Intensive Partie in Trier endet torlos

SC II
08.09.2026

Der SC Freiburg II hat am sechsten Spieltag der Regionalliga Südwest beim SV Eintracht Trier 0:0 gespielt und bleibt in dieser Saison weiterhin ungeschlagen.

Meteorologisch hat Anfang des Monats bereits der Herbst begonnen. Temperaturmäßig wurde das sechste Saisonspiel der U23 in Trier aber von weiterhin sommerlichen Temperaturen begleitet. Auch am Abend, als im Moselstadion die zweite Partie der Englischen Woche angepfiffen wurde, die nach einer intensiven Begegnung mit einem Chancenplus für den Sport-Club torlos endete.

„Es war sicherlich ein 0:0 der besseren Sorte, die Zuschauer haben ein schönes Spiel gesehen, auch wenn die erste Halbzeit eher chancenarm war. Nach der Pause war Trier eine Zeit lang besser im Spiel, hatte dann viele Standardsituationen, die wir gut wegverteidigt haben“, sagte SC-Trainer Bernhard Weis. „Trotzdem würde ich sagen, dass wir in der zweiten Halbzeit die klareren Chancen hatten. Wenn du hier einen noch besseren Tag hast, dann gewinnst du. Aber du kannst hier auch verlieren, wenn du nicht die Griffigkeit an den Tag legst, die wir gezeigt haben.“

Anfangsformation mit Erfahrung

Gegenüber dem 4:3-Sieg gegen den TSV Steinbach Haiger fehlten diesmal die Profis Anthony Jung und Rihito Yamamoto. Insgesamt gab es in Trier vier Veränderungen in der Anfangself. Neben Kilian Michelbach, rückten Fabian Rüdlin, Nicolas Höfler und Julian Düker in die Startelf. Mit Krish Raweri saß einer der beiden Doppeltorschützen vom vergangenen Samstag zunächst auf der Bank. Die Gastgeber hatten von der Auswärtspartie beim VfR Aalen mit einem 0:2 nicht nur die erste Saisonniederlage mitgebracht, sondern auch Rotsperren für Kapitän Chrstopher Spang und Jannis Held.  

In einer ausgeglichenen Anfangsphase kamen die Gastgeber durch Sinan Tekerci zu einem ersten Torschuss. Der SC II begann mit einem hohen Pressing und Düker für Raweri auf einer beiden vorderen Positionen. Die Tabellennachbarn nach dem fünften Spieltag – der SC II reiste als Vierter zum Spiel beim Fünften an die Mosel – beschäftigen sich gegenseitig nachhaltig. Eine klare Torchance konnte sich zunächst aber keine der beiden Mannschaften erarbeiten.

Keine Tore vor dem Halbzeitpfiff 

Nach einer Hereingabe von Mladen Mijajlovic versuchte es Düker mit einer Direktabnahme aus der Drehung, verfehlte das Tor jedoch (25.). Nach dem ersten Eckball und einer guten halben Stunde köpfte Leon Catak über das Tor. Die bis dahin beste Möglichkeit zur Führung bot sich dem Trierer Neuzugang Dejan Galjen, der nach einer Flanke von Shawn Blum das Tor von Kilian Katz mit einer Direktabnahme aus wenigen Metern verfehlte (34.).

Zweikampfbetont, aber fußballerisch durchaus unterhaltsam näherte sich die Partie der Halbzeitpause. Bevor es jedoch soweit war, kam der Sport-Club noch zu einer guten Chance auf die Führung. Nach einem Pass in die Tiefe war Catak durchgestartet, sein Schrägschuss ging nur knapp am langen Pfosten vorbei (44.).        

Auch kurz nach dem Wiederanpfiff war es Catak, der zum ersten Abschluss kam. Diesmal parierte SVE-Torwart Matthias Fettes den Schuss des Stürmers. Für die Gastgeber besaß Tim Sausen im Anschluss an eine Ecke eine Möglichkeit (52.). Die Flutlichtpartie blieb intensiv und umkämpft. Der SC II spielte kontrolliert, suchte aber auch immer wieder die Tiefe.

Aluminiumtreffer auf beiden Seiten

Dem Freiburger Tor drohte nach Standardsituationen die größte Gefahr, ohne dass die Gastgeber bisher eine davon zu einem Treffer nutzen konnten. Anders wäre dies beinahe auf Freiburger Seite gewesen. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld von Rouven Tarnutzer spitzelte der eingewechselte Raweri den zurück geköpften Ball Richtung Tor, wo Sausen gerade noch auf der Linie klären konnte (64.). Unmittelbar darauf verfehlte erneut Catak aus der Distanz knapp das Tor. Die besseren Chancen besaß inzwischen der SC II, der sich auch insgesamt mehr Abschlüsse erarbeitete.

Dies unterstrich ein weiterer schneller Vorstoß von Bismark Adomah, der mit seinem Schuss an Fettes scheiterte (70.). Für den Sport-Club klärte zu Beginn der Schlussphase nach einer Trierer Hereingabe Verteidiger Marius Klein stark vor dem einschussbereiten Sausen. Die Moselstädter wurden jetzt noch einmal druckvoller. Blum traf mit einem direkten Freistoß den Pfosten (83.). Drei Minuten später traf auch Raweri nur das Aluminium. Sein Heber aus spitzem Winkel landete am Innenposten. 

Nächstes Abendspiel gegen Sandhausen

Ähnlich nahe dran am Siegtreffer waren nur wenig später die eingewechselten Mika Reifsteck und Jack James bei einer Doppelchance. Doch Torwart Fettes wehrte zunächst stark gegen Reifsteck ab und rettete seiner Mannschaft unmittelbar darauf mit einer weiteren Parade gegen James (88.) den Heimpunkt. „Es war ein gutes Auswärtsspiel von uns und wir nehmen den Punkt mit“, bilanzierte SC-Trainer Weis. „Jetzt gilt es, gut zu regenerieren, am Freitag folgt die nächste Herausforderung.“

Die Rückreise von der Mosel trat das U23-Team mit nun zehn Punkten und auch nach sechs Spieltagen noch ungeschlagen an. Zum Abschluss der Englischen Woche folgt ein weiteres Flutlichtspiel, diesmal zuhause im Dreisamstadion. Am Freitag, den 11. September, empfängt der SC Freiburg II dort um 19 Uhr den SV Sandhausen.

Dirk Rohde

Foto: SC Freiburg

Stenogramm

SV Eintracht Trier: Fettes – Rahn, Gebuhr, Herber (73. Yavuz), Pälzer, Lohei – Tekerci (67. Gaida), Wähling (67. Kritzer), Blum (90. Kinscher) – Sausen (90. Filipe), Galjen 
Trainer: Thomas Klasen 
Bank: Olayo (Tor), Marceta, Wacht, Abdulrafiu 
  
SC Freiburg II: Katz – Klein, Rüdlin, Michelbach (84. Hug) – Adomah (73. Oguguo), Höfler, Tarnutzer, Zelic – Mijajlovic (59. Raweri) – Düker (84. Reifsteck), Catak (73. James) 
Trainer: Bernhard Weis 
Bank: Barjasic (Tor), Koß, Klaus, Wiklöf 
  
Tore: - 
Gelbe Karten: Trainer Klasen, Galjen, Tekerci, Rahn – Zelic, Michelbach 
Gelb-Rote Karten: 
Rote Karten: 
Schiedsrichter: Timon Ulrich (Sülzbach) 
Zuschauer/innen: 2.411 

 

 
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