, bis die Mannschaft von Christian Streich und seinem Trainerteam richtig warmgelaufen war, dann aber folgten Chancen im Minutentakt. Lucas Höler (55.), Jonathan Schmid (56.) und Yannik Keitel (57.) fanden ihren Meister allerdings jeweils in Stefan Ortega.

Kurz darauf musste der Sport-Club verletzungsbedingt zum ersten Mal wechseln: Manuel Gulde war nach einer Rettungsaktion im eigenen Strafraum liegen geblieben und wurde durch Dominique Heintz ersetzt (62.).

Es sollte – auch wenn der Sport-Club mehr Torschüsse und Ballbesitzphasen für sich verbuchen konnte – bis in die Schlussphase eine Partie bleiben, die jederzeit in beide Richtungen hätte kippen können und die das ein oder andere Tor verdient gehabt hätte. Dass es letztlich beim 0:0 blieb war insbesondere den glänzend aufgelegten Torhütern beider Mannschaften zu verdanken.

Am kommenden Samstag empfängt der Sport-Club Borussia Dortmund im Dreisamstadion. Anpfiff ist um 15:30 Uhr.

David Hildebrandt

Foto: Bernd Thissen

Stenogramm

Arminia Bielefeld: Ortega - Brunner, Pieper, Nilsson (77. van der Horn), Laursen (77. de Medina) - Kunze, Prietl, Schöpf – Okugawa (67. Hack) - Klos (90. Serra), Lasme (77. Krüger)  
Trainer: Frank Kramer  
   
SC Freiburg: Flekken – Gulde (62. Heintz), Lienhart, N. Schlotterbeck - Schmid, Keitel (70. Santamaria), Höfler, Günter – Jeong (70. Sallai), Höler (85. Demirovic), Grifo (85. Haberer)

 

 
Trainer: Christian Streich  
   
Tore: -  
Gelbe Karten: Laursen, Prietl, Klos – Gulde, Keitel, Höfler, Demirovic  
Gelb-Rote Karten: -  
Rote Karten: -  
Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)  
Zuschauer: 13.750  

 

 
Ihr Browser ist veraltet.
Er wird nicht mehr aktualisiert.
Bitte laden Sie einen dieser aktuellen und kostenlosen Browser herunter.
Chrome Mozilla Firefox Microsoft Edge
Chrome Firefox Edge
Google Chrome
Mozilla Firefox
MS Edge
Warum benötige ich einen aktuellen Browser?
Sicherheit
Neuere Browser schützen besser vor Viren, Betrug, Datendiebstahl und anderen Bedrohungen Ihrer Privatsphäre und Sicherheit. Aktuelle Browser schließen Sicherheitslücken, durch die Angreifer in Ihren Computer gelangen können.
Neue Technologien
Die auf modernen Webseiten eingesetzten Techniken werden durch aktuelle Browser besser unterstützt. So erhöht sich die Funktionalität, und die Darstellung wird verbessert. Mit neuen Funktionen und Erweiterungen werden Sie schneller und einfacher im Internet surfen können.