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Alle Energien erfolgreich gebündelt

Der Sport-Club hat 14. Bundesliga-Spieltag nach einer starken Leistung mit 3:0 (2:0) gegen RB Leipzig gewonnen. Nils Petersen (12.), Luca Waldschmidt (45., FE) und Mike Frantz (52.) erzielen die Tore beim verdienten Heimsieg im Schwarzwald-Stadion.

 

Im Heimspiel "gemeinsam mit den Fans eine besondere Atmosphäre und Energie zu entwickeln" hatte sich Trainer Christian Streich unter anderem für die Partie gegen RB Leipzig gewünscht. SC-Sponsor badenova trug bereits vor dem Anpfiff seinen Teil dazu bei. Der Energiedienstleister verteilte unter den Zuschauern im Schwarzwald-Stadion beim zweiten Adventsspiel Tausende rot-weißer Nikolausmützen, die für stimmungsvolle Farbtupfer auf den Tribünen sorgten.

 

Vielleicht wärmten die Zipfelmützen bei dem einen oder anderen Fan auch die Erinnerung daran auf, dass der SC Freiburg in diesem Jahr bereits einen Heimsieg gegen die Leipziger hatte feiern können. Mit 2:1 entschied der Sport-Club im Januar den letzten Vergleich in der vergangenen Saison für sich, damals im ersten Heimspiel des Jahres. Diesmal waren die Sachsen zur vorletzten Heimbegegnung und als Tabellendritter an der Dreisam zu Gast. Am Ende konnte der Sport-Club erneut drei Punkte erkämpfen und das Ergebnis sogar noch deutlicher gestalten.

 

Kübler kehrt in Startelf zurück

 

„Wir haben gewusst wie Leipzig spielt und was wir alles verteidigen müssen. Das haben Robin Koch, Manuel Gulde und Dominique Heintz in der hintersten Linie, auch mit ihrer Kopfballstärke, herausragend gemacht", sagte Christian Streich. „Aber auch Nils Petersen hat vorne viele Bälle behauptet, was nicht leicht war." Von daher, so der SC-Trainer, „sind wir natürlich extrem glücklich über diesen Sieg und ich freue mich sehr, auch mit Blick auf die Tabelle. Wir waren sehr präsent in den Zweikämpfen."

 

Der Sport-Club hatte gegenüber dem 0:2 in Dortmund mit einer Veränderung in der Startelf begonnen. Als rechter Außenverteidiger lief erstmals nach seiner Verletzungspause wieder Lukas Kübler anstelle von Pascal Stenzel und in einer Viererabwehrkette auf. Auch RB-Coach Ralf Rangnick hatte im Vergleich zum 2:0-Sieg im Spitzenspiel gegen Borussia Mönchengladbach am letzten Wochenende nur einmal gewechselt. Anstelle von Bruma spielte in der Offensive Matheus Cunha.

 

Petersen erzielt frühe Führung

 

„Danke ans Ehrenamt!" hieß es außerdem an diesem 14. Bundesliga-Spieltag auf dem Rasen, bevor die Partie bei leichtem Regen begann. Der Niederschlag zog sich allerdings schnell wieder in die dunklen Wolken zurück, unter denen sich von Beginn an eine rasante und temporeiche Begegnung entwickelte. Zunächst mit Vorteilen für die Gäste, aber nur, was die Ballbesitzzeiten betraf. RB Leipzig versuchte, sein schnelles Offensivspiel aufzuziehen und die Angriffsspitzen Yussuf Poulsen und Timo Werner in Szene zu setzen. Der Sport-Club verteidigte jedoch erneut aufmerksam und stabil und ließ in der ersten Hälfte nur wenige Gefahrenmomente vor dem eigenen Tor zu.

 

Im eigenen Angriffsspiel bewies der SC dazu Effektivität und nutzte die erste Möglichkeit zum Führungstreffer. Luca Waldschmidt passte bei einem Konter auf den linken Flügel und Christian Günter. Der Außenverteidiger schoss aus spitzem Winkel, Torwart Peter Gulacsi wehrte den Ball ab, aber der mitgelaufene Nils Petersen (12.) erwischte den Abpraller mit dem linken Fuß und schoss per Direktabnahme ein. Er war der dritte Saisontreffer für den Stürmer, der sich zwei Tage nach seinem 30. Geburtstag zugleich selbst ein nachträgliches Geschenk machte.

