Am letzten Bundesligaspieltag gastiert der Sport-Club bei Bayer 04 Leverkusen (Samstag, 15:30 Uhr, live auf Sky und im Ticker in unserem Matchcenter).
Einmal muss die Mannschaft des Freiburger Trainerteams noch 90 Minuten plus X gehen, dann ist klar, in welchem der mittlerweile drei europäischen Wettbewerbe der SC in der kommenden Saison antritt. Gegner Bayer 04 Leverkusen muss den Rechenschieber hingegen nicht mehr bemühen. Seit dem 4:2 gegen die TSG Hoffenheim am vergangenen Wochenende steht fest: Bayer wird nach zweijähriger Abstinenz wieder in der Champions-League antreten.
Auch wenn sich die Situation bei den Breisgauern komplizierter gestaltet, hatte am Europa-Park Stadion unter der Woche wohl niemand Zeit für Rechenspiele. Wichtiger war, die letztlich deutliche Niederlage gegen Union Berlin und das Verhalten vor den Gegentoren zu sezieren. „Wir hatten einen unglücklichen Spielverlauf, die Mannschaft hat sich so viele Torchancen wie noch nie gegen Union erarbeitet“, relativiert Christian Streich das 1:4, weiß aber auch um die Fehler, die seiner Mannschaft am Samstag unterlaufen sind: „Gegen den Ball waren wir zu naiv und nicht aufmerksam genug.“
Dass der kommende Gegner, für den es aus sportlicher Sicht um nichts mehr geht, ein dankbarerer Sparringspartner sein wird, glaubt Streich nicht: „Leverkusen ist eine Top-Mannschaft, wie man seit Jahren sieht. Es wird ein schwieriges Spiel. Es ist wichtig, wie wir auftreten und nicht so sehr um Bayer.“
Für den Sport-Club geht es einmal mehr darum die Freiburger Grundtugenden gepaart mit einer Portion Spielwitz auf den Rasen zu bringen, um eine starke Spielzeit zu veredeln. „Wir wollen diese Saison mit einer richtig guten Leistung in Leverkusen beenden. Das ist unser Anspruch – wir wollen zeigen, dass wir absolut verdient dastehen, wo wir sind“, fordert der dienstälteste Trainer der Bundesliga.
Im Hinspiel zeigten die Breisgauer gegen Bayer eine ihrer stärksten Saisonleistungen und setzten sich mit 2:1 zum Ende der Hinrunde gegen die Mannschaft von Gerardo Seoane durch. „Wir gehen mit Mut, Optimismus und erhobenem Kopf nach Leverkusen, brauchen aber wieder eine richtig gute Mannschaftsleistung, um dort zu bestehen“, weiß Streich.
Kein Teil dieser Mannschaftsleistung können nach wie vor Kevin Schade, Yannick Keitel und Noah Weißhaupt sein. Alle drei fallen weiterhin verletzt aus.
David Hildebrandt
Foto: Achim Keller