Deutlicher Heimsieg nach Halbzeitrückstand

SC II
12.04.2026

Der SC Freiburg II hat am 28. Spieltag der Regionalliga Südwest gegen den SV Eintracht Trier nach einem Pausenrückstand noch mit 4:1 (0:1) gewonnen. Oscar Wiklöf (50./85.), Fabian Rüdlin (56., FE) und Leon Koß (59.) trafen für den Sport-Club.

Während im Westen der Stadt die letzten Läuferinnen und Läufer des diesjährigen Freiburg-Marathons der Ziellinie entgegenstrebten, wurde im Freiburger Osten das drittletzte Regionalliga-Heimspiel des SC Freiburg II in dieser Saison angepfiffen. Zu Gast im Dreisamstadion war bei nasskaltem Aprilwetter der Tabellennachbar SV Eintracht Trier, der vor der Partie drei Punkte mehr als die U23 des Sport-Club auf dem Konto hatte. 

Nach dem 3:2-Sieg bei der TSG Balingen vor einer Woche konnte der SC II trotz eines Rückstands zur Pause mit einer fulminanten zweiten Halbzeit und drei Toren innerhalb von neun Minuten auch zuhause drei Zähler einfahren und in der Tabelle an den Moselstädtern vorbeiziehen.

„Wir wollten den Flow aus dem letzten Spiel mitnehmen, was uns vor allem in der zweiten Halbzeit gelungen ist“, sagte Bernhard Weis. „In der ersten Hälfte war unser Spiel noch etwas verhalten, auch wenn wir unglücklich in Rückstand geraten“, so der SC-Trainer. „Wie es die Mannschaft dann nach der Pause gemacht und das Spiel auf unsere Seite gedreht hat, dafür gebührt ihr ein großes Kompliment. Wir hatten gleich Chancen, haben ausgeglichen und daraus weitere Energie gezogen. Trotzdem muss man in dieser Liga bis zum Schluss wach sein und alles wegverteidigen.“

Startelf-Debüt für Verteidiger Koß

Beim Sport-Club kehrte Fabian Rüdlin nach Infekt in die Startelf zurück, in der Karl Steinmann gelbgesperrt fehlte. Für Steinmann begann Leon Koß, der erstmals in dieser Saison von Beginn an spielte, auf der Außenverteidigerposition. Es waren die beiden einzigen Veränderungen in der Anfangsformation. Auf der Bank saß nach langer Verletzungspause auch Daniel Kofi Kyereh aus dem Profikader. Der Angreifer hatte zuletzt im Februar 2023 in einem Pflichtspiel für den Sport-Club auf dem Platz gestanden und gab in der Schlussviertelstunde sein Comeback auf dem Rasen.

Die Gäste starteten nach einer 0:5-Niederlage gegen den 1. FSV Mainz 05 II mit einer kompakten Defensivformation – allerdings auch mit Vorwärtsdrang. Chancen ließ der SC II dabei zunächst nicht zu, tat sich aber auch selbst schwer, erste Möglichkeiten herauszuspielen. Letztlich bleiben die ersten 20 Minuten bis auf einen Trierer Freistoß über das Tor ohne einen nennenswerten Abschluss.

Unglücklicher Rückstand zur Pause

Dies änderte sich nach einem Durchbruch von Mateo Zelic. Seinen Rückpass setzte David Amegnaglo (22.) per Direktschuss knapp über das Tor. Auf der Gegenseite tauchte kurz darauf Sven König erstmals gefährlich im SC-Strafraum auf. Sein Schuss wurde aber noch zur Ecke gelenkt. Wenig später legte erneut Zelic den Ball im Strafraum auf Amegnaglo zurück, diesmal klärte ein Verteidiger noch vor dem Angreifer.

SC-Torwart Jaaso Jantunen musste erstmals nach einer guten halben Stunde ernsthaft eingreifen und lenkte einen Schuss von Sinan Tekerci zur Ecke. Trotz des bis dahin auch defensiv überzeugenden Auftritts geriet der Sport-Club einmal mehr zunächst in Rückstand. Einen Distanzschuss von Ömer Yavuz lenkte der nach einem Eckball im eigenen Strafraum postierte Mathias Fetsch unfreiwillig und unhaltbar für Jantunen ins Tor ab (37.). Die glückliche Gästeführung war auch der Halbzeitstand, erneut waren somit nach der Pause die Comeback-Qualitäten der U23 gefordert.

