Am Sonntagabend um 19.30 Uhr beschließt der Sport-Club beim 1. FC Köln den zweiten Spieltag der jungen Saison (live auf Dazn, im Ticker in unserem Matchcenter sowie als Audioreportage „Sportclub live“).
Als Julian Schuster am Freitagnachmittag um halb drei den Pressekonferenzraum im Bauch des Europa-Park Stadions betrat, standen die Europa-League-Gegner des SC erst seit einer knappen Stunde fest. Kein Wunder also, dass der Fokus der teilnehmenden Medienvertreter zunächst weniger auf der kommenden Partie in der Domstadt und mehr auf den acht Teams lag, die der Sport-Club im diesjährigen Europa-Abenteuer zugelost bekommen hatte. "Es sind Mannschaften dabei, die Champions-League-Erfahrung haben, schöne Stadien, ein internationales Derby gegen Basel. Alle Teams haben eine gewisse Attraktivität“, freute sich Schuster über die anstehenden internationalen Begegnungen.
Insgesamt aber geht der Blick des Freiburger Trainerteams wohl eher in Richtung des Sonntagabendspiels in der Bundesliga und erst zu einem späteren Zeitpunkt auf die im September beginnende Europa-Reise. Zumal es unter der Woche die unglückliche Auftaktniederlage gegen Augsburg aufzuarbeiten galt. "Es waren viele Sachen dabei, auf denen wir aufbauen können. Wir sind für die wenigen Dinge, die wir zugelassen haben, bestraft worden. Solche Momente müssen wir minimieren. Es ist wichtig, nach Rückschlägen eine emotionale Balance und den Fokus zu finden", sagte Schuster mit Blick auf das 1:3.
Die erste Auswärtsreise der Bundesliga-Spielzeit führt zum – mit einem 1:0-Erfolg gegen Mainz gestarteten – Aufsteiger aus Köln, der vor eigenem Publikum traditionell schwer zu bespielen ist. Entsprechend warnt Schuster: "Sie sind taktisch sehr flexibel, können auch hohes Pressing spielen. Wir müssen uns auf verschiedene Herangehensweisen vorbereiten. Wenn man ihre Spiele gesehen hat und den Verein kennt, dann weiß man, was uns am Sonntag erwartet. Sie haben einen neuen Trainer, viel Energie. Es kommt darauf an, von Anfang an voll da zu sein.“
Inwieweit der 40-Jährige dabei auf die Dienste der zuletzt angeschlagenen Spieler zurückgreifen kann, ist noch unsicher. Zwar sind Philipp Treu, Patrick Osterhage, Max Rosenfelder, Niklas Beste und Igor Matanovic nach und nach wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, ein Einsatz ist aber noch fraglich.
David Hildebrandt
Foto: Achim Keller