Umkämpfter Heimerfolg gegen den FCA

Profis
21.03.2021

Durch Treffer von Roland Sallai (51.) und Philipp Lienhart (79.) gewinnt der SC Freiburg zuhause gegen Augsburg. 

„Wir sind richtig gut ins Spiel gekommen und hätten da schon in Führung gehen müssen“, sagte Christian Streich nach dem insgesamt zehnten Freiburger Saisonsieg am 26. Bundesliga-Spieltag. „Danach ist das Spiel ausgeglichener geworden, aber die Mannschaft hatte heute die Bereitschaft, alles reinzuwerfen“, so der SC-Trainer. „Deshalb haben wir nicht unverdient gewonnen, endlich auch mal wieder mit einem Standardtor.“

„Wir sind schwer ins Spiel gekommen“, konstatierte dagegen FCA-Coach Heiko Herrlich. „In der zweiten Halbzeit haben wir es eigentlich ganz gut gemacht. Aber beim ersten Gegentreffer haben wir ganz schwach verteidigt und mit dem 2:0 war dann der Deckel drauf.“   

Vier Veränderungen und Startelf-Debüt für Til

Der Sport-Club begann gegenüber der Partie in Mainz mit vier personellen Veränderungen in der Startelf. Lukas Kübler, Manuel Gulde, Baptiste Santamaria und Guus Til spielten anstelle von Jonathan Schmid, Dominique Heintz, Keven Schlotterbeck und Wooyeong Jeong, die alle zunächst auf der Bank saßen. Für Til, der hinter Lucas Höler als hängende Spitze auflief, war es der erste Einsatz in der SC-Anfangsformation, die gegen Augsburg in einer 4-4-2-Grundordnung formiert war.

Nicht zum Kader zählte diesmal Nils Petersen. Der Stürmer fehlte vorsichtshalber nach einem nicht eindeutigen Corona-Testergebnis, dem weitere Testungen folgen. Dass der SC gegen die Fuggerstädter im gelben Ausweichtrikot anstelle des Heimjerseys auflief, hing nicht mit dem gestrigen Frühlingsbeginn zusammen. Der ungewohnte Anblick im Schwarzwald-Stadion hatte vielmehr mit der Rot-Grün-Sehschwäche eines Spielers zu tun und der FCA spielte im grünen Dress.

Die Gäste starteten nach dem 3:1-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach unverändert in die Partie. Fokussierter auftreten und besser spielen als bei den vergangenen beiden Niederlagen in Mainz und gegen Leipzig hatte Streich als Zielvorgabe für die Partie gegen den FC Augsburg formuliert. Und der SC zeigte in einer von Beginn an intensiven Begegnung einen starken und dominanten Start. Dazu erarbeitete der Sport-Club früh Torchancen.

Trotz guter Chancen torlos zum Pausentee

Einen ersten Kopfball von Roland Sallai (3.) parierte Rafal Gikiewicz. Kurz darauf leitete Christian Günter mit einer Flanke von der linken Seite eine Doppelchance ein. Die Direktabnahme von Santamaria wehrte Gikiewicz ab, der folgende Kopfball von Til (6.) ging knapp über das Tor. Nach einer knappen Viertelstunde vereitelte wieder Gikiewicz nach einer kurzen Ecke die nächste Möglichkeit für Nicolas Höfler.

Die Gäste kamen erst nach gut 20 Minuten zu ersten Abschlüssen. Zweimal setzte Marco Richter den Ball aus der Distanz am Freiburger Tor vorbei. Anschließend suchten auch die Gäste etwas häufiger den Weg vor das gegnerische Tor. Eine klare Chance kam dabei aber gegen den konzentriert verteidigenden SC nicht heraus. Aber auch der Sport-Club tat sich gegen die gut organisierte Ausgburger Defensive jetzt schwerer, weitere Möglichkeiten zu erarbeiten.

