"Genau diese Emotionen brauchen wir"

SC hat schwere Auswärtsaufgabe in Frankfurt vor der Brust

Männer
17.09.2026

An diesem Samstag (live auf Sky, im Ticker in unserem Matchcenter sowie als Audioreportage „Sportclub live“) gastiert der Sport-Club am 4. Bundesliga-Spieltag bei Eintracht Frankfurt.

Die Sonne scheint aktuell nicht nur wortwörtlich über der Achim-Stocker-Straße. Mehrere SC-Spieler wurden (erstmals) für ihre Nationalmannschaften nominiert, zehn eigene Treffer nach drei Bundesligaspielen sind Vereinsrekord, der Blick auf die Tabelle bietet eine schöne Momentaufnahme. Gerade über letzteres hatte sich ein SC-Fan Gedanken gemacht, wie Julian Schuster auf der Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel gegen Eintracht Frankfurt berichtete. „Heute beim Training hat ein Fan gesagt: ,Mit neun Punkten steigt man ab.´ Das fand ich smart.“

Zum vierten Mal in seiner Historie ist der SC Tabellenführer in der Bundesliga, ein Sieg gelang mit einer solchen Ausgangssituation noch nie. Nun folgt gegen die Frankfurter, die bereits viermal und damit öfter als jedes andere Team in der Liga einen gegnerischen Ballverlust in ein Tor ummünzten, der fünfte Anlauf. „Sie haben viele Qualitäten und sich über all die Jahre sehr gut entwickelt. Und sie haben einen Trainer, der sehr viel Souveränität ausstrahlt."

Gegen die Mannschaft von Adi Hütter, der die Hessen seit Juli wieder trainiert und bereits zwischen 2018 und 2021 an der Seitenlinie der Eintracht stand, sei gerade die mentale Komponente des Spiels sehr wichtig. „Wir haben sehr an der Schärfe gearbeitet. Wer gestern zufällig am Trainingsplatz vorbeigefahren ist, hat gehört, dass es lauter geworden ist“, so Schuster. „Genau diese Emotionen brauchen wir.“  

Schnelles Wiedersehen mit Atubolu

Im Deutsche Bank Park trifft der Sport-Club, begleitet von 4.000 Fans, unter anderem auf die alten Bekannten Ritsu Doan und Noah Atubolu. Letzterer wurde erst Ende August an die Eintracht verliehen. „Atu ist ein Freiburger Junge. Sein Weg ist total positiv. Ich freue mich darauf, ihn nach dem Spiel in den Arm zu nehmen“, sagte Schuster über die Frankfurter Nummer eins, die beim Gastauftritt der SGE in Mainz ihren sechsten Bundesliga-Elfmeter in Folge parierte.

Der 24-Jährige wurde an diesem Donnerstag genauso für die deutsche A-Nationalmannschaft berufen wie die Freiburger Derry Scherhant, Yannik Engelhardt, Max Rosenfelder und Philipp Treu. Jordy Makengo wurde erstmals für das Aufgebot der Demokratischen Republik Kongo nominiert. „Diese individuellen Entwicklungen können nur passieren, wenn ich tagtäglich so gefordert werde, dass ich alles aus mir heraushole“, kommentierte Schuster. „Es freut mich ganz besonders für die Jungs. Das sind natürlich Kindheitsträume.“

Nach dem Spiel in Frankfurt steht für alle Spieler, die nicht für die Nationalmannschaften nominiert sind, eine dreiwöchige Pflichtspielpause an, in der in Woche eins durchgeatmet und in den beiden Folgewochen wieder inhaltlich gearbeitet werden soll.

Marius Faller

Foto: SC Freiburg

 
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