U19 steht im Halbfinale des DFB-Pokals

SCF U19
12.12.2021

Der Sport-Club hat das Halbfinale des DFB-Pokals der Junioren erreicht. Die U19 gewann am Sonntagmittag mit 3:1 im Elfmeterschießen gegen RB Leipzig. Nach 90 bzw. 120 Minuten hatte es 1:1-Unentschieden gestanden.

Es war quasi das Sahnehäubchen auf das Sahnehäubchen. Dass es zum heutigen Abschluss des nicht immer einfachen Fußballjahres 2021 mit dem Viertelfinalspiel im DFB-Pokal der Junioren noch einmal ein richtiges Highlight geben würde, hatte Federico Valente schon vor einer Woche als „Sahnehäubchen“ bezeichnet. Mit großer Vorfreude blickte die Mannschaft des Trainers der U19, aber auch die gesamte Freiburger Fußballschule dem dritten Advent entgegen, an dem der Sport-Club mit RB Leipzig um den Einzug ins Halbfinale spielen sollte.

Als dann der Tag kam, an dem die drei Kerzen angezündet wurden, war es gegen 13:50 Uhr SC-Keeper Laurin Mack, der mit drei gehaltenen Elfmetern das Sahnehäubchen auf das Sahnehäubchen setzte. Der Sport-Club gewann nach guter Leistung über zunächst 90, dann 120 Minuten, am Ende verdient im Elfmeterschießen gegen die Gäste aus Sachsen – und steht damit im Halbfinale des prestigeträchtigen Pokalwettbewerbs.

Kaum hatte Schiedsrichter Florian Stahl die Partie freigegeben, zeigte der Sport-Club in welche Richtung es heute gehen sollte: nämlich immer auf das Tor des Tabellensechsten der Bundesligastaffel Nord/Nordost. Nach gerade einmal drei gespielten Minuten tauchte Till Mühlethaler erstmals von RB-Torwart Fabian Eutinger auf, der den etwas zu unpräzisen Schuss des SC-Stürmers parieren konnte. Beim nächsten Versuch der Breisgauer hätte Eutinger wohl das Nachsehen gehabt, der stramme Schuss von Pipo Fahrner krachte jedoch gegen die Latte (9.), Amney Moutassime zielte in der 20. Minute etwas zu hoch.

Den ersten starken zwanzig Minuten des Sport-Club folgten bis zur Pause fünfundzwanzig sehr ordentliche. Mika Baur (32.), Mühlethaler (34.), Gabriel Pellegrino (40., 41.) und Felix Allgaier (44.) schraubten das Chancenverhältnis auf 8:0 hoch, ein Tor wollte jedoch nicht fallen. „Wir haben das sehr ordentlich gemacht“, sagte auch SC-Trainer Valente. „Bis zum Gegentor haben wir alles komplett im Griff gehabt, keine Chance für RB Leipzig zugelassen.“

Rückstand wider dem Spielverlauf

Tatsächlich fiel das 0:1 aus Freiburger Sicht völlig überraschend. Die Gäste aus Sachsen hatten in der 50. Spielminute den ersten Torschuss zu verbuchen, der Versuch von Daniel Krasucki aus der Distanz stelle Mack jedoch nicht vor allzu gravierende Probleme. Gefährlicher blieb nämlich der Sport-Club, der zunächst durch Fahrner (46.), dann durch Baur (55.) zweimal nur knapp verfehlte. In der 61. Minute jubelten dann dennoch die Gäste. Nach einem präzisen langen Pass auf den einlaufenden Robin Friedrich, nahm dieser den Ball gut mit und zielte scharf ins lange Eck zur äußerst schmeichelhaften Führung für Leipzig.

