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Freiburger Anschluss kam zu spät

Am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga hat der SC Freiburg mit 1:2 (0:0) beim SV Werder Bremen verloren. In einer Partie, die mit zunehmendem Verlauf an Fahrt aufnahm, trafen Davy Klaassen (76. Minute) und Theodor Gebre Selassie (84.) für die Gastgeber. Luca Waldschmidt gelang kurz vor Abpfiff der Anschluss (90.+3).

 

"Wir haben alles getan, was in unserer Macht stand, um es Bremen schwer zu machen", sagte SC-Trainer Christian Streich im Anschluss. "Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen, wie sie mit unseren personellen Schwierigkeiten umgeht. Wir wollten Fußball spielen, das haben wir in manchen Situationen gemacht. Punkte haben wir wieder keine."

 

"Es war sehr schwer. Deshalb bin ich sehr froh über den in der Summe verdienten Sieg. Man muss absolut den Hut vor den Freiburgern ziehen, die trotz der vielen Verletzten so eine Leistung abgerufen haben", ergänzte sein Amtskollege Florian Kohfeldt. "Wir haben ausgestrahlt, dass wir das Spiel gewinnen wollten. Dann kam individuelle Qualität hinzu."

 

Drei Wechsel in der Anfangself

 

Wenn sich Freiburger Fans in der jüngeren Vergangenheit auf in den hohen Norden gemacht hatten, wurden sie für die weite Reise in der Regel entlohnt. Seit mehr als sieben Jahren punktete der Sport-Club dort bei jedem Bundesliga-Gastspiel, holte drei Remis und zwei Siege. Eine Serie, die man nur allzu gerne auch an diesem Samstag fortführen wollte.

 

Dabei setzte das Trainerteam um Christian Streich wie schon gegen Mainz in der Vorwoche auf eine Dreier-/Fünferkette in der Abwehr, veränderte seine Aufstellung personell aber auf drei Positionen.

 

Anstelle von Kapitän Mike Frantz, der zunächst auf der Bank Platz nahm, ergänzte Nico Schlotterbeck die Innenverteidigung um seinen Bruder Keven Schlotterbeck und Dominique Heintz. Im defensiven Mittelfeld ersetzte Jerôme Gondorf den gelbgesperrten Nicolas Höfler, im Angriff begann Florian Niederlechner für Lucas Höler.

 

Die Bremer wechselten im Vergleich zum 1:1 in Mönchengladbach zweifach. Milos Veljkovic und Yuya Osako rückten für Sebastian Langkamp und Johannes Eggestein in die erste Elf.

 

Defensive Stabilität, offensive Akzente

 

Ähnlich abwechslungsreich wie das Wetter, das von winterlichen Graupelschauern über strahlenden Sonnenschein bis hin zu böigem Wind so ziemlich alles bereithielt, war auch die erste Hälfte im Weser-Stadion.

 

Insgesamt waren die Bremer über weite Strecken zwar das aktivere Team, doch der Sport-Club setzte dem eine stabile Defensive entgegen – und immer mal wieder auch im Spiel nach vorne Nadelstiche. Ein erstes Raunen verdiente sich der Flachschuss von Freiburgs Rechtsverteidiger Pascal Stenzel aus halbrechter Position, den Werder-Schlussmann Jiri Pavlenka allerdings sicher hielt (14.).

 

Fünf Minuten später war der Ball dann wirklich im Tor. Der Schütze diesmal: Ersatz-Kapitän Christian Günter (19.). Doch dessen vorangegangene Abseitsposition ließ den Jubel der 1.300 mitgereisten SC-Fans schnell wieder verstummen. Eine Szene, die sich gegen Ende der ersten Hälfte wiederholte, der potenzielle Schütze diesmal: Florian Niederlechner, der den Ball vom im Abseits stehenden Vincenzo Grifo erhalten hatte (40.).

 

Ebenjener Grifo war es wenig später, dem die beste Freiburger Chance in Durchgang eins gehörte: Der Offensivmann ließ Gegenspieler Veljkovic gekonnt stehen, zog auf Höhe der Strafraumgrenze ab, zielte dann aber knapp am rechten Pfosten vorbei (44.).

 

Keven Schlotterbeck auf der Linie zur Stelle

 

Weil die SC-Kollegen in der Abwehr – Torhüter Alexander Schwolow war gleich mehrfach (24., 38., 38.) gedankenschnell zur Stelle – die besten Möglichkeiten der Gastgeber vereitelten, verabschiedete Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus die zwei Mannschaften mit einem 0:0 in die Kabinen.

 

Während SVW-Trainer Florian Kohfeldt mit Wiederanpfiff Schlussmann Pavlenka verletzungsbedingt durch Stefanos Kapino ersetzte, ging’s für den Sport-Club personell unverändert in die zweite Hälfte des Fußballnachmittags. Und beinahe mit einem Rückstand in den weiteren Verlauf.

 

Eine Flanke von Milot Rashica brachte Davy Klaassen vorbei an Schwolow in Richtung Tor. Einzig dem Reflex des auf der Linie stehenden Keven Schlotterbeck war es zu verdanken, dass es beim 0:0 blieb.

 

Doppelschlag binnen sieben Minuten

 

Vorerst zumindest. In der 77. Minute waren es nämlich einmal mehr Rashica und Klaassen, die ihr Glück versuchten – und nun auch fanden. Dem Videobeweis zum Trotz und zur großen Enttäuschung der Freiburger, die bis dahin ein richtig gutes Spiel gemacht hatten. In Person von Theodor Gebre Selassie legten die Bremer wenig später noch nach (84.). Der späte 2:1-Anschlusstreffer von Luca Waldschmidt (90.+3) fiel da nicht mehr groß ins Gewicht.

 

Am Ende einer langen Vorbereitungswoche empfängt der Sport-Club im heimischen Schwarzwald-Stadion am Ostersonntag ab 15.30 Uhr Borussia Dortmund.

 

Sina Ojo