„Wir wissen, woran wir noch arbeiten müssen“
Halbzeit in der U20-Wintervorbereitung: Wir haben mit Trainer Fabian Gerdts und Kapitänin Johanna Hebben über die erste Hälfte der Vorbereitungszeit der Freiburger Zweitvertretung gesprochen.
Wie groß war bei euch die Vorfreude nach der Winterpause, wieder auf dem Platz zu stehen?
Fabian Gerdts: Wir waren alle sofort wieder topmotiviert und haben bereits einige engagierte Einheiten hinter uns. Mit dem Start bin ich auf jeden Fall zufrieden, wir konnten einige neue Elemente für die Rückrunde auf den Platz bringen und wollen nun weiter an den Inhalten arbeiten.
Johanna Hebben: Die Vorfreude auf den Restart war natürlich sehr groß, da ich vor der Winterpause verletzungsbedingt nicht mit der Mannschaft trainieren konnte. Umso schöner ist es, dass es jetzt endlich wieder losgeht.
Das erste Mal im neuen Jahr standest du aber gar nicht bei uns, sondern als eine von sieben Freiburgerinnen bei der U17-Nationalmannschaft vom DFB auf dem Platz – im spanischen Wintertrainingslager. Wie war’s?
Hebben: Wir haben die Zeit im Trainingslager gut genutzt, um intensiv zu trainieren und gemeinsam wieder in den Rhythmus zu kommen. Es war schön, die Mädels und das gesamte Team wiederzusehen. Das 2:2 im Test gegen die USA hat uns bestärkt. Es war ein Spiel, in dem wir die nächsten Schritte gehen konnten.
Du warst schon bei uns in der U17 Kapitänin, bist es auch beim DFB und seit dieser Saison auch in unserer U20. Was bedeutet dir diese Rolle und wie füllst du sie aus?
Hebben: Mir gefällt das Amt als Kapitänin sehr gut. Ich mag es, Verantwortung zu übernehmen. So kann ich meine Mitspielerinnen sowohl auf als auch neben dem Platz noch mehr unterstützen und motivieren.
Wie bewertet ihr die Hinrunde in der Regionalliga? Was hat da gut funktioniert, wo hattet ihr aber auch noch Probleme?
Hebben: Ehrlicherweise haben wir nicht ganz das erreicht, was wir uns vor der Saison vorgenommen hatten. Dennoch gehen wir optimistisch in die Rückrunde, weil wir ganz genau wissen, woran wir noch weiter arbeiten müssen.
Gerdts: Wir haben zu Beginn der Vorbereitung viel an der Technik gefeilt und dann den Fokus auf spielerische Lösungen gesetzt. Wir wollen den nächsten Schritt gehen, um unter höchstem Zeit- und Gegnerdruck zu performen. Dadurch, dass wir das jüngste Team der Regionalliga sind, wollen und müssen wir weiter an unserer Intensität und Zweikampfführung arbeiten. Es wird auch darum gehen, in der Rückrunde noch mehr Konstanz zu zeigen.
Wie ordnet ihr die beiden bisherigen Testspiele der Wintervorbereitung ein?
Gerdts: Die Bilanz ist mit einem Sieg und einer Niederlage erst einmal in Ordnung, weil wir in beiden Spielen auch ähnlich gute Spielphasen hatten. Wir waren aktiv und dominant, wurden aber gegen Aarau für unsere Fehler schnell bestraft. Es ist ein Prozess, den wir in den kommenden Wochen weiter vorantreiben wollen.
Hebben: Es ist natürlich immer ein gutes Gefühl, mit einem Sieg ins neue Jahr zu starten. Auch wenn das zweite Spiel vom Ergebnis nicht das war, was wir uns erhofft hatten, konnten wir aus beiden Tests positive Impulse mitnehmen.
Mit welcher Zielsetzung geht ihr in die Rückrunde?
Hebben: Wir haben uns vorgenommen, bei jedem Spiel unser fußballerisches Können zu zeigen, um nochmal so viele Punkte wie möglich zu sammeln.
Gerdts: Wir starten am 22. Februar mit einem Heimspiel gegen Frankfurt. Bis dahin wollen wir noch intensiv trainieren und dann ein richtig gutes Auftaktspiel zeigen.
Interview: Niklas Batsch
Foto: Stephan Eckenfels

