Nach gutem Start gegen Aufsteiger Mannheim
Am vierten Spieltag der Regionalliga Südwest empfängt der SC Freiburg II am Sonntag den Aufsteiger VfR Mannheim. Die Partie im Dreisamstadion beginnt um 14 Uhr.
Ein erster Blick in die Statistik offenbart nur Leerstellen. Tatsächlich ist das Aufeinandertreffen der Zweiten Mannschaft des SC Freiburg mit dem VfR Mannheim die erste Begegnung zwischen beiden Clubs in der Regionalliga. In der Statistik der Oberliga Baden-Württemberg finden sich dagegen bereits acht Spiele zwischen dem SC II und dm VfR, mit vier SC-Siegen, einem Unentschieden und drei Mannheimer Erfolgen.
Unabhängig davon wurde die Regionalliga Südwest mit dem VfR Mannheim in dieser Saison um einen weiteren Traditionsverein bereichert. Denn die Gäste im zweiten Heimspiel der Saison kommen nicht nur als Aufsteiger ins Dreisamstadion. Zur Historie des Clubs gehört auch der Gewinn des deutschen Meistertitels von 1949. Für diesen Erfolg bekam der VfR Mannheim als erster Verein die damals neu eingeführte Meisterschale des Deutschen Fußball-Bundes überreicht.
In der 1963 gegründeten Bundesliga spielten die Kurpfälzer allerdings nie. Und auch nicht in der in den 70er-Jahren ins Leben gerufenen 2. Bundesliga. In den vergangenen 20 Jahren bewegte sich der VfR Mannheim lediglich zwischen Verbandsliga und Oberliga – bis im vergangenen Sommer über die Aufstiegsrunde nach 18 Jahren die Rückkehr in die vierthöchste Spielklasse gelang. „Das ist ein Traditionsverein, der lange weg gewesen ist und personell ordentlich aufgestellt in die Saison gegangen ist“, sagt SC-Trainer Bernhard Weis.
Mit 13 Neuzugängen wurde die Mannschaft von Trainer Marcel Abele für die neue Spielzeit ergänzt. Mit Lukas Rupp kam ein bundesligaerfahrener Akteur vom KSV Hessen Kassel. Flamur Berisha erzielt in der vergangenen Saison 13 Tore für die Stuttgarter Kickers. Und mit Alexander Esswein gehört ein Angreifer zum Mannheimer Aufgebot, der fast 200 Bundesligaspiele absolviert hat.
„Da sind schon ein paar namhafte Verpflichtungen dabei, die zeigen, dass der VfR Mannheim das Ziel hat, eine gute Rolle in der Liga zu spielen“, glaubt Bernhard Weis. Die Mannheimer, die an den ersten drei Spieltagen zwei Unentschieden und eine Niederlage verbuchten und sich am vergangenen Wochenende 0:0 vom SGV Heilbronn-Freiberg trennten, seien eine erfahrene Mannschaft, die nach Ballbesitz und Dominanz strebe.
Mit dem eigenen Start ist Weis weitgehend zufrieden. Das junge, neu formierte U23-Team holte aus den ersten drei Begegnungen fünf Punkte und zählt damit zu den noch ungeschlagenen Mannschaften in der neuen Saison. Im vergangenen Auswärtsspiel bei den Stuttgarter Kickers holte der SC II zweimal einen Rückstand auf. „„Wie die Mannschaft auch nach dem zweiten Gegentor wieder zurückgekommen ist, das war richtig gut“, sagte Bernhard Weis nach dem 2:2. Auch dieses Spiel habe wieder gezeigt, wie eng es in der Liga in jeder Partie zugehe. Gegen Mannheim wünscht sich der SC-Trainer deshalb „noch etwas mehr Präsenz und eine bessere Entscheidungsfindung im letzten Drittel“.
Jaaso Jantunen wird am Sonntag nach drei Saisoneinsätzen nicht mehr im SC-Tor stehen. Der 21-jährige Finne, der für die U23 bisher 44 Regionalligaspiele bestritten hat, wurde an den Drittligisten FC Hans Rostock ausgeliehen.Verlassen hat den SC Freiburg David Schopper. Der 21-jährige Verteidiger, der seit der U15 das SC-Trikot trug und in den vergangenen beiden Spielzeiten zum U23-Team gehörte, ist zum Nordost-Regionalligisten Hertha BSC II gewechselt.
Für das Heimspiel unserer U23 am vierten Spieltag der Regionalliga Südwest gegen den VfR Mannheim sind Karten im Ticket-Onlineshop und an der Tageskasse erhältlich. Auch die aufgrund der Umbaumaßnahmen im Dreisamstadion zuletzt rund ein Jahr geschlossene ist wird am Sonntag wieder geöffnet sein – inklusive neuer Verpflegungsstände und Sanitäranlagen.
Dirk Rohde
Foto: SC Freiburg
