Mit letzter Konsequenz ins Flutlichtspiel
Die SC-Frauen eröffnen am Freitagabend den 20. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Anstoß gegen den 1. FC Nürnberg ist um 18.30 Uhr im Dreisamstadion (live bei DAZN und MagentaSport sowie im Hörfunk bei baden.FM).
Die Länderspielpause ist beendet, für die Freiburgerinnen stand in dieser Woche eine kurze Vorbereitungszeit auf das Freitagabendspiel gegen den 1. FC Nürnberg an. Bis auf Julia Stierli, die sich im WM-Qualifikationsspiel gegen Nordirland eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte, standen alle anderen Nationalspielerinnen unter der Woche wieder auf dem Trainingsplatz – mit Svenja Fölmli (drei Scorer) und Luca Birkholz (vier Scorer) insbesondere zwei, die sich zuletzt bei ihren Nationalteams sehr erfolgreich gezeigt haben: „Ich habe mich für beide sehr gefreut. Für uns ist es natürlich gut, wenn die Mädels mit viel Selbstvertrauen aus der Länderspielpause zurückkommen“, sagt Edmond Kapllani. „Beide hatten schon ihre Momente bei uns, ich hoffe aber, dass diese Spiele ihnen nochmal einen Push geben“, so der SC-Trainer.
Während elf Freiburgerinnen in den vergangenen Tagen international gefordert waren, trainierte ein kleiner SC-Tross an der Schwarzwaldstraße: „Wir haben viel individuell und fußballerisch gearbeitet. Da geht es vor allem um Wiederholungen von Kleinigkeiten, die uns Woche für Woche das Leben schwer machen“, gibt Kapllani Einblick in die derzeitigen Trainingseinheiten. „Der Fokus lag unter anderem auf Passspiel, Vororientierung, Abschlüssen und Flanken – da haben wir einfach noch Verbesserungspotenzial.“
Abzurufen gilt es das am Freitagabend gegen den 1. FC Nürnberg. Die Gäste aus Franken rangieren derzeit auf dem elften Tabellenplatz mit acht Zählern Abstand zum Sport-Club. Dennoch warnt Kapllani: „Nürnberg ist eine unangenehm zu bespielende Mannschaft. Sie haben unter Beweis gestellt, dass sie jedem Gegner Probleme bereiten können. Das haben wir im Hinspiel am eigenen Leib erfahren.“
Im Herbst unterlag der Sport-Club im Max-Morlock-Stadion mit 2:3 – und konnte darüber hinaus in allen bisherigen drei Bundesliga-Aufeinandertreffen noch nie gegen Nürnberg gewinnen. Nicht nur deshalb sagt der Freiburger Coach: „Wir werden Nürnberg vollkommen ernst nehmen. Wir treffen auf einen spiel- und abschlussstarken Gegner, der sich höchst effizient vor dem Tor zeigt. Unsere Aufgabe ist es, an die absolute Leistungsgrenze zu gehen, um am Freitagabend dreifach punkten zu können.“
Nach dem 1:1-Remis zu Hause gegen Union Berlin und der 0:3-Auswärtsniederlage bei der Frankfurter Eintracht soll nun endlich wieder ein Sieg folgen. „In dieser Liga muss man in jedem Spiel hundert Prozent Leistung abrufen“, weiß Kapllani. „Wir brauchen gegen jeden Gegner Konsequenz und Leidenschaft in allen Aktionen und müssen in den richtigen Momenten voll da sein. Kleine Fehler werden bereits schnell bestraft. Die müssen wir abstellen und selbst noch hungriger werden.“
Weiterhin keine Optionen für Freitagabend sind Ally Gudorf (Ausfall aus persönlichen Gründen) und Laura Benkarth (muskuläre Probleme). Einsätze von Sarah-Lisa Dübel (Aufbautraining nach Schulterverletzung), Julia Stierli (Aufbautraining nach Gehirnerschütterung) und Tessa Blumenberg (Kniebeschwerden) sind noch fraglich.
Niklas Batsch
Foto: Silas Schüller (DeFodi Images)
