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SC spielt 0:0 gegen Bayer Leverkusen

Wieder Punkteteilung gegen die Rheinländer

Der Sport-Club hat sich am siebten Bundesliga-Spieltag unentschieden von Bayer 04 Leverkusen getrennt. Die Partie am Sonntagmittag endete vor 23.800 Zuschauer im Schwarzwald-Stadion wie in der vergangenen Saison mit einem 0:0. Pech hatte Luca Waldschmidt, der in einer chancenarmen Partie in der letzten Minute nur den Pfosten des Gästetores traf.

 

Später am Spieltag, aber früh an diesem Sonntag empfing der Sport-Club zur Anstoßzeit am Mittag Bayer 04 Leverkusen. Den Gästen, die vor drei Tagen noch in der Europa League erfolgreich gegen AEK Larnaka angetreten waren, blieb somit noch ein bisschen weniger Regenerationszeit nach ihrem internationalen Auftritt.

 

Gondorf und Kübler kehren in die Starelf zurück

 

Der SC musste eine Woche nach dem letzten Punktspiel in Augsburg unter anderen erneut auf Nils Petersen und Pascal Stenzel verzichten (beide Schultereckgelenkprellung). Dafür kehrte der wiedergenesene Lukas Kübler anstelle von Philipp Lienhart in die diesmal in einer 4-1-4-1-Ausrichtung startende Freiburger Elf und auf die rechte Seite der Viererabwehrkette zurück. Ebenfalls wieder von Beginn an war Jerôme Gondorf im Einsatz, für den Marco Terrazzino auf die Bank rückte. Dort nahm nach seiner Gehirnerschütterung erstmals auch wieder Janik Haberer Platz.

 

Bei Bayer 04 fehlte gegenüber der Europapokalpartie Lars Bender verletzt. Aleksandar Dragovic im defensiven Mittelfeld sowie außerdem Julian Brandt und Lucas Alario standen bei freundlich milden Herbsttemperaturen in Freiburg neu in der Leverkusener Startformation. Seit fünf Bundesliga-Heimspielen hatte der Sport-Club zuhause nicht mehr gegen die Rheinländer verloren. Mit dem aktuellen Remis baute die Mannschaft des Trainerteams um Christian Streich diese Serie aus, wobei es wie in der vergangenen Saison und zum vierten Mal in den letzten sechs Heimspielen gegen die Werkself keine Tore im Schwarzwald-Stadion zu sehen gab.

 

Kaum Torchancen im ersten Durchgang

 

„In der ersten Halbzeit hat uns Leverkusen gut angelaufen, aber wir waren viel zweikampfstärker als in Augsburg, haben gegen den Ball alles abgearbeitet und gut verteidigt", sagte Christian Streich nach der Punkteteilung ohne Gegentor. „Wir wussten, dass die Qualität in der Leverkusener Offensive sehr hoch ist. Deshalb wollten wir auch so anfangen und haben dann in der zweiten Halbzeit auf ein 4-4-2 umgestellt", erklärte der SC-Coach. „Ich bin mit der Leistung der Mannschaft zufrieden. Es war ein sehr intensives Spiel."

 

Die Gäste besaßen in der ersten Halbzeit deutlich mehr Spielanteile und auch die größere Anzahl an Abschlüssen. Wirklich gefährlich wurde es im ersten Durchgang aber vor keinem der beiden Tore. Der Sport-Club war zunächst auf defensive Kompaktheit bedacht und vermied im Spiel nach vorne das Risiko. Die Gastgeber standen deshalb tiefer und agierten aus einer guten Ordnung heraus und mit einem effektiven Positionsspiel gegen den Ball. Ein noch zur Ecke abgelenkter Schrägschuss von Dominik Kohr (3.) blieb lange Zeit der einzige Torschuss der Gäste.

 

Niederlechner scheidet vor der Pause aus

 

Der SC versuchte anfangs vor allem mit langen Bällen Gefahrenmomente vor dem Tor von Lukas Hradecky herauszuarbeiten. Andererseits konnten die Gastgeber gegen die kopfballstarke Bayer-Innenverteidigung nach einer halben Stunde - wie letztlich auch in der gesamten ersten Hälfte - noch keinen Torabschluss verzeichnen. Auf der anderen Seite und weiteren vergeblichen Versuchen aus der Distanz von Kevin Volland (27.) und Kohr (29.) kreierte Schiedsrichter Bastian Dankert in der 37. Minute die gefährlichste Situation vor dem Freiburger Tor. Einen Schuss aus kurzer Distanz an den Ellenbogen von Gondorf wertete der Unparteiische als Handspiel. Julian Brandt setzte den anschließenden Freistoß aus gefärlichen 17 Metern jedoch in die Abwehrmauer.

