Kurzpass mit Ann-Kathrin Mack
In unserer Interviewreihe „Kurzpass“ geben Menschen aus dem Kreis unserer SC-Partner und -Sponsoren kurze, persönliche Einblicke. In der letzten Ausgabe nominierte Christian Steiger Ann-Kathrin Mack, Geschäftsführerin des Europa-Park, für die nächste Runde.
Christian Steiger wollte von Ann-Kathrin Mack wissen:
Was war die mutigste Entscheidung, die du je für dein Unternehmen getroffen hast, und hat sie sich gelohnt? Eine der mutigsten Entscheidungen war für mich sicherlich, unser bisheriges Camp Resort mit der Silver Lake City zu einem eigenständigen Resort weiterzuentwickeln. Wir haben hier bewusst groß gedacht und viel in die Zukunft investiert. Als Architektin war es mir besonders wichtig, einen Ort zu schaffen, der sich authentisch anfühlt und an dem unsere Gäste auch unabhängig vom Besuch des Europa-Park eine wunderbare Zeit verbringen können. Wenn ich heute sehe, wie lebendig unsere Westernstadt geworden ist und mit welcher Begeisterung die Menschen sie entdecken, bin ich überzeugt, dass sich dieser Mut gelohnt hat.
Welche drei Worte beschreiben Ihr Unternehmen am besten?
Familiär. Traditionsbewusst. Innovationsstark.
Welche Werte des Sport-Club passen besonders gut zu Ihrem Unternehmen?
Was uns besonders verbindet, ist die tiefe Verwurzelung in unserer Heimat. Der SC Freiburg und der Europa-Park sind seit Jahrzehnten eng mit der Region und ihren Menschen verbunden. Wir sind hier groß geworden, fühlen uns unserer Heimat verpflichtet und tragen diese Verbundenheit auch nach außen. Gleichzeitig teilen wir die Überzeugung, dass nachhaltiger Erfolg Zeit braucht. Der SC beweist eindrucksvoll, was entstehen kann, wenn man jungen Talenten vertraut, sie konsequent fördert und ihnen die Möglichkeit gibt, sich über Jahre zu entwickeln. Diese langfristige Denkweise ist auch für uns als Familienunternehmen von großer Bedeutung.
Was macht einen Spieltag beim Sport-Club für Sie zu einem besonderen Erlebnis?
Fußball hat bei uns in der Familie schon immer einen hohen Stellenwert. Ich habe selbst Fußball gespielt, mein Mann ist ebenfalls großer Fußballfan und auch der Rest unserer Familie fiebert begeistert mit. Entsprechend emotional erleben wir natürlich auch die Spiele des SC. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie viel Einsatz und Leidenschaft in diesem Sport stecken, und kann mich deshalb für das Geschehen auf dem Platz genauso begeistern wie für die unglaubliche Atmosphäre auf den Rängen. Besonders schön finde ich, wie der Fußball Generationen verbindet und Menschen zusammenbringt, die gemeinsam mit ihrer Mannschaft jubeln und mitfiebern. Das macht jeden Spieltag für mich so besonders.
Welcher Moment mit dem Sport-Club ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist mir natürlich der historische Einzug des SC ins Europa-League-Finale in diesem Jahr. Der Sieg gegen Braga und die anschließenden Jubelszenen im Europa-Park Stadion waren einfach unglaublich. Wenn man bedenkt, welchen Weg dieser Verein über die vergangenen Jahrzehnte zurückgelegt hat, bekommt dieser Erfolg noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Der SC hat sich mit viel Kontinuität, einer klaren Philosophie und großem Zusammenhalt zu einem international erfolgreichen Verein entwickelt und ist dabei seiner Heimat immer treu geblieben. Dass schließlich eine ganze Region bis zum Finale nach Istanbul mitgefiebert hat, war wirklich etwas Besonderes. Ich war selbst dabei und durfte diese außergewöhnliche Atmosphäre hautnah miterleben. Die Begeisterung der Fans, die Emotionen und das gemeinsame Mitfiebern werden mir als unvergessliches Erlebnis in Erinnerung bleiben. Auch im Europa-Park haben wir mit unseren Gästen gejubelt und zum Finale sogar unsere Achterbahnen in den Vereinsfarben erstrahlen lassen. Der große Titel ist am Ende zwar ausgeblieben, aber die Begeisterung und der Stolz auf diese Mannschaft bleiben.
Was macht das Duell mit Union Berlin für Sie besonders?
Ich finde, hier treffen zwei Vereine aufeinander, die sich ihre ganz eigene Identität bewahrt haben und eine bemerkenswerte Verbundenheit zu ihren Fans pflegen. Bei Union beeindruckt mich besonders die Geschichte des Stadions, an dessen Umbau zeitweise sogar tausende Fans selbst mitgearbeitet haben. Gerade als Architektin finde ich das faszinierend. Es zeigt, wie viel ein Ort den Menschen bedeuten kann, wenn sie sich wirklich mit ihm identifizieren. Ich freue mich deshalb auf eine spannende Begegnung zweier charakterstarker Vereine.
Mit welchem (ehemaligen) SC-Spieler würden Sie gerne einmal einen Kaffee trinken und worüber würden Sie sprechen?
Mit Matthias Ginter. Er ist beim SC groß geworden, hat anschließend bei anderen großen Vereinen wertvolle Erfahrungen gesammelt und ist schließlich nach Freiburg zurückgekehrt. Mich würde interessieren, wie sich sein Blick auf die Heimat durch diese Erfahrungen verändert hat und was die besondere Verbundenheit zu seinem Verein für ihn ausmacht. Das ist schließlich auch ein Thema, das uns als Familienunternehmer sehr beschäftigt.
Wer sollte den Fragebogen als Nächstes beantworten?
Hans-Martin Hellebrand, Vorstandsvorsitzender von Badenova.
Meine Frage an die nächste Person lautet:
Was würden Sie heute gerne anstoßen, dessen Erfolg vielleicht erst die nächste Generation wirklich sehen wird?
