"Es ist hier sehr familiär"

Verein
24.03.2026

Am Millerntor erzielte er einen Doppelpack, nun spricht er im Doppelpass. In unserer Heimspiel-Rubrik "Doppelpass" trifft Igor Matanovic SC-Jugendspieler Samir Muratovic. Der Angreifer unterhält sich mit dem U12-Nachwuchsspieler über Schule und Fußball, Vorbilder im eigenen Verein, frühe Idole sowie besondere Mitspieler. 

Igor: Hallo Samir, wie geht’s? Ich habe schon gehört, du spielst in der D-Jugend. Welche Position?

Samir: Mittelfeld. Ich spiele in der U12 und bin seit dem vergangenen Sommer beim SC Freiburg.

Igor: Okay, also so wie ich. Wer ist dein Vorbild hier im Team?

Samir: Maxi Eggestein.

Igor: Das passt. Ein sehr guter Spieler, von dem du dir auf deiner Position sicher viel abschauen kannst. Vielleicht kann ich dir auch den einen oder anderen Tipp geben. Aber zuerst: Was interessiert dich?

Samir: Konntest du früher die Schule und den Fußball gut miteinander vereinbaren?

Igor: Ja, das war ein wichtiges Thema, auch für meine Eltern. Das kennst du bestimmt selbst. Du brauchst etwas Handfestes, auch wenn es dein Traum ist, Fußballprofi zu werden. Du kannst es schaffen, aber es ist enorm schwer. Und natürlich gehört auch Glück dazu. Man kann sich immer verletzen, oder es klappt am Ende doch nicht. Deshalb ist es umso wichtiger, auch einen Schulabschluss zu haben und sich ein zweites Standbein aufzubauen. Ich habe erst Fachabitur gemacht und bin dann schon mit 17 Jahren Profi beim FC St. Pauli geworden. Was sagen deine Eltern?

Samir: Sie sehen das genauso und legen großen Wert darauf, dass ich neben dem Fußball auch die Schule gut hinbekomme. Das funktioniert bisher auch, momentan besuche ich eine Realschule. In welchem Alter kamst du ins Nachwuchsleistungszentrum?

Igor: Tatsächlich sehr früh. Ich habe mit fünf Jahren bei meinem ersten Verein, dem Harburger TB in Hamburg gespielt, wo ich geboren bin. Bei einem Hallenturnier haben wir im Finale gegen den FC St. Pauli gespielt. Später wurde ich zum Probetraining eingeladen und war mit sieben Jahren schon bei St. Pauli im NLZ. Dort habe ich dann in meiner ganzen Jugend und insgesamt 13 Jahre gespielt, bevor ich den Verein als 20-Jähriger verließ und zu Eintracht Frankfurt wechselte.

Samir:Was war die allererste Position, die du gespielt hast?

Igor: Ich war immer Stürmer. Ich glaube, alles andere könnte ich auch nicht (lacht). Hast du mal eine andere Position gespielt?

Samir: Als ich noch klein war, habe ich auch Stürmer gespielt. Dann hat mich unser Trainer irgendwann mal zentraler eingesetzt, und das lag mir ganz gut. Als Mittelfeldspieler hat man auch häufiger den Ball. Wer war früher dein Idol?

Igor: Ich hatte immer zwei. Zum einen war das der kroatische Stürmer Mario Mandžukić, den kennst du wahrscheinlich auch noch. Er hat eine tolle Karriere gehabt und war ein echtes Vorbild für mich. Genauso wie Zlatan Ibrahimović, nicht nur wegen seiner zahllosen Tore, sondern auch wegen seiner bemerkenswerten Art und seinem Selbstbewusstsein. Und bei dir, außer Maxi Eggestein?

Samir: Da würde ich auch Zlatan Ibrahimović nennen, weil er, wie du gesagt hast, als Spieler und Persönlichkeit eine große Aura hat. Und wer war bisher dein bester Mitspieler?

Igor: Ich hatte tatsächlich schon ein paar sehr gute und sehr bekannte Mitspieler. In der kroatischen Nationalmannschaft zum Beispiel Luka Modrić, sicherlich der größte Name. Aber auch Mateo Kovačić und Joško Gvardiol sind außergewöhnliche Spieler, genauso wie Mario Götze, mit dem ich bei Eintracht Frankfurt zusammengespielt habe.

Samir: Fandest du es dann schwer, dich hier beim SC zurechtzufinden, nachdem du aus Frankfurt nach Freiburg gewechselt bist?

Igor: Nein, denn es wurde mir sehr einfach gemacht. Natürlich musst du dich immer in eine neue Mannschaft integrieren. Aber ich muss sagen, dass mich nicht nur die Spieler und das Trainerteam, sondern auch der Staff drumherum, die Physio-Abteilung oder die medizinische Abteilung mit offenen Armen empfangen haben. Und das finde ich, verkörpert der ganze Verein, dass es hier sehr familiär ist und es jedem, der neu dazukommt, leichtgemacht wird.

Samir: Und sportlich verläuft die Saison bisher auch sehr gut.

Igor: Auf jeden Fall. Wir stehen in der Bundesliga gut da, haben das Halbfinale im DFB-Pokal und das Achtelfinale der Europa League erreicht. Darauf können wir wirklich stolz sein. Aber wir wollen jetzt weitermachen und weiter Gas geben. Was natürlich genauso für mich persönlich gilt.         

aufgezeichnet und Foto von Dirk Rohde

Bildunterschrift: Igor Matanović (22, links) kam im Juli 2025 von Eintracht Frankfurt zum SC, für den er seitdem 37 Pflichtspiele (11 Tore) bestritt. Samir Muratović (11) ist seit Sommer 2025 beim Sport-Club, war zuvor bei SF Eintracht Freiburg und spielt in der U12 des SC.

Dieses Gepräch erschien erstmals im Stadionmagazin Heimspiel, das zu jedem Heimspiel des Sport-Club erscheint und auch als Abo erhähtlich ist. 

 
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