SC Freiburg beteiligt sich an Erinnerungstag

Nachhaltigkeit
23.01.2026

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit. Jedes Jahr rund um diesen Tag gedenkt der deutsche Fußball gemeinsam mit der Initiative „Nie wieder“ an den Spieltagen um den 27. Januar 2026 der im Nationalsozialismus verfolgten, deportierten und ermordeten Menschen. Auch der SC Freiburg beteiligt sich wie in den Jahren davor wieder am Erinnerungstag.

Vor nunmehr 81 Jahren befreiten Soldaten der Roten Armee das Vernichtungslager Auschwitz, wo zuvor über eine Million Menschen von den Nazis ermordet wurden. Seither gilt Auschwitz als Inbegriff des nationalsozialistischen Rassenwahns.

Das NS-Regime hat sich den Sport auf unterschiedliche Weise zu Nutze gemacht. Sport sollte unter anderem Arbeitsmoral und Kriegstüchtigkeit steigern und die Freizeitgestaltung normieren. Vor allem diente der Sport als Propagandamittel. Die Olympischen Spiele vor 90 Jahren waren das sportliche Großereignis schlechthin, das die Nazis dafür nutzten, ihre Macht zu demonstrieren und ihre Ideologie zu verankern – weit über Deutschland hinaus.

Deutscher Fußball und antisemitischer Hass

Auch der deutsche Fußball mit seinen englischen Wurzeln und seinen vielen jüdischen Pionieren wie Walther Bensemann, der im Jahr 1900 an der Gründung des DFB beteiligt war und 1920 den „kicker“ ins Leben rief, war nicht immun gegen den nationalsozialistischen Hass.

Im Gegenteil: Viele Vereine wirkten an der Entrechtung jüdischer Bürger/innen aktiv mit – obwohl die NS-Führung dies im Sport mit Rücksicht auf die Olympischen Spiele 1936 zunächst nicht forcierte. Es bedurfte vielerorts also nicht einmal „von oben“ verordneter Gleichschaltung.

Kein Platz mehr - selbst für Nationalspieler

Selbst für deutsche Nationalspieler wie Julius Hirsch, der mit dem von Bensemann gegründeten Karlsruher FV 1910 Deutscher Meister wurde, war in ihrem Sport kein Platz mehr. Hirsch wurde  wie knapp eine Millionen weiterer Jüdinnen und Juden in Auschwitz ermordet.

Viele führende Sportfunktionäre blieben trotz alledem auch nach 1945 weiterhin in ihren Ämtern. Mehr als ein halbes Jahrhundert sollte es dauern, bis Vereine und Verbände mit der Aufarbeitung ihrer Rolle während der NS- Zeit begonnen haben. Auch der SC Freiburg hat dies im vergangenen Jahr getan und eine Studie zu seiner Vergangenheit während der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur veröffentlicht. („Spielball der Ideologie? Der SC Freiburg in der Zeit des Nationalsozialismus“)

SC bietet Führungen im Dokumentationszentrum an

Der SC Freiburg beteiligt sich wie schon seit vielen Jahren erneut am Erinnerungstag des deutschen Fußballs. In dieser Saison wird es erneut eine gemeinsame Aktion mit dem Dokumentationszentrum Nationalsozialismus in Freiburg geben.

Angeboten werden Führungen durch das Dokumentationszentrum für Fans des SC Freiburg. Für die SC-Fans gibt es verschiedene, mögliche Termine. Am 3. Februar von 17.15 bis 18.45 Uhr für zwei Gruppen mit je 15 Personen, am 10. März von 16 bis 17.30 Uhr für zwei Gruppen mit je 15 Personen und am 24. März von 17.15 bis 18.45 Uhr für je zwei Gruppen mit 15 Personen. Interessierte Fans können sich durch einen Klick auf den Button unten anmelden. Sollten mehr Anmeldungen vorliegen als Plätze frei sein, entscheidet das Los.

Der SC Freiburg unterstützt den Aktionstag schon seit vielen Jahre und hat in der Vergangenheit bereits mit Vertreter/innen der Stadt Freiburg die im Dokumentationszentrum arbeiten zusammengearbeitet. Unter anderem war das Dokumentationszentrum an der Entstehung der NS-Studie beteiligt.

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit

Der Blick in die Geschichte zeigt: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Und fast immer, wenn die Demokratie unter Druck gerät, geht dies auch mit antisemitischen Tendenzen einher. Und der Fußball mit seiner Strahlkraft trägt Verantwortung, unsere demokratischen Werte zu leben und zu verteidigen.

Aktives Gedenken bedeutet daher gelebte Solidarität mit Jüdinnen und Juden, auch und gerade dann, wenn dies – wie derzeit – Courage und Haltung erfordert. 2026 gilt umso entschlossener die Botschaft der Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz: „Nie wieder!“ „Nie wieder“ ist jetzt. Und immer.

Erinnerungstag in leichter Sprache

Anmeldung zur Führung

 
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