„Energie rein“ forderte Christian Streich zwischenzeitlich lautstark. Diese konnte man seinem Team vor der Pause allerdings nicht absprechen, eher schon die letzte Präzision, was die Verwertung der eigenen Möglichkeiten betraf.

Führung durch Sallai nach dem Wiederanpfiff

Die vom Trainer angemahnte Energieleistung vollbrachte dann wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff Christian Günter. Der SC-Kapitän setzte über seine linke Seite zu einem Vorstoß bis in den Augsburger Strafraum an. Seinen finalen Querpass verwertete Sallai (51.) mit einem Flachschuss zur nicht unverdienten Führung für den SC.

Kurz darauf hätten die Gäste ausgleichen können, aber der erneut stark haltende Florian Müller wehrte einen Schuss von Richter aus spitzem Winkel ab. Beim Sport-Club kam als erste frische Kraft Ermedin Demirović für Til in die Partie. Der Stürmer verpasste unmittelbar darauf eine weitere Hereingabe von Günter knapp.

Auch wenn der SC die Partie nach wie vor kontrollierte, galt es neben dem Energielevel auch das Konzentrationsniveau hoch zu halten, denn die kampfstarken Gäste näherten sich jetzt häufiger dem SC-Tor. Für die größte Gefahr sorgten sie dabei aus der Distanz. Einen Schuss von Rani Khedira (58.) lenkte Müller zur Ecke. Auch einen gefährlich über die Mauer gezogenen Freistoß von Daniel Caligiuri (66.) parierte der SC-Keeper reaktionsschnell.

Lienhart trifft per Kopf zum Endstand

Mit zunehmender Spieldauer drängte Augsburg immer stärker, der Sport-Club kam kaum nur selten zu Entlastungsangriffen. Den letztlich spielentscheidenden Moment leitete erneut Günter ein, diesmal mit einem Freistoß von der linken Seite. Diesen köpfte Demirović an den rechten Pfosten, und den Abpraller köpfte wiederum Philipp Lienhart ins Tor (79.). Allerdings hatte der Linienrichter die Fahne gehoben und den Torjubel noch einmal ausgebremst – zumindest für zwei Minuten und einer VAR-Überprüfung, nach der Schiedsrichter Bastian Dankert den Treffer schließlich gab.

Durchaus bemerkenswert: Für Verteidiger Philipp Lienhart war es bereits das vierte Saisontor. In der Schlussphase verteidigte der Sport-Club gegen weiterhin auf einen eigenen Treffer drängende Augsburger. „Was gut war, war der Wille zu fighten und zu arbeiten", erklärte Christian Streich. Nach dem hart erkämpften aber insgesamt verdienten Heimsieg geht der SC mit 37 Punkten und wieder als Tabellenachter in die nun folgende Länderspielpause.

Nach einem Testspiel am Donnerstag gegen den FC Basel geht es für den Sport-Club übernächstes Wochenende am Ostersamstagabend (3. April, 20.30 Uhr) bei Borussia Mönchengladbach wieder um Punkte.

Dirk Rohde

Foto: Achim Keller 

Stenogramm

SC Freiburg: Müller – Kübler (73., Schmid), Lienhart, Gulde (81.,Schlotterbeck), Günter – Sallai (81., Heintz), Santamaria, Höfler, Grifo (81., Haberer) – Til (56., Demirovic), Höler
Trainer: Christian Streich

FC Augsburg: Gikiewicz - Framberger, Gouweleeuw, Uduokhai, Gumny (80., Pedersen) - Strobl (61., Gruezo), R. Khedira (80., Niederlechner) - Caligiuri, Benes (61., Vargas), M. Richter - Hahn
Trainer: Heiko Herrlich

Schiedsrichter: Bastian Dankert Zuschauer: keine
Tore: 1:0 Sallai (51.), 2:0 Lienhart (79.)
Gelb: Lienhart, Gulde, Santamaria, Til, Höfler, Günter, Demirovic - Uduokhai, Gouweleeuw
 
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