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Dank einer kämpferisch herausragenden Leistung holt der Sport-Club gegen Borussia Dortmund am siebten Spieltag der Bundesliga-Saison 2019/20 einen Punkt. Die zweifache Führung der Dortmunder durch Axel Witsel (20.) und Achraf Hakimi (67.) wurde durch Luca Waldschmidt (55.) und ein Eigentor von Manuel Akanji (89.) egalisiert. 

 

Christian Streich war nach dem Spiel mit dem Auftritt seiner Mannschaft absolut zufrieden: "Ich bin nicht im Verdacht zu viel zu loben. Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit aber  auch individuell  eine herausragende Leistung gezeigt. Das Unentschieden ist hochverdient, wir waren auf Augenhöhe mit Dortmund", gab Streich zu Protokoll. Lucien Favre wiederum haderte einmal mehr mit der Zahl der Gegentore. "Wir machen zwei Tore, kriegen aber auch zwei. Das ist ein echtes Problem und nur schwer zu akzeptieren."

 

Das Freiburger Trainerteam veränderte die Startelf im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf auf zwei Positionen. Für den mit Nackenproblemen außer Gefecht gesetzten Philipp Lienhart rückte Lukas Kübler in die Startelf. Außerdem ersetzte der für die A-Nationalmannschaft nominierte Luca Waldschmidt Nils Petersen im Sturm.

 

Lucien Favre entschied sich ebenfalls zu zwei Wechseln im ersten Aufgebot. Statt Jadon Sancho und Julian Brandt, die beim Champions League Spiel unter der Woche gegen Slavia Prag (2:0) in der Startelf gestanden waren, erhielten Mario Götze und Thorgan Hazard von Anfang an das Vertrauen des Schweizers.

 

Im Vorfeld des Spiels hatte es lange nach einer Wasserschlacht ausgesehen. Drei Stunden vor Spielbeginn öffnete der Himmel seine Schleusen und bedachte Freiburg mit einem ausgiebigen Herbstregen. Auf dem nassen Rasen wurden die Bälle daher grade zu Spielbeginn extrem schnell.

 

Chancen auf beiden Seiten, Tor für Dortmund

 

Die Anfangsphase gehörte eher dem Gast aus Dortmund, klare Torchancen blieben dennoch zu Beginn aus, da der Sport-Club kompakt und clever verteidigte. Lucien Favre war früh gezwungen zu reagieren. Außenverteidiger Lukas Piszczek blieb nach einem Zweikampf verletzt liegen und musste auswechselt werden. Für ihn kam Julian Brandt in die Partie (14.). Der Eingewechselte hatte kurz darauf das 0:1 auf dem Fuß, setzte seinen Abschluss aus fünf Metern aber neben den Kasten (15.). Im Gegenzug hatte der Sport-Club die große Chance zur Führung. Der von Christian Günter mit einem herrlichen Flugball freigespielte Luca Waldschmidt verfehlte das Dortmunder Tor aus spitzem Winkel aber knapp (17.).

 

In der 20. Spielminute zappelte der Ball dann doch im Kasten  allerdings leider dem Freiburger. Axel Witsel, der am langen Strafraumeck gelauert hatte, zimmerte den Ball nach einer Ecke volley an Alexander Schwolow vorbei ins Tor. Das Publikum ließ sich die gute Laune vom 0:1 nicht nehmen. Lautstark unterstützte es die elf in Rot gewandeten Freiburger auf dem Platz.

 

Die wiederum bekamen in den ersten 45 Minuten gleich mehrfach die Gelegenheit den Spielstand wieder auszugleichen. Lucas Höler rettete den Ball nach einer zu lang geratenen Schmid-Flanke artistisch vor dem Toraus, der nachgerückte Christian Günter setzte das Spielgerät Millimeter neben den Kasten von Roman Bürki (25.). Auch Luca Waldschmidts Versuch fünf Minuten vor der Pause ging knapp neben das Tor. Zuvor hatte Christian Günter den Ball an der Seitenlinie erkämpft und den jungen Siegener am Strafraumrand freigespielt (40.).

 

In Minute 45 durfte sich auch Alexander Schwolow das erste Mal auszeichnen. Einen Fernschuss von Thorgan Haazard lenkte der Freiburger Keeper mit einer Glanzparade über die Latte.

 

0:9 Ecken und 0:1 Tore verkündete die Videowand im Schwarzwald-Stadion zum Abschluss der ersten 45 Minuten. Eine etwas irreführende Statistik, denn der Sport-Club war in der ersten Hälfte keinesfalls die schlechtere Mannschaft.

 

Waldschmidt mit links

 

Auch die erste Chance der zweiten Halbzeit gehörte dem Sport-Club. Zum wiederholten Mal war es Luca Waldschmidt, dessen Abschluss dem Dortmunder Tor gefährlich nah kam (50.). Mit seinem nächsten Abschluss brachte Waldschmidt die Galerie dann zum Beben: Wieder nahm der 23-Jährige mit seinem starken linken Fuß Maß, wieder  wie schon gegen Düsseldorf  versenkte er den Ball unhaltbar im rechten Eck (55.).

 

Auch nach dem Ausgleich blieb der Sport-Club mutig und bissig. Angetrieben von Christian Streich an der Seitenlinie und dem Publikum kämpften die elf Freiburger auf dem Spielfeld um jeden Ball und spielten nach Ballgewinnen immer wieder gefällig nach vorne.

 

Ausgleich in letzter Minute

 

Aus dem Nichts ging der BVB in der 67. Minute wieder in Führung. Achraf Hakimi drang über rechts in den Strafraum ein und zog mit links auf das Freiburger Tor ab. Sein Schuss wurde von Lukas Kübler unglücklich ins eigene Tor abgefälscht. Eine zu diesem Zeitpunkt schmeichelhafte Führung für den Favoriten.

 

Trotz des neuerlichen Nackenschlags setzte der Sport-Club seine Marschroute fort  und belohnte sich in den Schlussminuten für seinen unermüdlichen Einsatz. Eine Flanke von Roland Sallai landete am zweiten Pfosten, der eingewechselte Vincenzo Grifo nahm sich des Balles an, ging an die Grundlinie und knallte den Ball in die Mitte, wo der Dortmunder Manuel Akanji den Ball an Roman Bürk vorbei ins eigene Netz lenkte.

 

Spätestens zu diesem Zeitpunkt hielt es im Schwarzwald-Stadion niemanden mehr auf seinen Sitzen und als der Unparteiische Sven Jablonski nach zwei Minuten Nachspielzeit abpfiff, fühlte sich die Stimmung auf den Rängen und dem Rasen mehr nach einem Sieg als einem Unentschieden an.

 

Nach der Länderspielpause geht es für den Sport-Club in die Hauptstadt. Der Gegner am 19.10.2019 um 15.30 ist Bundesliganeuling 1. FC Union Berlin. Bevor es aber mit der Vorbereitung auf die kommenden Aufgaben losgeht, haben sich die Profis des Sport-Club erstmal eine Pause verdient: Auch als Lohn für die starken Leistungen gibt es vom Trainerteam zwei freie Tage.

 

David Hildebrandt