„Wir haben uns weiterentwickelt“

Frauen & Mädchen
31.01.2022

Die Wintervorbereitung der SC-Frauen ist abgeschlossen. Wir haben mit Cheftrainer Daniel Kraus über die vergangenen Testspiele, die Entwicklung des Teams und den Umzug ins Dreisamstadion gesprochen.

scfreiburg.com: Daniel, wie zufrieden bist Du mit den vergangenen vier Wochen der Wintervorbereitung?

Daniel Kraus: Ich glaube, wir sind auf einem guten Stand. Wir haben an vielen Stellschrauben drehen können und uns weiterentwickelt. Die Testspiele haben – unabhängig von den Ergebnissen – Entwicklungen gezeigt. Deshalb bin ich zufrieden und freue mich, dass es wieder losgeht.

Testspiele sind meistens von vielen Wechseln und unterschiedlichen Taktiken geprägt. Was kann man aus den Spielen vielleicht dennoch mitnehmen?

Das Basel-Spiel war sicher eines zum Reinkommen. Man hat gesehen, dass wir uns da noch in vielen Dingen schwergetan haben. Beim Zürich-Spiel haben wir uns schon deutlich im Pressing und beim Spielaufbau verbessert. Gegen Sand schießen wir drei Tore in der ersten Halbzeit und lassen uns dann von der Hektik anstecken. Am Ende haben wir Glück, dass wir Unentschieden spielen. Gegen Hoffenheim war es ein solides Spiel, bei dem wir unsere Torchancen nicht verwertet haben. Das wird das große Arbeitsfeld für diese Woche sein. Grundsätzlich waren wir aber sehr stabil im Spielaufbau und im Pressing und hatten gute Umschaltmomente. Wir wissen, an welchen Dingen wir arbeiten müssen.

Hat sich für Dich eine klare Startelf für das erste Ligaspiel am Sonntag in Frankfurt herauskristallisiert?

Im Großen und Ganzen habe ich eine Startelf im Kopf, aber es gibt immer noch ein, zwei Positionen, bei denen wir die Trainingswoche abwarten. In der Vorbereitung haben alle Spielerinnen viel Spielzeit erhalten, sodass sich alle zeigen konnten. Jede einzelne weiß auch nach den Spielen, woran sie ist: Wo stehe ich? Bin ich diejenige, die spielen sollte? Oder muss ich dafür noch ein bisschen mehr Gas geben? Ich habe eine Idee für das erste Pflichtspiel, will aber noch die Trainingswoche abwarten, um allen nochmals die Chance zu geben, sich zu zeigen.

Wer hat sich in der Wintervorbereitung besonders hervorgespielt?

Luisa Wensing hat es wirklich gut gemacht. Sie hatte in der ersten Saisonhälfte wenig Spielzeit und ist jetzt nach dem Abgang von Rebecca Knaak eingesprungen, auch weil Samantha Steuerwald länger angeschlagen ausgefallen war. Man hat gesehen, dass Luisa sich Stück für Stück weiterentwickelt hat und für mich eine der Gewinnerinnen der Vorbereitung ist. Lisa Kolb konnte viel trainieren und spielen und hat es gut gemacht, Meret Wittje hat Spielzeit gesammelt – es gibt einige, die es wirklich gut gemacht haben. Deshalb bin ich grundsätzlich auch zufrieden mit der Vorbereitung.

Der erste Gegner im neuen Jahr heißt Eintracht Frankfurt…

Wir wissen, dass Frankfurt sehr viele Nationalspielerinnen und eine sehr große Qualität hat. Trotzdem hat das Hinspiel schon gezeigt, dass wir uns nicht verstecken wollen oder müssen, sondern dass wir nach Frankfurt fahren, um ein unangenehmer Gegner zu sein. Wir wollen selbstbewusst auftreten. Diese Woche geht es nochmal darum, Abläufe zu festigen. Sowohl im Spiel mit Ball als auch im Spiel gegen den Ball. Wir müssen in Frankfurt hellwach sein und unsere Möglichkeiten nutzen, um die Eintracht zu ärgern.

In dieser Woche werdet ihr auch den Trainingsbetrieb ans Dreisamstadion verlegen. Wie froh bist du?

Sehr froh! Wir beschäftigen uns schon sehr lange mit der ganzen Thematik. Ich bin froh, dass wir schon Ende des letzten Jahres unsere Pflichtspiele im Dreisamstadion durchführen konnten. Und für uns als Mannschaft und als Abteilung ist es ein extrem wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wenn man sieht, wie sich der Frauenfußball entwickelt, müssen wir deutliche Schritte nach vorne machen. Mit dem Dreisamstadion setzt der Verein ein sehr sichtbares Zeichen. Das ist ein sehr traditionsreicher Standort, an dem wir nochmal richtig Luft holen und Schwung bekommen können. Infrastrukturell haben wir jetzt bessere Möglichkeiten mit einem sehr guten Trainingsplatz, Krafträumen und Regenerationsmöglichkeiten. Es ist ein maximal notweniger Schritt in Richtung Professionalisierung, da gibt es keine zwei Meinungen. Wir wollen diese Heimat, auf die wir lange hin gefiebert haben, nun zu unserer Heimat machen.

Wie schnell wird man die professionellen Strukturen merken können?

Für uns geht es in erster Linie um die Trainingsplatz-Qualität, kurze Wege zu Krafträumen und Regeneration. Das gibt uns ganz andere Möglichkeiten, auch individuell zu trainieren. Wir sind sehr viel flexibler, was die Trainingsgestaltung betrifft. Ich denke, das wird sich schon auf die Spielerinnen auswirken. Und es macht auch einen mentalen Unterschied, ob man als Spielerin des SC Freiburg ins Schönbergstadion oder ins Dreisamstadion fährt. Das hat auch etwas mit Selbstbewusstsein und Außenwahrnehmung zu tun. Jetzt liegt es an uns, das mit Leben zu füllen.

Interview: Niklas Batsch

Foto: SC Freiburg

 

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