Wiklöf und Rüdlin drehen das Spiel

Und tatsächlich dauerte es nach dem Wiederanpfiff nur fünf Minuten, bis der SC II zum Ausgleich getroffen hatte. Der für Amegnaglo ins Spiel gekommene Oscar Wiklöf scheiterte nach einer Hereingabe von Tober zunächst per Hacke an Torwart Radomir Novakovic. Kurz darauf traf der Finne nach einem Eckball von Patrick Lienhard dann jedoch platziert per Kopf (50.).

Nachdem Rouven Tarnutzer mit einem Schuss an der Latte gescheitert war, dauerte es nach dem Ausgleich nur sechs Minuten, bis der Sport-Club die Partie gedreht hatte. Bei einem weiteren SC-Angriff brachte SVE-Verteidiger Dimitrios Mitakidis im Strafraum Zelic zu Fall. Den fälligen Strafstoß verwandelte Rüdlin (56.) mit seinem zwölften Saisontor und dem achten Elfmetertreffer sicher zur verdienten Freiburger Führung.

Comeback von Kyereh mit Assist

Der SC II blieb druckvoll –  und belohnte sich nur drei weitere Zeigerumdrehungen später mit dem dritten Tor. Koß war mit einem Schuss aus der Distanz, den ein Trierer Verteidiger noch unhaltbar über Torwart Novakovic hinweg ins Netz abfälschte, erfolgreich. Die Partie blieb unterhaltsam und temporeich, auch weil sich die Gäste noch keinesfalls mit einer Niederlage abfinden wollten.

In der 77. Minute rückte aber zunächst eine besondere Einwechslung in den Blickpunkt: Daniel Kofi Kyereh kam für Fetsch in die Partie und gab sein Pflichtspiel-Comeback für den SC Freiburg. Anschließend verfehlte Dominik Kinscher für die Gäste das Tor mit einem Distanzschuss. Für den Sport-Club leitete Kyereh in der Schlussphase den vierten SC-Treffer ein. Nach einer Balleroberung und einem Rückpass von Zelic fand Kyerehs Hereingabe am langen Pfosten Wiklöf (85.), der zu seinem zweiten Treffer und zum Endstand einschoss.

„Das war ein sehr schöner Konter von uns, die Energie vor allem in der zweiten Halbzeit war spürbar“, sagte Daniel Kofi Kyereh. „Ich bin sehr glücklich und sehr dankbar natürlich. Das war nach langer Zeit das Spiel, auf das ich hingearbeitet habe und ein besonderer Moment für mich. Umso schöner ist das Ergebnis, genauso wie die gemeinsamen Glücksgefühle nach dem Spiel mit den Jungs“, so der 30-jährige Angreifer.

„Den Sieg hat sich die Mannschaft mit einer starken zweiten Hälfte verdient. Die Energie wollen wir jetzt in die nächsten Spiele mitnehmen“, erklärte Trainer Weis. Am kommenden Samstag, den 18. April, ist der SC Freiburg II, der jetzt auf den zwölften Tabellenplatz steht, beim KSV Hessen Kassel zu Gast. Spielbeginn im Auestadion ist um 14 Uhr.

Dirk Rohde

Foto: SC Freiburg

Stenogramm

SC Freiburg II: Jantunen – Koß (65. Ketterer), Rüdlin, Schopper, Tober (88. Schulten)  – Tarnutzer, Lienhard (65. Founes) – Raweri, Amegnaglo (46. Wiklöf), Zelic  – Fetsch (77. Kyereh) 
Trainer: Bernhard Weis 
Bank: Katz (Tor), Klein, Atemkeng, Reifsteck

 

 
  
SV Eintracht Trier: Novakovic – Rahn (63. Marceta), Mitakidis (63. Herber), Spang, Wrusch, Lohei – Tekerci, Kinscher, Yavuz (79. Garnier) – Sausen (63. Wähling), König (79. Schuster) 
Trainer: Thomas Klasen 
Bank: Schmit (Tor), Sossah, Filipe 
  
Tore: 0:1 Yavuz (37.), 1:1 Wiklöf (50.), 2:1 Rüdlin (56., FE), 3:1 Koß (59.), 4:1 Wiklöf (85.) 
Gelbe Karten: Lienhard, Tarnutzer – König, Mitakidis 
Gelb-Rote Karten: 
Rote Karten: 
Schiedsrichter: Maximilian Prölss (Ober-Ramstadt) 
Zuschauer/innen: 808 

 

 
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