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Punktlandung zum Einstieg in die 20. Bundesligasaison des SC: Nach einer intensiven Partie mit Chancen auf beiden Seiten besiegt der Sport-Club den 1. FSV Mainz 05 mit 3:0 (0:0). Die Tore für den SC erzielten Lucas Höler (82.), Rückkehrer Jonathan Schmid (84.) und Luca Waldschmidt (87., FE).  

 

Christian Streich sprach im Anschluss an das Spiel von einer ausgeglichenen Partie, deren Ergebnis den Spielverlauf nicht zwingend wiederspiegele. „Aber ich erinnere mich daran, dass das vor wenigen Monaten andersrum auch so war“, schob Streich in der Pressekonferenz nach dem Spiel in Erinnerung an das 0:5 in der Rückrunde, mit einem Augenzwinkern nach. Sein Gegenüber Sandro Schwarz haderte nach Spielschluss mit der Chancenverwertung seiner Spieler: „Was uns gefehlt hat, war einfach, den Spielverlauf auf unsere Seite zu ziehen“, resümierte der Mainzer Coach.

 

Der SC im 3-5-2

 

Zum ersten Mal seit dem 18. Mai ertönte kurz vor 15.30 Uhr wieder das Badnerlied im Schwarzwald-Stadion. Stimmgewaltig begrüßte das Freiburger Publikum die neue Saison – die letzte im Stadion an der Schwarzwaldstraße. Mit einer bildgewaltigen Choreographie auf der Nordtribüne setzten die Fans bereits vor Anpfiff ein Ausrufezeichen.

 

Das Freiburger Trainerteam hatte in der Startelf einige Überraschungen für das Publikum parat: Für Dominique Heintz, Roland Sallai und Mike Frantz rückten Nico Schlotterbeck, Robin Koch und Jerôme Gondorf ins Team.

 

Im Gegensatz zu den Vorbereitungsspielen und der DFB-Pokal-Partie in Magdeburg, in denen der SC im 4-4-2 aufgelaufen war, agierte der Sport-Club gegen die Rheinhessen im 3-5-2. Im Abwehrverbund präsentierten sich Philipp Lienhart, Robin Koch und Nico Schlotterbeck. Davor spielten Christian Günter, Jerôme Gondorf, Nicolas Höfler, Brandon Borrello und Rückkehrer Jonny Schmid. Die vorderste Linie des SC bildeten Nils Petersen und U21-EM-Torschützenkönig Luca Waldschmidt.  Sandro Schwarz wiederum ließ seine Elf im 4-4-2 auflaufen. Mit Jeremiah St. Juste, Edimilson Fernandes und Aaron Martin bot der Mainzer Trainer gleich drei Neuzugänge in der Startelf auf.

 

Turbulenter Start

 

Auch wenn die Tore des Tages spät fielen, mussten die Zuschauer nicht lange auf die ersten Torchancen der Saison warten: Alex Schwolow im Freiburger Gehäuse konnte in den ersten zehn Minuten der Partie gleich zweimal seine Klasse unter Beweis stellen: Latzas Schuss aus zwanzig Metern (2.) und einen abgefälschten Ball aus kurzer Distanz (9.) konnte der Freiburger Goalie allerdings sicher entschärfen.

 

Auf der Gegenseite prüfte Luca Waldschmidt Mainz´ Keeper Florian Müller, der den schönen Schuss des Freiburgers aus 25 Metern (10.) aber aus dem Winkel kratzen konnte. Glänzend reagierte Müller auch kurz darauf nach einem gefährlichen Kopfball von Pflichtspieldebütant Brandon Borrello (14.).

 

Die Fans bekamen eine muntere erste Halbzeit zu sehen, in der beide Teams gefährlich vors Tor kamen und das Mittelfeld schnell überspielten. Langeweile dürfte bei den 24.000 Zuschauern zu keinem Zeitpunkt der 90 Minuten aufgekommen sein. 

