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Der SC Freiburg hat zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde mit einem 2:2 (0:1) beim FC Schalke 04 noch einmal einen Auswärtspunkt erkämpft. Suat Serdar (27.) traf für die Gastgeber zur Pausenführung, doch Nils Petersen (54.) und Vincenzo Grifo (67.), jeweils per Elfmeter, drehten die Partie zunächst. Der eingewechselte Ahmed Kutucu (80.) erzielte den Endstand in der bis zum Schluss spannenden und packenden Begegnung. Der Sport-Club verabschiedet sich nach dem Remis mit 26 Punkten und als Tabellenachter in die Winterpause.

 

"Beide Mannschaften haben in einem fairen Spiel alles rausgehauen. Wir sind zufrieden mit dem Punkt", sagte SC-Trainer Christian Streich im Anschluss. Sein Amtskollege David Wagner resümierte: "Es ist nicht immer Walt Disney, wo Du bekommst, was Du verdienst. Es war ein richtig gutes Fußballspiel, aber natürlich ist ein bisschen ein fader Beigeschmack für uns dabei, wir haben bis auf die beiden Elfmeter, die wir besser hätten lösen können, wenig zugelassen."

 

Starker Start, großzügige Chancenverwertung

 

Den Wunsch ans Christkind hatten Freiburgs Spieler und Trainer vor diesem letzten Pflichtspiel des Jahrzehnts deutlich formuliert: Nach den ärgerlichen Niederlagen gegen Hertha BSC und den FC Bayern München sollte es rechtzeitig zum Fest einen Punktgewinn geben. Dass der Vergleich mit dem FC Schalke 04 alles andere als ein Wunschkonzert würde, zeigte sich am Samstag zwar früh. Doch letztlich hatte das Christkind Herz. Der Reihe nach.

 

Die Gäste kamen gut ins Spiel und gleich vermehrt zu guten Abschlüssen. Allerdings brachte weder ein Volley-Schuss von Nils Petersen (9. Minute) noch ein abgefälschter Ball von Christian Günter (14.), ein Kopfball von Robin Koch aus kurzer Distanz (15.) oder auch ein satter Distanzschuss von Vincenzo Grifo (18.) den erhofften Erfolg.

 

Stattdessen entschieden die Knappen das Duell in dieser ersten halben Stunde zumindest in puncto Effizienz klar für sich. Durch die Beine des Freiburger Innenverteidigers Dominique Heintz hindurch beförderte Benito Raman den Ball zu Teamkollege Suat Serder. Dessen Schuss aus nächster Nähe konnte auch die Fußspitze von SC-Schlussmann Mark Flekken nicht vereiteln – und folglich den Rückstand für den Sport-Club nicht verhindern (27.).

 

Schmerzhaft, vor allem mit Blick auf die Statistik: Immerhin 12:6 Torschüsse für Freiburg waren es zum Pausenpfiff. Die beste Doppelchance vergab Jonathan Schmid, der nach überstandenen Wadenbeschwerden zurück auf seine angestammte Rechtsverteidiger-Position kehrte, kurz vor dem Pausenpfiff aus kaum fünf Metern (44.).

 

Petersen mit historischem Treffer vom Punkt

 

In Hälfte zwei bot sich den 61.867 Zuschauern in der Veltins-Arena dann gewissermaßen das gegenteilige Bild. Das Gros der aussichtsreichen Möglichkeiten ging nun an die Hausherren, während die Freiburger aus einer geordneten Defensive heraus agierten und dennoch das Spiel drehten. Ausgleichende Ungerechtigkeit könnte man es nennen. Wie auch immer.

 

Die Entscheidung zugunsten des SC jedenfalls fiel zweimal vom Punkt. Erst ahndete Schiedsrichter Dr. Felix Brych nach entsprechendem Hinweis der Kölner Videokollegen ein Foulspiel an SC-Stürmer Lucas Höler (54.), dann eines am zwischenzeitlich eingewechselten SC-Offensivmann Changhoon Kwon (67.), der aus etwa 20 Metern am Innenpfosten gescheitert war (66.), jeweils korrekterweise mit Strafstoß.

 

Kollege Nils Petersen trat an, nahm Maß und lenkte den Ball flach zum 1:1 ins linke Eck. Ein Tor, das in die Geschichtsbücher eingehen wird. Denn mit seinem 83. Treffer für den Sport-Club zog der Offensivmann mit dem einstigen SC-Torjäger und heutigen Bundestrainer Joachim Löw gleich (83). Hut ab. Nicht minder wichtig für den Ausgang der Partie war allerdings auch der souveräne Auftritt von Vincenzo Grifo aus elf Metern. Er brachte die Freiburger in Führung. Zumindest kurzzeitig.

 

Weil SC-Offensivmann Lucas Höler im Privatduell mit Gelsenkirchener Schlussmann Markus Schubert knapp den Kürzeren zog (69.) und der badische Abwehrverbund bei einem Schalker Angriff obendrein nicht konsequent genug intervenierte, konnte Ahmed Kutucu wenig später den Spielstand egalisieren (80.). Es sollte bei der Punkteteilung im Ruhpott bleiben. "Schade, dass wir das 3:1 nicht machen und das 2:2 selbst auflegen", sagte Christian Streich. "Aber wir haben auch wieder einen Rückstand gedreht. Es ist alles okay."   

 

Mit nun 26 Zählern verabschiedet sich der Sport-Club in eine kurze Winterpause. Schon am 3. Januar startet am Schwarzwald-Stadion die Vorbereitung auf die zweite Hälfte der Saison. Den Fahrplan mit den genauen Terminen finden Sie hier. In diesem Sinne: Ein frohes Fest und bis nächstes Jahr!

 

Sina Ojo