Auswärtspunkt auf der Stuttgarter Waldau
Der SC Freiburg II hat am dritten Spieltag der Regionalliga Südwest 2:2 (0:1) bei den Stuttgarter Kickers gespielt. Krish Raweri (49.) und Fabian Rüdlin (64., FE) glichen zweimal einen Rückstand aus.
Nach der Auftaktpartie in Aalen reiste die U23 des Sport-Club auch zum zweiten Auswärtsspiel der Saison in den württembergischen Landesteil. Mit den Stuttgarter Kickers wartete in der Landeshauptstadt ein Gastgeber, der mit zwei Siegen in die neue Saison gestartet war. Das Gazi-Stadion auf der Waldau, das älteste Fußballstadion Deutschlands, war diesmal zwar nicht ausverkauft wie beim Saisonstart gegen den Drittliga-Absteiger SSV Ulm. Aber auch die 4.230 Zuschauerinnen und Zuschauer, die das Spiel gegen den SC Freiburg II sahen, sorgten für eine stimmungsvolle Kulisse.
Dazu wurde den Fans von beiden Mannschaften ein intensives und äußerst unterhaltsames Fußballspiel geboten. „Wir können zufrieden sein. Wenn man das gesamte Spiel sieht, nehmen wir den Punkt gerne mit“, sagte Bernhard Weis. „Insgesamt war es sicherlich ein verdientes Unentschieden.“
Kapitän Höfler wieder dabei
Im Gazi-Stadion auf der Waldau kehrte der im vergangenen Heimspiel gegen Hessen Kassel angeschlagen fehlende Nicolas Höfler in die Startelf zurück. Außerdem rückte Bismark Adomah nach dem 5:1-Sieg gegen die Hessen neu in die Anfangsformation. Der Stuttgarter Trainer Holger Bachthaler ließ seine Mannschaft nach dem zurückliegenden 3:2 bei Eintracht Frankfurt II unverändert beginnen.
Nach einem auf beiden Seiten eher kontrollierten Start in die Partie kam der Sport-Club zu einer ersten Möglichkeit. Eine Ecke von Mladen Mijajlovic konnten die Gastgeber zunächst klären, bevor Höfler mit einem Schuss von der Strafraumgrenze das Außennetz traf (7.). Ebenfalls ans Außennetz des Kickers-Tores ging wenig später nach einem SC-Konter ein Schuss von Krish Raweri.
Rückstand trotz gutem Beginn
Der SC II präsentierte sich gut sortiert und ballsicher. Auch die nächste Möglichkeit in der Anfangsviertelstunde besaßen die Gäste. Nach einem Rückpass wurde der Direktschuss von Leon Catak aber geblockt. Der bis dahin selbstbewusste und spielerisch starke SC-Auftritt, wurde aber schließlich wie in den ersten beiden Saisonspielen durch einen Rückstand getrübt. Einen Stuttgarter Konter über die rechte Seite schloss David Udogu nach einem Zuspiel von Dejan Bozic mit einem unhaltbaren Schuss in die kurze Ecke zur Führung ab (20.).
Der SC II fand dennoch bald zu seinem Spiel zurück. Mijajlovic, der sich im Offensivspiel sehr präsent zeigte, kreierte mit einem Schrägschuss, der am langen Pfosten vorbei ging, die nächste Gelegenheit (28.). Die Spielkontrolle lag jetzt wieder weitgehend beim Sport-Club, der allerdings auch immer darauf konzentriert sein musste, Stuttgarter Umschaltgelegenheiten zu unterbinden. Dies gelang vorerst bis zum Halbzeitpfiff. Kurz vor Pause verfehlte Fabian Rüdlin das Tor aus der Distanz noch einmal knapp.
Raweri gleicht aus, Stuttgart triff erneut
„Wir waren in der ersten Halbzeit richtig gut drin, hatten aber vielleicht nicht die ganz klaren Chancen. Die Kickers gehen dann mit ihrem ersten Torschuss in Führung – das war extrem effizient“, sagte SC-Trainer Weis. „Wir kommen gut aus der Halbzeit, machen das 1:1, haben dann vielleicht das Momentum nicht so genutzt. Stattdessen geht Stuttgart erneut in Führung. Aber wie meine Mannschaft dann zurückkommt, das war richtig gut."