 

Richtig gefährlich für den Kasten des SC wurde es erstmals in der 25. Minute: Nach einem schönen öffnenden Pass tauchte Onisiwo frei vor Schwolow auf. Mit vereinten Kräften verhinderte die Freiburger Defensive den ersten Gegentreffer der Saison. Ein Fallrückzieher in der 28. Minute von Quaison landete nur knapp neben dem Freiburger Kasten.

 

Mainz kommt besser in die Partie

 

Die Anfangsphase der zweiten 45 Minuten dominierte der FSV Mainz, der wesentlich wacher aus der Kabine gekommen war, als der SC. Ein Distanzschuss von Jean-Paul Boetius in der 55. Minute rauschte am Kasten vorbei, keine Zeigerumdrehung später wurde Alexander Schwolow von Quaison zu einer Glanzparade gezwungen (56.). Onisiwos Schuss ins kurze Eck parierte Schwolow ebenfalls (60.).

 

In der 60. Minute brachte Christian Streich erstmals eine frische Kraft in die Partie. Der frischgewählte Kapitän Mike Frantz kam für Jerôme Gondorf ins Spiel. Kurz drauf wechselte Christian Streich Lucas Höler für Brandon Borrello ein (65.). Der Australier feierte ein durchaus gelungenes Pflichtspieldebut für die erste Mannschaft des SC.

 

Die Stadionuhr zeigte die 68. Minute als der SC in Person von Nils Petersen zur ersten guten Chance in Halbzeit zwei kam. Der Torjäger bekam allerdings aus kurzer Distanz nicht genug Druck hinter den Ball um Florian Müller ernstlich zu prüfen. Auch Philipp Lienharts Distanzschuss in Minute 70 war eine sichere Beute für den Mainzer Keeper.

 

Mit zunehmender Spieldauer fand die Elf von Christian Streich wieder besser in die Partie. Das Freiburger Publikum, das sich auch am ersten Spieltag der Bundesligasaison 2019/20 erstklassig präsentierte, quittierte jede gelungene Aktion seiner Spieler auf dem Platz mit lautem Beifall. Die elf Freiburger auf dem Rasen wiederum kämpften verbissen um jeden Ball.

 

Drei Treffer in fünf Minuten

 

Der erste Freiburger Treffer des Tages fiel dementsprechend nicht aus dem Nichts, war angesichts des Spielverlaufs aber etwas schmeichelhaft. Nils Petersen bediente den eingewechselten Lucas Höler, der tunnelte zuerst Verteidiger Alexander Hack und dann Torhüter Florian Müller – 1:0 für den Sport-Club.

 

Kaum hatte sich die Galerie wieder beruhigt, da fasste sich Rückkehrer Jonathan Schmid von der Strafraumkante mit links ein Herz. Sein Schuss schlug unhaltbar im linken Eck des Mainzer Tores ein. Der erste Treffer des Franzosen für den Sport-Club seit April 2015.

 

Die letzten zehn Minuten des Spiels hatten es in sich: Nach einem Foul an Luca Waldschmidt im Strafraum zeigte Schiedsrichter Robert Hartmann auf den Elfmeterpunkt. Der gefoulte Freiburger ließ sich die Chance aus elf Metern nicht nehmen und verwandelte sicher (87.) zum 3:0-Endstand.

 

Mit dem 3:0 hat der Sport-Club seine schwache Bilanz gegen das Team aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt verbessern können. Christian Streich – sich dieses Umstands bewusst – freute sich dementsprechend über die drei Punkte: „Es ist schön, auch mal gegen Mainz gewonnen zu haben. Das habe ich gefühlt noch nie.“

 

Weiter geht es für den SC am kommenden Samstag gegen den SC Paderborn. Anpfiff in der Benteler-Arena ist um 15.30 Uhr. Die Nordrhein-Westfalen unterlagen zum Auftakt knapp mit 3:2 gegen Bayer 04 Leverkusen.

 

David Hildebrandt