 

Noch vor der Halbzeit musste der SC ein erstes Mal wechseln. Florian Niederlechner war umgeknickt und verließ den Platz, für ihn rückte Janik Haberer in die Offensive. Aus der Kabine kehrten die Gastgeber dann noch mit einer weiteren Veränderung zurück. Anstelle von Manuel Gulde spielte nun Luca Waldschmidt. Robin Koch rückte jetzt in die Innenverteidigung, Gondorf ins defensive Mittelfeld. Die Gastgeber agierten im zweiten Durchgang zunehmend mutiger. Klare Torchancen ließen aber weiterhin auf sich warten.

 

Sport-Club zunehmend mit mehr Mut

 

Für Leverkusen verpasste Alario (53./58.) mit einem Direktschuss und einem Kopfball aus spitzem Winkel. Ein Schlenzer des stark auf der linken Mittelfeldseite arbeitenden Roland Sallai und ein Versuch von Lukas Kübler (63.), den nach einer guten Stunde aber Hradecky sicher in Empfang nahm, waren weitere Freiburger Möglichkeiten. Auch angetrieben vom Publikum trat der SC mit zunehmender Spielzeit druckvoller auf. Zwar suchten auch die Gäste nach wie vor den Weg nach vorne, die besseren Chancen, das Spiel noch für sich zu entscheiden, besaß jedoch der Sport-Club.

 

„Es war am Anfang so, wie wir das erwartet hatten", sagte Mike Frantz nach dem Spiel. „Wir mussten gegen die individuell stark besetzten Leverkusener viele Meter machen. Dabei ist es uns gelungen, gut zu verteidigen und einen Spieler wie Kai Havertz, der immer wieder gefährlich in den Zwischenräumen auftaucht, fast ganz aus dem Spiel zu nehmen. Wir hatten auch gehofft", so der SC-Kapitän, „mit zunehmender Spieldauer noch zu eigenen Möglichkeiten zu kommen. Dass der Ball am Schluss am Pfosten landet war natürlich bitter, aber das Spiel hat auch sehr viel Kraft gekostet."

 

Waldschmidt trifft kurz vor Schluss den Pfosten

 

Eine erste gute Möglichkeit zur Führung besaß bei den zunehmenden Freiburger Vorstößen Christian Günter (73.). Nach einem langen Diagonalball von Koch ging die Direktabnahme des in den Strafraum gesprinteten Außenverteidigers aber knapp über die Querlatte. In den Schlussminuten wurde Sallai bei einem weiteren verheißungsvollen SC-Konter noch im Bayer-Strafraum gestoppt. Bevor in der Schlussminute der regulären Spielzeit die beste SC-Chance der Begegnung folgte: Nach einem schnellen Angriffszug über die rechte Seite und einem Zuspiel von Haberer landete der Flachschuss von Luca Waldschmidt (90.) am rechten Pfosten.

 

„Nach der so auch geplanten Umstellung sind wir in der zweiten Halbzeit fußballerisch immer besser geworden", sagte Christian Streich. „Ich kann mich eigentlich an keine klare Torchance für Leverkusen erinnern. Am Ende können wir das Spiel sogar gewinnen. Ich glaube, das Unentschieden ist letztlich ganz korrekt. Ich bin jedenfalls nicht unzufrieden mit dem Punkt gegen einen solchen Gegner."

 

Gleich zwei Wochen Zeit bleiben nach dem siebten Spieltag bis zum nächsten Auswärtsspiel in der Bundesliga. Das kommende Wochenende ist aufgrund der zweiten Länderspielpause dieser Saison punktspielfrei.

 

Erneut an einem Sonntag (21. Oktober, 15.30 Uhr) ist der Sport-Club anschließend im Berliner Olympiastadion beim aktuellen Fünften Hertha BSC zu Gast. Bis dahin steht der SC in der Tabelle weiter vor Bayer Leverkusen und verbesesserte sich zunächst auf den elften Platz.

 

Dirk Rohde