Unglückliche Niederlage in Unterzahl

Frauen & Mädchen
24.01.2026

Die Frauen des SC Freiburg haben ihr erstes Spiel nach der Winterpause in der Google Pixel Frauen-Bundesliga beim 1. FC Köln mit 0:1 (0:1) verloren. Martina Wiankowska (43.)  traf für die Rheinländerinnen per Handelfmeter. Luca Birkholz (90.+1) verpasste den späten Ausgleich, als sie ebenfalls per Strafstoß an der Kölner Torhüterin scheiterte.

Mit einem 3:0-Heimsieg gegen den SV Werder Bremen hatte sich der Sport-Club im Dezember als Tabellensechster in die Winterpause verabschiedet. Nach zwei Wochen Vorbereitungszeit starteten die SC-Frauen beim 1. FC Köln mit dem ersten von zwei Auswärtsspielen in Folge ins neue Jahr.

Auf die ersten Punkte müssen die SC-Frauen nach der knappen und auch unglücklichen Niederlage noch warten, obwohl sich der Sport-Club in Köln trotz Unterzahl noch die späte Chance auf einen Punktgewinn erarbeitet hatte.

„Es war wie erwartet ein sehr umkämpftes Spiel. Meine Mannschaft hat das gut angenommen, auch wenn ich mir mehr eigene Chancen zur Führung gewünscht hätte“, sagte Edmond Kapllani. „Dass der FC irgendwann auch ins Spiel kommt, war zu erwarten. Gerade als wir uns etwas vom Druck befreit hatten, kam der Elfmeter und die Führung für Köln“, so der SC-Trainer. „Nach der Pause wollten wir unsere Chancen nach vorne besser nutzen. Dann kam die Gelb-Rote Karte. Trotzdem hätte ich meiner Mannschaft gewünscht, dass wir am Schluss vielleicht noch einen Punkt mitnehmen.“

SC-Kapitänin Karl mit Jubiläumsspiel

SC-Kapitänin Lisa Karl, die in dieser Saison bisher immer zur Startformation gezählt und sämtliche mögliche Spielminuten absolviert hatte, bestritt in der Domstadt ihr 200. Pflichtspiel für den SC Freiburg.

Beim Sport-Club fehlten Ally Gudorf (Ausfall aus persönlichen Gründen auf unbestimmte Zeit) und Sophie Nachtigall (Aufbautraining). Gegenüber dem letzten Punktspiel rückten mit Verteidigern Ingibjörg Sigurðardóttir sowie den Angreiferinnen Lisa Kolb und Svenja Fölmli drei Spielerinnen neu in die Startelf.

Durch ein Spalier aus Funkenmariechen, die Vorbotinnen des nahenden Karnevals, liefen beide Mannschaften ins Franz-Kremer-Stadion ein. Die Partie begann ausgeglichen, beide Teams versuchten durch schnelles, direktes Kombinationsspiel zu ersten Möglichkeiten zu kommen. Dies gelang in der Anfangsviertelstunde aber auf beiden Seiten nicht. Den guten Freiburger Ansätzen fehlte noch die Präzision bei den letzten Bällen.

Der Sport-Club, der hoch stand und früh presste, erarbeitete sich mehr Spielanteile – und folgerichtig auch die erste Möglichkeit. Ein Schuss von Fölmli (22.) aus der Drehung ging über die Querlatte. Kurz darauf verfehlte Nicole Ojukwu mit einem Distanzschuss das Kölner Tor. Defensiv standen die Freiburgerinnen stabil. Ein von Sigurðardóttir noch abgeblockter Schuss von Anna-Lena Stolze war nach einer halben Stunde der erste Abschluss der Rheinländerinnen.

Glückliche Kölner Pausenführung

Auf der anderen Seite hatte Leela Egli (34.) kurz darauf nach einer flachen Hereingabe von Meret Felde das Führungstor auf dem Fuß. Den Schuss der freistehenden Schweizerin konnte FC-Torhüterin Irina Fuchs jedoch abwehren. Ebenso wie SC-Torhüterin Laura Benkarth den ersten Kölner Schuss auf das Tor durch Sara Agrez (40.). In der Schlussphase der ersten Halbzeit wurden die Gastgeberinnen etwas druckvoller.

