Knappe Niederlage im ersten Test
Im ersten Vorbereitungsspiel der neuen Saison unterliegen die SC-Frauen dem FC Basel mit 0:1 (0:1).
Heiß und sonnig war es im Wutachstadion – rund 35 Grad und blauer Himmel boten für die rund 400 Fans in Lauchringen zwar bestes Fußballwetter, auf dem Platz merkte man aber beiden Teams die Hitze an. Am Ende musste sich der Sport-Club den Schweizer Gästen zwar knapp mit 0:1 geschlagen geben, „gute Erkenntnisse bot der Test für die weiteren Vorbereitungswochen aber dennoch“, so Marco Konrad, neuer Cheftrainer der Freiburgerinnen.
Konrad schickte in beide Halbzeiten bunt gemischte Teams, gab auch Amelie Schmitz, Luisa Jansen, Emilia Grund und Laura Ernst von den Freiburger U20-Frauen Spielpraxis. Im Gegenzug musste das SC-Trainerteam aber auch auf neun Bundesliga-Spielerinnen verzichten: Laura Benkarth (schwanger), Ingibjörg Sigurdardottir (schwanger), Zoe Schick (Kreuzbandriss), Tessa Blumenberg (Reha), Lisa Kolb (Belastungssteuerung), Luca Birkholz (Belastungssteuerung), Mia-Lena Maas, Emma Memminger sowie Maj Schneider (alle bei der U19-EM) standen nicht zur Verfügung.
Verhaltener Beginn, Führung für Basel
„Unabhängig vom Ergebnis wollten wir heute in die Umsetzung unserer Ideen kommen, die wir in den vergangenen Tagen erarbeitet haben“, sagte Konrad nach Spielschluss. „Das ist uns über weite Strecken gelungen, auch wenn wir Basel insbesondere in der ersten Hälfte zu viele Möglichkeiten überlassen haben.“
Der Sport-Club startete druckvoll in die Partie, fand aber in der Anfangsviertelstunde noch nicht konsequent vors Tor des FC Basel. Die beste Chance verzeichneten die SC-Frauen nach 16 Minuten: Selina Vobian bediente mit einem schönen Steckpass Carina Brunold, die per Lupfer allerdings knapp am Basler Tor vorbeizielte.
In der Folge plätscherte die Begegnung ein wenig vor sich hin, ehe Basel mit einem Lattenschuss aus der Distanz für den nächsten gefährlichen Abschluss sorgte (25.). In der Phase dominierten die Schweizerinnen die Partie, setzten den SC-Frauen vor allem körperlich zu – und belohnten sich mit dem einzigen Tor des Tages: Lina von Schrader konnte zunächst noch parieren, den Nachschuss schob Jacqueline Hand dann aus kurzer Distanz ein (30.) Nur Sekunden später bot die Freiburger Hintermannschaft den Baselerinnen mit einem zu kurz geratenen Rückpass die nächste Chance, die der FCB allerdings nicht zu nutzen wusste.
Ojukwus Ausgleich zählt nicht
„Wir müssen definitiv weiter an den grundlegenden Dingen arbeiten, vor allem in Sachen Ballsicherheit müssen wir noch besser werden“, so Konrad. Mit der zweiten Halbzeit zeigte sich der Freiburger Trainer dann zufriedener: „Wir haben den Gegner zu Fehlern gezwungen, waren dominanter und haben das Spiel selbst mehr gestaltet.“
Die neu in die Partie gekommene Nia Szenk suchte mit einer Hereingabe die ebenfalls eingewechselte Alena Bienz, die am zweiten Pfosten aber knapp verpasste. Ein Tor gelang dem Sport-Club in seiner Drangphase dann aber doch noch: Nicole Ojukwu verwandelte einen Freistoß aus rund 25 Metern sehenswert ins linke untere Eck – den Treffer nahm der Schiedsrichter allerdings zurück, er hatte den Ball zuvor wohl noch nicht freigegeben (60.).
In der Folge drängte der Sport-Club immer mehr Richtung Basler Kasten, noch waren die Hereingaben und Abschlüsse aber zu unpräzise. „Wir wären natürlich gerne mit einem Sieg in die Vorbereitung gestartet, dennoch hänge ich das Ergebnis von heute nicht zu hoch. Wir konnten vieles auf den Platz bringen, was wir uns vorgenommen haben, wissen aber auch, woran wir noch arbeiten müssen. Gerade mit Ball brauchen wir zukünftig eine andere Qualität“, bilanzierte Konrad seinen ersten Auftritt an der Seitenlinie.
Am kommenden Samstag folgt der nächste Test. Dann sind die SC-Frauen in der Swissporarena beim FC Luzern zu Gast. Anstoß in der Schweiz ist um 17 Uhr.
Niklas Batsch
Foto: SC Freiburg
Aufstellung SC Freiburg: Reimann (30. von Schrader, 60. Barth) – Scherer (46. Szenk), Ernst (46. Axtmann), Stierli (46. Jansen), Karl (46. Vojteková) – Acikgöz (60. Hebben), Hebben (46. Felde), Ojukwu (60. Scherer, 85, Karl) – Arfaoui (60. Schmitz), Brunold (45. Grund), Vobian (46. Bienz)
