Glanz und Glamour an der Côte d’Azur
Wissenswertes rund um die Monaco-Reise
Zum ersten Auswärtsspiel der Ligaphase reist der SC Freiburg eine Woche nach dem Auftaktspiel in der Conference League gegen den FK Jablonec an die Mittelmeerküste zur Partie bei AS Monaco. Über das Fürstentum und den Gegner des Sport-Club hat unser Stadionmagazin Heimspiel elf interessante Fakten zusammengetragen.
1. Neuer Länderpunkt für den SC
Bei Monaco handelt es sich nicht um eine Stadt in Frankreich, sondern um einen souveränen Zwergstaat. Hinter der Vatikanstadt gilt die Küstenenklave an der Côte d’Azur als zweitkleinster Staat der Welt. Die Staatsform Monacos ist eine konstitutionelle Monarchie unter Staatsoberhaupt Fürst Albert II.
2. Fußball an der Mittelmeerküste
Association Sportive de Monaco Football Club lautet, etwas sperrig, der vollständige Name des Vereins. Kein Wunder, dass gemeinhin von der AS Monaco die Rede ist. Sie wurde 1919 gegründet und spielte 29 Jahre auf Amateurebene, bevor sie sich 1948 zum professionellen Club wandelte.
3. Tiki -Taka auf engem Raum
Wie die Bezeichnung „Zwergstaat“ schon andeutet, verfügt Monaco über nicht sonderlich viel Fläche. Gerade einmal 2,084 Quadratkilometer – und damit sogar etwas weniger als der Freiburger Stadtteil Betzenhausen – misst das Fürstentum. Darauf verteilen sich aber rund 38.000 Menschen, weswegen Monaco die höchste Bevölkerungsdichte aller Staaten weltweit aufweist.
4. Fürstliches Wappen
Die AS Monaco ist der einzige Club aus der ersten französischen Liga, der einen souveränen Staat repräsentiert. Entsprechend eng geht damit die Identifikation mit dem Fürstentum einher, die sich auch im Wappen widerspiegelt. So findet man auf dessen Spitze eine fürstliche Krone und darunter den Namen „AS Monaco FC“. Die rot-weißen Streifen erinnern wiederum an die Farben des Hauses Grimaldi, die bis heute in Monaco regierende Adelslinie.
5. Erhöhtes Verkehrsaufkommen
Neben Fußball findet sich auch eine weitere bekannte Sportart in Monaco wieder. In den Straßen der Stadtbezirke Monte-Carlo und La Condamine wird jährlich der „Große Preis von Monaco“ der Formel 1 ausgetragen. Die Strecke gilt als eine der anspruchsvollsten Rennpisten des Motorsports.
6. Zu Gast bei Nachbarn
Bedingt durch die geografische Nähe und den Mangel an Konkurrenz im eigenen Fürstentum, nimmt die AS Monaco am französischen Ligabetrieb teil und konnte sich dort mit acht Meisterschaften sowie fünf Pokaltiteln als eines der erfolgreichsten Teams etablieren. Die letzte Meisterschaft feierten die Monegassen in der Saison 2016/17 mit bekannten Gesichtern wie Kylian Mbappé, Bernardo Silva und Radamel Falcao.
7. Parlez-vous français?
Die Amtssprache in Monaco ist zwar Französisch, doch auch mit Englisch und Italienisch kann man sich vor Ort ohne Probleme verständigen. Wenn jemand trotz bestem Schul-Französisch dennoch nur Spanisch versteht, liegt das wahrscheinlich am lokalen Dialekt, der Gemeinsamkeiten mit dem Ligurischen aus der benachbarten italienischen Region Ligurien aufweist. Als kleines Beispiel: Auf Monegassisch nennt man einen Dummkopf „Babulu“.
8. Thronsitz des Vereins
Die Heimstätte der AS Monaco ist das „Stade Louis II.“ Es wurde 1985 eröffnet und bietet 18.523 Sitzplätze. Stehplätze gibt es keine, dafür über 1.700 Parkmöglichkeiten, da sich das Spielfeld in 8,5 Meter über der Straßenhöhe auf einem Parkhaus befindet – schließlich muss hier platzsparend gearbeitet werden. Für die Trainingsplätze fand sich indes kein Platz mehr, diese liegen im nahegelegenen La Turbie in Frankreich.
9. Glücksspiel im historischen Flair
Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Monacos und Schauplatz für diverse Filme, darunter „James Bond 007 – Golden Eye“, ist das Casino Monte-Carlo. Ursprünglich wurde es 1863 als weitere Einkommensquelle für das Fürstentum gegründet, heute ist die Spieloase primär ein Spektakel für Architektur- und Autoliebhaber.
10. Besser schlafen
Das Hôtel de Paris in Monte-Carlo ist das wohl prestigeträchtigste Hotel in Monaco. Entsprechend hoch fallen die Preise für eine Übernachtung aus. Wer bei der Auswärtsfahrt etwas mehr auf sein Portemonnaie achten möchte, findet weitaus günstigere Unterkünfte in umliegenden Städten wie Nizza. Von dort erreicht man Monaco in gemütlichen 25 Minuten mit dem Zug.
11. Sightseeing auf „Le Rocher“
Wer Monacos geschichtliche Seite erkunden möchte, geht am besten in die Altstadt Monaco-Ville. Neben dem Fürstenpalast findet man hier viele weitere historische Gebäude und hat durch die erhöhte Lage des Stadtteils einen schönen Ausblick auf das Meer und andere Teile der Stadt.
Fabian Volz
Foto: Imago Images
Dieser Text erschien erstmals in unserem Stadionmagazin Heimspiel, das es hier im Abo gibt.
