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"Dürfen uns mit der Top-Elite messen"

 

U16 und U17 schaffen sofortigen Wiederaufstieg

Das erste Mal hat Freiburgs U16 am Nachmittag des 4. Mai gejubelt. Ein 6:4 gegen Konstanz-Wollmatingen bescherte der Mannschaft um die Trainer Julian Wiedensohler und Philipp Züfle damals die vorzeitige Meisterschaft. Doch was der Titel wert war, zeigte sich erst drei Wochen später. Dann nämlich machte die Freiburger U17 in der Oberliga ihr Saisonziel Aufstieg perfekt - und ermöglichte somit den Kollegen aus der U16 die sofortige Rückkehr in die Oberliga. Über die Geduldsprobe, die Tage danach und den Blick in die Zukunft spricht scfreiburg.com mit Julian Wiedensohler.

 

scfreiburg.com: Hast Du Deinen U17-Trainer-Kollegen Federico Valente und Christian Hierholzer zuerst gratuliert oder Dir und Deinem Team?

 

Julian Wiedensohler: Tatsächlich konnte an diesem Tag quasi jeder jedem gratulieren. Woche für Woche haben wir uns gegenseitig die Daumen gedrückt und mit dem jeweils anderen Team mitgefiebert. Umso schöner war es, als die U17 durch ihren Sieg gegen die TSG Balingen nicht mehr von Platz eins zu verdrängen war. 

 

Trotzdem musstet Ihr Euch bis dahin ganze drei Wochen gedulden...

 

Das war wirklich eine seltsame Situation. Wir haben uns natürlich gefreut, als wir Meister wurden. So richtig ausgelassen konnten wir das aber nicht feiern, weil die Meisterschaft buchstäblich nur die halbe Miete für den Aufstieg war. Schließlich dürfen zwei Mannschaften eines Vereins nicht in ein- und derselben Liga spielen. 

 

Wie habt Ihr den Triumph erlebt?

 

Ganz ehrlich? Es war ziemlich unromantisch. Der Großteil hat es gewissermaßen für sich auf der Couch verfolgt und gefeiert. Einige unserer Jungs, die an diesem Tag bei der U17 im Kader standen, waren allerdings hautnah dabei. Ich selbst war auf einem Trainerlehrgang in Hennef. 

 

Wie fällt Dein Saisonfazit generell aus?

 

Es war das erwartet harte Stück Arbeit. Wir hatten einen super Start in die Runde und konnten mit Ausnahme von einem Unentschieden im ersten Halbjahr alle Spiele gewinnen. Durch die konstante Hinrunde hatten wir im Winter einen komfortablen Vorsprung. Mit dieser guten Ausgangslage sind wir in die zweite Hälfte gegangen, konnten das Thema Meisterschaft dementsprechend frühzeitig mit einem Haken versehen und unseren Fokus gemeinsam noch klarer auf das Saisonziel der U17 richten. Bis zu acht nominelle U16-Spieler haben so in der Rückrunde regelmäßig mit der U17 trainiert und teilweise auch Pflichtspielminuten gesammelt. Auch das führt dazu, dass unser Saisonfazit insgesamt sehr positiv ausfällt.  

 

Die enge interne Verzahnung und die hohe Durchlässigkeit sind ein besonderes Merkmal des Freiburger Nachwuchsleistungszentrums. Welche Bedeutung hat der doppelte Aufstieg auch vor dem Hintergrund für den Gesamtverein SC Freiburg?

 

Eine enorm wichtige. Unsere U16 gehört in die Oberliga und unsere U17 in die Bundesliga. So können wir unsere Spieler bestmöglich entwickeln und auf kommende Aufgaben vorbereiten. Wir dürfen uns jetzt wieder mit der Elite in diesen Altersstufen im Wettkampf messen und die Jungs sind Woche für Woche in Spielen auf höchstem Niveau gefordert. 

 

Den Favoritenstatus wird man allerdings wohl einbüßen.

 

Damit kommen wir gut zurecht und es wird ohne Zweifel eine Hammer-Saison werden. Mit Heidenheim und Ulm kommen zwei Schwergewichte aus der B-Junioren-Bundesliga runter. Dazu ambitionierte Oberligisten wie der SV Sandhausen, die nur knapp hinter unserer U17 den Sprung in die Bundesliga verpasst haben. Nicht zu vergessen die U16-Jahrgänge des VfB Stuttgart und der TSG Hoffenheim, die auch im kommenden Jahr eine enorme Qualität in ihren Teams haben werden. Die Liste könnte ich noch weiter führen bis zu den zu Mitaufsteigern aus Baden und Württemberg. Wir werden also durchgängig gefordert sein und darauf freuen wir uns.

 

Interview: Sina Ojo