 

Waldschmidt erhöht nach Videobeweis

 

Auch anschließend drängten die Leipziger zumeist vergeblich nach vorne. Die einzige echte Chance zum Ausgleich bot sich Werner (19.) mit einem Schrägschuss, den Alexander Schwolow stark parierte. Mit zunehmender Spieldauer gelang es dem geschickt und konsequent die Räume vor dem eigenen Tor verengenden Sport-Club, den Leipziger Angriffsschwung einzudämmen und sich selbst häufiger vor das Gästetor durchzuspielen. Auch das Chancenverhältnis entwickelte sich weiter zugunsten der Gastgeber.

 

Einen wuchtigen Distanzschuss von Waldschmidt (31.) konnte Gulacsi nach einer halben Stunde gerade noch über die Latte lenken. Danach hatte Petersen bei einem Kopfballversuch ebenfalls kein Abschlussglück. „Steht auf für den SCF ..." schallte es zwischenzeitlich zur Unterstützung der wieder beherzten Leistung durchs Stadion. Und noch vor der Pause baute der SC seine Führung aus. Nach einer Flanke von Günter hatte Dayot Upamecano Frantz im Strafraum umgerissen, das Spiel lief jedoch zunächst weiter. Nach einem Hinweis von Video-Assistent Christian Dingert sah sich Schiedsrichter Tobias Welz die Szene in der Review-Area vor der Osttribüne noch einmal an – und entschied danach auf Foulelfmeter. Wie im letzten Heimspiel gegen Werder Bremen legte sich Luca Waldschmidt den Ball zurecht, und wie gegen die Hanseaten verwandelte er sicher (45.+1).

 

Frantz trifft nach der Pause per Kopf

 

Dass der vierte Saisonsieg für den Sport-Club letztlich nicht mehr in Gefahr geraten sollte, lag neben der starken und bis zum Schluss konzentrierten Leistung der Mannschaft auch an der Tatsache, dass nach dem Wiederanpfiff nur wenige Minuten bis zum dritten Tor verstrichen. Diesmal kam die Vorarbeit von Lukas Kübler, der einen Flankenball von der rechten Seite hoch auf den zweiten Posten zirkelte, wo Mike Frantz (52.) lauerte und per Kopf traf. Für den SC-Kapitän war es das zweite Saisontor. Danach verpassten Petersen (59.), mit einem Schuss am langen Eck vorbei, und kurz darauf wieder Frantz (62.), der an Gulacsi scheiterte, den möglichen vierten Treffer.

 

Die Gäste, die zuvor erst zwei Saisonniederlagen hatten hinnehmen müssen, versuchten zwar weiterhin, das Resultat aus ihrer Sicht noch zu verbessern. Aber selbst das Eckenverhältnis von 12:3 für Leipzig hatte nur wenig mit dem weiterhin selten zwingenden Auftreten von RB zu tun. Ein Kopfball von Upamecano (66.) im Anschluss an eine Ecke und ein letzter Schuss von Werner (88.), den Schwolow parierte, waren die einzigen gefährlichen Abschlüsse nach der Pause. Der Sport-Club, bei dem zunächst Marco Terrazzino und in den Schlussminuten noch Lucas Höler und Yoric Ravet ins Spiel kamen, ließ sich bis zum Ende weder locken, noch in seiner Fokussierung stören.

 

Englische Woche zum Hinrundenabschluss

 

Dafür durfte sich die Mannschaft nach dem Abpfiff von ihren begeisterten Fans feiern lassen. „Oh wie ist das schön ...", hieß der Abschlusssong am Vorabend des zweiten Advents. Zum Ende der Hinrunde in der Bundesliga folgt nun noch eine Englische Woche. Zu ihrem Auftakt tritt der Sport-Club, der mit jetzt 17 Punkten Tabellnzwölfter ist, am kommenden Samstag (15. Dezember, 15.30 Uhr) zum Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf an.

 

Vielleicht nimmt mancher SC-Fan auf die Reise an den Niederrhein ja auch seine neue Nikolausmütze mit. Auf der stand diesmal als Slogan übrigens: „Siegertypen #iSChso". Manchmal passt an einem Spieltag eben alles.

 

Dirk Rohde