Für den ersten Aufreger nach dem Wiederanpfiff sorgte Christian Mauersberger. Der Stuttgarter versenkte den Ball nach einem Konter im Netz – stand dabei jedoch im Abseits. Anders war dies nach dm nächsten SC-Angriff. Mateo Zelic bediente Raweri mit einem feinen Zuspiel in die Tiefe und der Angreifer erzielte mit einem Schuss am herausgelaufenen Torwart Felix Dornebusch vorbei in die lange Eck den verdienten Ausgleich (49.).
Wiederum nur zwei Minuten später bejubelten die Blau-Weißen aus Degerloch aber die erneute Führung. Nach einer noch per Kopf verlängerten Flanke von Udogu traf Bozic per Seitfallzieher aus kurzer Entfernung (51.). Die zuvor schon attraktive Begegnung legte jetzt noch einmal an Dynamik zu. Der SC II arbeitete daran, auch den zweiten Rückstand zu egalisieren. Catak kam in der weiterhin offenen Partie zu einer weiteren Möglichkeit.
Rüdlins Elfmetertor folgt Aluminiumtreffer
Die nächste resultierte dann aus einem Foulspiel von Verteidiger Elvir Zukaj an dem in den Stuttgarter Strafraum eingelaufenen Zelic. Folgerichtig gab es den dritten Strafstoß für den SC II in dieser Saison. Und wie die beiden ersten verwandelte Rüdlin sicher zum 2:2 – diesmal per Flachschuss (64.). Die erste Gelegenheit, im Baden-Württemberg-Duell selbst in Führung zu gehen, besaß fünf Minuten später der eingewechselte Jack James. Der Stürmer traf aus rund zwölf Metern den rechten Pfosten.
Auf der Gegenseite ging ein Kopfball von Mauersberger über das Tor von Jaaso Jantunen. Noch gefährlicher wurde es wenig später nach einer flachen Hereingabe der Gastgeber. Aber Billal Nuur Mohamed klärte stark gerade noch vor David Stojak zur Ecke (74.). Stuttgart blieb in der Schlussphase druckvoll. Der SC II hielt effektiv dagegen und suchte seine Konterchancen.
Ungeschlagen ins Heimspiel gegen Mannheim
Für die Gastgeber traf schließlich auch Nico Blank Aluminium. Sein Distanzschuss touchierte den linken Pfosten (86.). Am Ende blieb es bei der Punkteteilung, durch die sowohl die Schwaben als auch die U23 des Sport-Club nach dem dritten Spieltag noch zu den ungeschlagenen Teams gehören.
Zum zweiten Heimspiel der Saison empfängt der SC Freiburg II am Sonntag, den 30. August, den Aufsteiger VfR Mannheim. Anstoß im Dreisamstadion ist um 14 Uhr.
Dirk Rohde
Foto: SC Freiburg
Stenogramm
| Stuttgarter Kickers: Dornebusch – Udogu (86. Meister), Trslic, Zucaj, Fundel – Blank (86. Fisher) – Glessing, Müller (65. Zaiser), Mauersberger (76. Mendes Rangel), Frauendorf – Bozic (65. Stojak) | |
| Trainer: Holger Bachthaler | |
| Bank: Neaime (Tor), Schwab, Kiefer, Vogel | |
| SC Freiburg II: Jantunen – Klein, Rüdlin, Nuur Mohamed – Adomah (60. James), Höfler (74. Düker), Tarnutzer, Zelic (85. Hug) – Mijajlovic (85. Reifsteck) – Catak (85. Michelbach), Raweri | |
| Trainer: Bernhard Weis | |
| Bank: Katz (Tor), Koß, Williams, Klaus | |
| Tore: 1:0 Udogu (20.), 1:1 Raweri (49.), 2:1 Bozic (51.), 2:2 Rüdlin (64., FE) | |
| Gelbe Karten: Fisher – Zelic, Mijajlovic, Hug | |
| Gelb-Rote Karten: | |
| Rote Karten: | |
| Schiedsrichter: Maximilian Prölss (Darmstadt) | |
| Zuschauer/innen: 4.230 |
