Jetzt den Newsletter abonnieren!

Bleiben Sie auf dem Laufenden:

Wir geben Ihre Daten selbstverständlich nicht an Dritte weiter. Abmelden jederzeit möglich.

  1. Newsletter
  2. Facebook
  3. Instagram
  4. Twitter

Ja heißt ja! Nein heißt nein!

 

„Ja heißt ja! Nein heißt nein!“: Unter diesem Motto haben sich die Fachberatungsstelle Wildwasser e.V. und der SC Freiburg am Rotteck-Gymnasium Freiburg gegen sexualisierte Gewalt engagiert. Ein Referenten-Team von Wildwasser behandelte das Thema in einem 90-minütigen Workshop mit zwei siebten Klassen der Schule – und wurde dabei von den SC-Profis Nils Petersen und Philipp Lienhart sowie den Bundesliga-Spielerinnen Clara Schöne und Anja-Maike Hegenauer unterstützt.


„Nils!“, ruft ein Schüler des Rotteck-Gymnasiums, schaut SC-Stürmer Nils Petersen in die Augen und spielt ihm sauber den Ball in den Fuß. Der SC-Stürmer nimmt das Leder an, sagt einen Namen und spielt den Ball weiter. Im anderen Hallendrittel das gleiche Spiel: Namen sagen, Augenkontakt aufbauen, Ball zuspielen. Hier kickt SC-Verteidiger Philipp Lienhart mit einer weiteren Schülergruppe. Nach rund 20 Minuten beenden Manuel Tumino und Max Eberle von Wildwasser die Aufgabe. „Was muss man beachten, damit das gemeinsame Spiel gelingt?“, fragen sie in die Runde – es wird deutlich: Auf wie neben dem Fußballplatz braucht es für ein funktionierendes Miteinander Regeln.

 

Schnell ist der Bogen vom Fußball zu den zentralen Fragen des Workshops gespannt: Wo liegen persönliche Grenzen? Was ist Gewalt – oder explizit sexualisierte Gewalt – und wie werden durch sie Grenzen anderer verletzt? Und was kann man tun, wenn man selbst eine Grenzverletzung erfahren musste? „Wichtige Themen“, wie Lienhart betont. „Ich freue mich, dass wir da mithelfen können.“

 

„Wir geben kleine Inputs. Die Jugendlichen sollen darüber selbst herausfinden, was eine Grenzüberschreitung ist, was nicht in Ordnung ist und darüber in die Diskussion kommen“, erklärt Beate Biederbick von Wildwasser, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Susanne Strigel und den Bundesliga-Spielerinnen Clara Schöne und Anja-Maike Hegenauer das Thema mit zwei Mädchengruppen behandelt. „Da waren für mich ehrlich gesagt auch neue Sachen dabei“, erzählt Schöne, Hegenauer ergänzt: „Es war sehr spannend, ich finde es super, dass solche Veranstaltungen auch an Schulen abgehalten werden.“

 

Den Mädchen wie den Jungen soll durch den Workshop auch vermittelt werden, dass und wo sie sich im Falle eines Übergriffes Hilfe holen können – für Nils Petersen eine der Kernaussagen: „Es ist gut, die Jugendlichen aufzuklären, dass es Institutionen wie Wildwasser gibt, die aktiv werden und einen nicht allein lassen.“ Am Ende holt Petersen seine Gruppe noch einmal zu sich. „Ich finde, dass wir zwei coole Stunden zusammen hatten. Ich glaube, Ihr nehmt viel davon mit“, sagt der SC-Spieler zu den Jungs, nachdem sie gemeinsam einen Mannschaftskreis gebildet haben. „Klasseleistung, ich bin stolz auf euch.“