„Nach dem Treffer hatten wir eine kurze Schwächephase, fünf, zehn Minuten“, sagte Valente nach dem Spiel, in dem er seine Mannschaft aber über die restliche Zeit sehr souverän gesehen hatte. „Wir hatten unseren Matchplan, den haben wir voll umgesetzt.“ Der Gegentreffer gehörte sicherlich nicht zum Plan, aber es dauerte nur etwa acht Minuten bevor der Sport-Club gleich drei Mal in einem Angriff zum aussichtsreichen Abschluss kam: Fahner, der eingewechselte Daniel Au Yeong und Baur konnten den Ball jedoch nicht im Tor unterbringen.

Anders dann Amney Moutassime, der einen Freistoß kurz vor der Leipziger Strafraumgrenze, zentrale Position, dorthin schlenzte, wo, wie die Brasilianer sagen, die Eulen schlafen – ins rechte Kreuzeck (79.). Es war der völlig verdiente Ausgleich, dem noch zehn Minuten folgten, in denen beide Mannschaften erste Müdigkeitserscheinungen zeigten und ihre Fehler machten. Der Sport-Club blieb die bestimmende Mannschaft, außer einem nicht voll getroffenen Schussversuch vom starken Robert Wagner (82.) wurde es aber hüben und drüben nicht mehr gefährlich.

Drei gehaltene Elfmeter am dritten Advent

Auch in der Verlängerung zeigte sich der Bundesligist aus dem Südwesten spielerisch reifer und besser, richtige Abschlüsse kamen aber kaum noch zustande. Folgerichtig war es das Elfmeterschießen, das über den Einzug ins Halbfinale entscheiden musste. Die Hauptrollen übernahmen dabei die beiden Torhüter. Zunächst gelang es Mack den ersten RB-Schuss zu parieren, so dass der Sport-Club nach zwei Schützen mit 2:1 führte.

Es folgte Parade auf Parade, die nächsten vier Schützen mussten sich jeweils den Keepern zwischen den Pfosten geschlagen geben. Mack und Eutinger ahnten die Ecken, sprangen spektakulär. Als der RB-Keeper dann aber nach dem Ball von Au Yeong hechtete und diesen nicht erreichen konnte, war das Spiel entschieden. „Es freut mich sehr für Laurin, dass er sich heute so belohnt hat, drei gehaltene Elfmeter ist natürlich toll“, freute sich Valente für seinen Torwart und über den hoch verdienten Einzug ins Halbfinale.

Dort warten der VfB Stuttgart, Bayern München und Borussia Dortmund. Der Gegner für die Partie im März 2022 steht noch nicht fest. Für die A-Junioren geht es jetzt erstmal in die Weihnachtspause, bevor Mitte Januar das Training im neuen Jahr wieder beginnt. Zunächst ohne Sahnehäubchen, aber mit mächtig Selbstbewusstsein.

Jonas Wegerer

Stenogramm

Sport-Club Freiburg: Mack – Allgaier, Pfauser, Gallego, Fahrner (107. Echner) – Mertz, Wagner, Baur (113. Birk) – Pellegrino (46. Au Yeong), Moutassime – Mühlethaler (77. Bleise)

 
Trainer: Federico Valente 
  

RB Leipzig: Eutinger, Madsen, Pfenning, Lelle, Ihrendu (46. Klefisch), Krasucki (63. Köhl, 117. Freischlad), Ibrahimi (81. Winter), Kostka, Voigt, Smorgol, Friedrich

 
Trainer: Robin Peter 
  
Tore: 0:1 Friedrich (61.), 1:1 Moutassime (79.) 
Elfmeterschießen:

1:0 Birk
1:0, Mack hält gegen Smorgol
2:0 Wagner
2:1 Pfenning
2:1, Eutinger hält gegen Moutassime
2:1, Mack hält gegen Freischlad
2:1, Eutinger hält gegen Pfauser
2:1, Mack hält gegen Klefisch
3:1 Au Yeong

 
Gelb-Rote Karten: 
Rote Karten: 
Schiedsrichter: Florian Stahl 
Zuschauer: 300 

 

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