Deutlicher Sieg im zweiten Test
Die Bundesliga-Frauen des Sport-Club testeten am Samstagabend beim Schweizer Erstligisten FC Luzern und feierten einen klaren 5:1-Erfolg (2:1). Neben Selina Vobian, Lisa Karl und Luca Birkholz traf U20-Spielerin Johanna Putzer doppelt.
Im Zuge der Luzerner Saisoneröffnung testeten zunächst die Schweizer Männer gegen St. Truiden, ehe die Luzernerinnen den Sport-Club zum Duell baten. Ausgetragen wurde das zweite Freiburger Vorbereitungsspiel in der thermoplan arena – zwar vor majestätischer Bergkulisse, jedoch inklusive mehrfacher heftiger Gewitterzellen, die über die rund 2000 Zuschauer/innen hinwegzogen.
„Es war insgesamt eine gute Leistung gegen einen etwas leichter zu bespielenden Gegner als in der vergangenen Woche“, bilanzierte SC-Coach Marco Konrad nach dem 5:1-Sieg. „Dementsprechend können wir auch an diesem Wochenende das Ergebnis richtig einordnen.“ Laura Benkarth (schwanger), Ingibjörg Sigurdardottir (schwanger), Zoe Schick (Kreuzbandriss), Tessa Blumenberg (Reha), Alena Bienz (Belastungssteuerung) standen beim Gastspiel in der Schweiz nicht zur Verfügung. Mia-Lena Maas, Emma Memminger sowie Maj Schneider genossen nach der U19-Europameisterschaft zudem noch einige freie Tage. Dafür durften sich mit Laura Ernst, Luisa Jansen, Emilia Grund und Johanna Putzer erneut vier Spielerinnen aus der U20 präsentieren.
Zum Anpfiff klarte das wechselhafte Wetter etwas auf, der Sport-Club startete schwungvoll über die linke Angriffsseite und Amira Arfaoui setzte mit ihrem Abschluss das erste Ausrufezeichen. Wenige Minuten später verpasste erneut der Freiburger Sommer-Neuzugang nur denkbar knapp, zuvor war eine Eckball-Kombination von Sabah Seghir und Nicole Ojukwu vorausgegangen (7.).
Luzern geht in Führung, Vobian egalisiert vom Punkt
Mit dem ersten eigenen Angriff waren es jedoch die Gastgeberinnen, die in Führung gingen: Nach rund neun Minuten nahm sich Francesca Studer ein Herz und schlenzte den Ball unhaltbar von der Strafraumkante ins linke obere Toreck. Lange liefen die Freiburgerinnen dem Rückstand aber nicht hinterher: Ilayda Acikgöz wurde im Luzerner Strafraum klar zu Fall gebracht, den fälligen Elfmeter verwandelte Selina Vobian souverän (13.).
In der Folge wurde der Sport-Club aktiver, ließ den Ball schneller laufen und brachte die Gastgeberinnen in Bewegung. Einziger Wermutstropfen: Allzu viele Torabschlüsse erarbeitete sich das Team von Marco Konrad noch nicht. Nach 24 Minuten setzte Nia Szenk erneut die umtriebige Arfaoui in Szene, erneut landete der Ball aber knapp neben dem Kasten. Und zehn Minuten später versuchte es Szenk aus der Distanz selbst – ebenfalls, ohne die Luzerner Schlussfrau in größte Gefahr zu bringen.
Der Freiburger Druck erhöhte sich vor der Pause aber nochmals: Eine weitere Sabah-Ojukwu-Ecken-Kombination kullerte durch den Strafraum, erst über Umwege konnte Luzern klären. Wenig später spielte Ojukwu dann aber aus der Zentrale einen Traumpass auf die startende Lisa Karl, die cool zur 2:1-Führung einschob (43.).
„Unser Fokus lag heute auf dem Spiel mit Ball. Wir wollten in Abläufe und Positionierungen kommen, Mechanismen entwickeln“, sagt Konrad. „In den nächsten Einheiten wollen wir perspektivisch weiter an unserer Defensivarbeit und unserem Umschaltspiel arbeiten.“
Putzer schnürt Doppelpack
Pünktlich mit Pausenpfiff fegte ein weiterer Gewitterschauer über das Feld, sodass die zur zweiten Halbzeit vollständig durchgewechselte Elf tropfnass startete. Das änderte aber nichts an der Tatsache, dass der SC auch den zweiten Durchgang druckvoll begann – und sich direkt belohnte. Nach drei Minuten schlug Lisa Kolb einen Flankenball und fand damit U20-Kickerin Johanna Putzer, die aus kurzer Distanz auf 3:1 erhöhte (49.).
Der Starkregen bremste zwar ein wenig den Spielfluss, die Freiburger Angriffslust verspürte man aber zu jeder Sekunde: Während zwei Eckbälle in der 54. und 60. Minute zunächst verpufften, saß der dritte Versuch in Minute 70. Die Hereingabe von Jana Vojteková fand punktgenau den Kopf von Luca Birkholz, die problemlos auf 4:1 erhöhen konnte.
Von Luzern wurde die Freiburger Hintermannschaft im zweiten Durchgang nur selten geprüft – und wenn war die SC-Defensive zur Stelle. Auf der Gegenseite belohnte sich der Sport-Club für einen engagierten Auftritt sogar noch mit einem fünften Treffer: Im Strafraum kam zunächst Birkholz ins Straucheln, die Kugel fand dann aber den Weg zu Putzer im Rückraum, die zum 5:1-Endstand einschoss.
„Positiv zu sehen war auf jeden Fall, wie gewillt das Team war, viele Torchancen herauszuspielen. Hier sehe ich schon nach wenigen Tagen einen klaren Schritt nach vorne, auf den wir in den kommenden Wochen aufbauen wollen“, so der Freiburger Coach. Zuvor stehen für die SC-Frauen aber erst ein paar freie Tage mit individuellen Belastungseinheiten an. Zum nächsten Teamtraining begrüßt Marco Konrad am kommenden Freitag, 24. Juli, ehe am Dienstag, 28. Juli, das dritte Testspiel wartet. Dann ist der Sport-Club beim FC Zürich zu Gast.
Niklas Batsch
Fotos: SC Freiburg
Aufstellung SC Freiburg: Barth (46. von Schrader) – Szenk (46. Scherer), Axtmann (46. Ernst), Stierli (46. Jansen), Karl (46. Vojteková) – Acikgöz (46. Hebben), Ojukwu (46. Felde) – Arfaoui (46. Kolb, 70. Grund) – Vobian (46. Simmen) – Seghir (46. Putzer) – Brunold (46. Birkholz)