Dass der 1. FC Köln mit einer Führung in die Pause gehen konnte, kam aus Freiburger Sicht auch unglücklich zustande. Eine Hereingabe von Sandra Jessen sprang SC-Verteidigerin Greta Stegemann beim Abwehrversuch an den Arm. Schiedsrichterin Lara Wolf entschied auf Elfmeter, den Martina Wiankowska (43.) verwandelte, obwohl Benkarth in die richtige Ecke abgetaucht war.

Den Gegentreffer kurz vor der Pause galt es für den Sport-Club mit dem Wiederanpfiff abzuhaken. Allerdings blieben die Kölnerinnen druckvoll und kamen auch zur ersten Torchance nach der Pause. Nach einem langen Ball in den SC-Strafraum ging der Schuss von Jessen (50.) knapp am langen Pfosten vorbei. Für die SC-Frauen verfehlte kurz darauf Egli (52.) das Kölner Tor aus der Distanz. Nach einer Stunde verzeichneten die Rheinländerinnen mehr Ballbesitz. Der Sport-Club versuchte, sich Chancen auf den Ausgleich zu erarbeiten, tat sich dabei gegen die kompakt verteidigenden Gastgeberinnen aber schwer.

Unterzahl nach Ampelkarte für Szenk

Und unmittelbar nachdem Trainer Kapllani mit Selina Vobian, Tessa Blumenberg und Luca Birkholz drei neue Spielerinnen in die Partie geschickt hatte, geriet der Sport-Club auch noch in Unterzahl. Die bereits in der ersten Hälfte verwarnte Nia Szenk sah nach einem erneuten Foulspiel die Gelb-Rote Karte (65.).

Trotzdem hielten die SC-Frauen weiter dagegen und blieben gut in der Partie. Für die Kölnerinnen setzte Martyna Wiankowska (76.) einen weiteren Distanzschuss am langen Pfosten vorbei. In der Schlussphase hielt zunächst Benkarth ihr Team im Spiel, als sie gegen die frei vor ihr aufgetauchte Jessen abwehrte (84.). Der Kölner Druck hatte wieder zugenommen, weitere Gelegenheiten waren die Folge. „Wir hatten in Unterzahl auch Glück, dass wir nicht ein weiteres Gegentor bekommen haben“, so Edmond Kapllani. „Trotzdem hat die Mannschaft bis zum Ende an sich geglaubt.“

Birkholz verpasst späten Ausgleich

Zunächst war es dem Sport-Club dabei trotz aller Bemühungen aber nicht gelungen, zu einer klaren Ausgleichchance zu kommen. Bis die Nachspielzeit angebrochen war, Lisa Karl noch einmal im Kölner Strafraum auftauchte und Torhüterin Fuchs mit einem Foulspiel an der SC-Kapitänin einen Elfmeter verursachte. Birkholz (90.+1) trat zur Ausführung an, verpasste aber den späten Ausgleich, da die Kölner Keeperin abwehren konnte.

So blieb den SC-Frauen in der Domstadt ein spätes Happy End verwehrt, das zumindest noch einen Auswärtszähler und den ersten Punktgewinn im neuen Jahr bedeutet hätte. Auch die zweite Partie in diesem Jahr bestreitet der SC Freiburg auswärts. Am 16. Bundesliga-Spieltag sind die SC-Frauen am Sonntag, den 1. Februar (14 Uhr) beim Hamburger SV zu Gast.

Dirk Rohde

Foto: Mario Hommes (DeFodi Images)

Stenogramm

1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt (64. Matysik), Degen (90.+4 Bohnen), Agrez, Wiankowska – Vogt, Feiersinger – Donhauser (82. Leimenstoll), Hasenauer (64. Zawistowska), Stolze (64. Bremer) – Jessen 
Trainer: Britta Carlson 
Bank: Schmitz (Tor), Imping, Andrade, Touon Mbenoun 
  
SC Freiburg: Benkarth – Szenk, Stegemann, Sigurðardóttir, Karl – Ojukwu (64. Vobian), Felde – Kolb (64. Blumenberg), Schneider (76. Bienz), Egli (69. Stierli) – Fölmli (64. Birkholz) 
Trainer: Edmond Kapllani 
Bank: Adamczyk (Tor), Maas, Schick 
  
Tore: 1:0 Wiankowska (43., HE) 
Gelbe Karten: Fuchs – Egli 
Gelb-Rote Karten: Szenk (65.) 
Rote Karten: 
Schiedsrichter: Lara Wolf (Wilhelmshafen) 
Zuschauer/innen: 1.530 

 

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