In Hamburg mit mehr Überzeugung auftreten
Die SC-Frauen treffen am Sonntagmittag auswärts auf den Hamburger SV. Anstoß im Volksparkstadion ist um 14 Uhr (live bei DAZN und MagentaSport sowie im Hörfunk bei baden.FM).
Den ersten Pflichtspielauftritt im neuen Jahr hatten sich die Freiburgerinnen anders vorgestellt. Am vergangenen Wochenende unterlag das Team von Edmond Kapllani mit 0:1 beim 1. FC Köln. „Wir wussten, dass uns in Köln ein schwieriges Spiel erwarten würde. Dennoch waren wir nicht präsent genug, die Überzeugung hat so ein bisschen gefehlt“, hadert der Freiburger Coach.
„Der Spielverlauf war natürlich sehr unglücklich: Wir verpassen selbst die Führung, gehen dann durch einen Elfmeter in Rückstand, bekommen einen Platzverweis und verpassen den Last-Minute-Ausgleich. Wir haben darüber gesprochen, die Partie analysiert und abgehakt. In Hamburg wollen wir auf jeden Fall anders auftreten.“
Am Sonntag wartet zum Jahresbeginn das zweite Auswärtsspiel in Folge. Rund 800 Kilometer trennen den südlichsten und nördlichsten Klub dieser Bundesliga-Spielzeit. Die lange Rückfahrt will Kapllani mit drei Punkten im Gepäck antreten: „Vor allem in den Heimspielen treten wir immer mit viel Selbstbewusstsein und Überzeugung in den Aktionen auf. Das müssen wir auch auswärts auf den Platz bringen. In Hamburg wollen wir mehr Präsenz in unserem Spiel zeigen und die Partie für uns entscheiden.“
Unterschätzen wird der SC-Trainer die Hanseatinnen trotz des auf dem Papier deutlichen 6:2-Erfolgs in der Hinrunde keinesfalls. „Das Ergebnis entsprach nicht ganz dem Spielverlauf und war auch ein bisschen zu hoch“, weiß Kapllani. „Mit dem 2:1-Heimsieg gegen Essen im Rücken werden wir auf ein hochmotiviertes Team treffen, das sich weiter aus der Abstiegszone befreien will.“ Der Heimsieg im direkten Kellerduell hat den HSV am vergangenen Wochenende wieder über die beiden Abstiegsplätzen klettern lassen.
„Wir müssen uns vor allem auf eine qualitativ gute und schnelle Hamburger Offensive vorbereiten. Gleichzeitig wollen wir auch unser Spiel auf den Platz bringen und fokussiert auftreten“, fordert der Freiburger Trainer. „Uns erwartet in der kommenden Woche das Topspiel gegen den FC Bayern – dafür wollen wir uns schon an diesem Wochenende ein gutes Gefühl und Selbstvertrauen abholen.“
Ab 14 Uhr rollt der Ball am Sonntagmittag in Hamburg – in einem Stadion, das der ehemalige Profi noch bestens kennt: „Das Volksparkstadion habe ich aus meiner aktiven Zeit noch gut in Erinnerung, die Begegnungen dort aber leider nicht. Als Spieler konnte ich in Hamburg nicht gewinnen, daher bin ich nun als Trainer doppelt motiviert. Uns erwartet eine laute Kulisse in einer tollen Arena, auf die sich die Mädels freuen sollen. Diese Stimmung wollen wir einerseits genießen, aber andererseits auch als Motivation nutzen, um erfolgreich zu sein.“
Die Personalsituation dürfte den SC-Coach vor der Auswärtsreise in die Hansestadt positiv stimmen: Bis auf Ally Gudorf (Ausfall aus persönlichen Gründen auf unbestimmte Zeit) und Nia Szenk (Sperre nach gelb-roter Karte) stehen alle Freiburgerinnen für die Partie beim HSV zur Verfügung.
Niklas Batsch
Foto: Stephan Eckenfels

