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U19 gewinnt 3:1 gegen Waldhof Mannheim

Guter Ausgang eines Geduldspiels

Die U19 des SC Freiburg hat den zweiten Platz in der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest verteidigt. Am 21. Spieltag gewann der SC-Nachwuchs mit 3:1 (1:1) gegen den SV Waldhof Mannheim.

Fußballspiele werden nicht auf dem Papier entschieden. Trotzdem hört man sie immer wieder, diese Formulierung: „Auf dem Papier ist das eine eher leichte Aufgabe." Viele Zuschauer, die vor der Partie der U19 des Sport-Club gegen den SV Waldhof Mannheim einen Blick auf die Tabelle der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest geworfen hatten, dürften das über die Aufgabenstellung für den SC-Nachwuchs gedacht haben. Dementsprechend hatte das SC-Trainerteam Martin Schweizer, Bernhard Weis und Ali Gasmi seine Mannschaft auf das Duell mit dem bereits als Absteiger feststehenden Tabellenletzten vorbereitet. „Solche Spiele sind psychologisch nicht ganz einfach, da hat man nicht viel zu gewinnen. Jeder erwartet in so einem Spiel doch einen klaren Sieg von uns", sagte Schweizer, der mit seinen Kollegen unter der Woche daraufhin gewirkt hatte, dass „unsere Jungs auch diese Partie wieder hochkonzentriert angehen".

 

Das tat die Mannschaft auch und versuchte gegen die tief und kompakt stehenden Gäste aus der Kurpfalz mit kontrollierter Offensive zum Erfolg zu kommen. Das wäre in der 13. Minute zum ersten Mal fast gelungen, aber Pius Krätschmer setzte eine Hereingabe von Mohamed Dräger aus acht Metern drüber. Auf der Gegenseite landete der Ball nach dem ersten gefährlichen Mannheimer Angriff im Freiburger Tor, aber Jannik Marx' Treffer zählte wegen einer Abseitsstellung nicht (17.). Vilart Hasani machte es in der 23. Minute besser, startete im richtigen Moment durch, erlief den Schnittstellenpass von Frederick Polzer, umspielte Waldhof-Torhüter Paul Lawall und schob zur 1:0-Führung für den Sport-Club ein.

 

Sechs Minuten später nahm Hasani eine flach getretene Ecke von Krätschmer direkt, aber Lawall konnte parieren (23.). Nach einer knappen halben Stunde hatte der SC die Spielkontrolle kurz aus der Hand gegeben und etwas zögerlich verteidigt. Schon stand Andre Becker nach einer Flanke von der rechten Seite im Strafraum frei, schaute kurz hoch und schloss unhaltbar für SC-Torhüter Lucas Bundschuh zum 1:1-Ausgleich ins lange Eck ab (31.).

 

Während die Mannschaft von Serkan Secerli beim Ergebnis Gleichstand hergestellt hatte, musste sie ab der 34. Minute in Unterzahl weiterspielen. Pius Dorn war Waldhof-Innenverteidiger Clement Glässer entwischt, was dazu führte, dass Glässer den SC-Offensivakteur als letzter Mann nur noch mit einer Textilbremse kurz vor dem Strafraum am Fortkommen hindern konnte. Die logischen Konsequenzen: die Rote Karte für Glässer und ein Freistoß für den Sport-Club, den Krätschmer knapp neben das Gäste-Gehäuse setzte (32.). Kurz vor der Halbzeit verpasste Dorn am zweiten Pfosten noch eine Flanke von Polzer, ansonsten konnte der SC die Überzahlsituation nicht für weitere Torchancen nutzen.

 

Mit einem guten Gefühl in das Spitzenspiel

 

Auch den zweiten Abschnitt gingen die Gastgeber so an, wie sie schon den ersten Durchgang bestritten hatten: Mit dem deutlich erkennbaren Willen, das Spiel zu kontrollieren, sich aber nicht in kopflosen Offensivaktionen zu verlieren. „Wir haben das Spiel mit unserer Geduld und gutem Passspiel dominiert", analysierte Schweizer, der dabei nicht vergaß hinzuzufügen, dass „uns im letzten Spielfelddrittel die Konsequenz und Zielstrebigkeit gefehlt hat."

 

Beides kam in der 62. Minute zusammen, als Dorn von der rechten Seite in die Mitte spielte, wo Dräger zur 2:1-Führung einschoss (62.). Anschließend schien der nächste Freiburger Treffer nicht lange auf sich warten zu lassen, aber Dorns Kopfball nach einer Flanke von Kolja Herrmann ging knapp vorbei (63.), Polzers Schuss aus 18 Metern drüber (68.) und Marcony Pimemtels Schuss aus 18 Metern lenkte Lawall mit den Fingerspitzen über die Latte (70.).

 

Ein Tor und ein Mann mehr: „Da kann eigentlich nicht mehr viel passieren, denkt man", erinnerte sich Schweizer nach Spielschluss an seine Gedankengänge nach dem zweiten Treffer. Doch in den letzten 20 Minuten der Partie passierte dann doch noch etwas. Nach einem Konter der Gäste stand Andre Becker im Freiburger Strafraum und vor Bundschuh - der SC-Torhüter konnte das Eins-gegen-Eins-Duell für sich entscheiden. Der Abpraller landete bei Maximilian Schilling, dessen Abschluss aus sieben Metern konnte aber mit vereinten Freiburger Kräften abgewehrt werden. In der 84. Minute setzte sich Maximilian Faller auf der linken Seite durch, flankte in die Mitte, wo Dräger zum 3:1-Endstand einschoss. In der 88. Minute fehlten ein paar Zentimeter zum vierten Freiburger Treffer, da Dorns Linksschuss knapp am Pfosten vorbeistrich.

 

Letztendlich waren alle Freiburger Beteiligten froh über den dritten Sieg in Folge und gehen mit einem guten Gefühl in das nächste Heimspiel, das von der Papierform her eine andere Angelegenheit ist: Am kommenden Sonntag, 12. April, gastiert mit dem Karlsruher SC nämlich der punktgleiche Tabellendritte der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest in der Freiburger Fußballschule. Anstoß des badischen Derbys ist um 13 Uhr.

 

Niklas Ziegler