Sport-Club unterliegt mit 0:3 in Berlin

Profis
06.05.2021

Der SC Freiburg hat sein Nachholspiel bei der Hertha in Berlin mit 0:3 (0:2) verloren. Krzysztof Piatek (14.), Peter Pekarik (22.) und Nemanja Radonjic (85.) trafen am Donnerstagabend im Olympiastadion für die Hausherren.

"Es war ein bisschen enttäuschend, weil die Situation eigentlich gut für uns war, weil wir nicht den ganz großen Druck hatten. Wir wollten hoch anlaufen, was wir getan haben. Die Räume auf der Seite waren da, aber wir haben sie nicht gefunden, weil wir nicht gut genug gespielt haben. Zu allem Übel haben wir zweimal extrem schlecht verteidigt. Wir haben die Gegenspieler einfach laufen lassen. Dass es nach 20 Minuten 2:0 steht, hat Hertha in die Karten gespielt", sagte Freiburgs Trainer Christian Streich im Anschluss. "Die zweite Hälfte war in Ordnung, da hat uns die Präzision gefehlt." Mit 41 Punkten bleibt der SC Neunter der Tabelle. Die Hertha klettert mit 30 Punkten auf den 14. Platz.  

Gulde und Santamaria neu in der Startelf

Zwölf Tage nach dem 1:1 im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim stand der Sport-Club an diesem Donnerstagabend erstmals wieder in einem Pflichtspiel auf dem Rasen. Um kurz nach halb sieben starteten die Freiburger mit einer auf zwei Positionen veränderten Aufstellung in die Nachholpartie des 30. Bundesliga-Spieltags.

In der Innenverteidigung komplettierte Manuel Gulde das Trio um Philipp Lienhart und Keven Schlotterbeck. Auf der Doppelsechs kehrte Baptiste Santamaria nach abgesessener Gelbsperre in die Startelf zurück. Dominique Heintz und Yannik Keitel nahmen zunächst auf der Bank Platz.

Die Berliner, die nach einer 14-tägigen Team-Quarantäne am Montag das erste von insgesamt drei Nachholspielen absolviert hatten, wechselten neunfach. Nach dem 1:1 in Mainz spielten nur der ehemalige SC-Keeper Alexander Schwolow und Mittelfeldmann Mattéo Guendouzi Olié wieder von Beginn an.

Zwei Gegentore nach ansprechendem Beginn

Die Freiburger kamen gut ins Spiel, drängten die Berliner tief in ihre eigene Hälfte und verteidigten mit Nachdruck. Offensiv hatte Lucas Höler nach einem Freistoß früh die Chance zur Führung, sein Schuss verfehlte den Pfosten (7.). Bis hierhin ein eigentlich beruhigender Verlauf für alle, die es mit dem SC halten.

Doch dass Hölers Ball nicht zur Führung reichte, sollte sich als richtig ärgerlich erweisen. Denn kurz darauf lag der Ball auf der anderen Seite im Netz. SC-Schlussmann Florian Müller bekam einen Abschluss von Jordan Torunarigha nicht vollends entschärft, und Krzysztof Piatek war am gedankenschnellsten. Der Herthaner staubte den Ball vor der Freiburger Defensivabteilung ab und setzte ihn aus kurzer Distanz ins Tor (14.). Keine zehn Minuten später schallte die Berliner Tormusik erneut durch das Rund des historischen Stadions. Diesmal war es Herthas Peter Pekarik, der zum Kopfball hochstieg – und den Rückstand erhöhte (22.).

Damit waren die Kräfteverhältnisse vom Anfang umgekehrt, und die SC-Profis taten sich in den Folgeminuten schwer, daran etwas zu ändern. Bis auf einen wuchtigen Schuss von Ermedin Demirovic (42.) blieben die Gäste in der Gefahrenzone harm- und damit bis zum Pausenpfiff torlos.

Rückkehr zur Viererkette mit zwei frischen Kräften

Mit zwei frischen Kräften und einem taktischen Wechsel meldeten sich die Gäste im Spiel zurück. Keitel ersetzte Santamaria im defensiven Mittelfeld und Vincenzo Grifo verstärkte die Offensive. Für ihn verließ Schlotterbeck das Feld, was zu einer Umstellung auf ein 4-4-2-System führte.

Die Änderung zeigte Wirkung. Der SC suchte nun deutlich öfter den Weg nach vorne, und kam dem Anschluss mehrfach nahe. Einen passgenauen Kopfball von Nicolas Höfler parierte Schwolow mit einem Fußreflex (48.), nach einem Zuspiel von Kapitän Christian Günter zielte Höler knapp am Tor vorbei (53.), und Keitel stand bei seinem Annäherungsversuch im Abseits (63.).   

Mit Nils Petersen für Höler brachte das Freiburger Trainerteam noch einen neuen Impuls. Tatsächlich hatte der erfahrene Stürmer in der Schlussphase die beste SC-Chance. Doch sein Ball ging aus kurzer Distanz über den Querbalken (74.). Die Berliner kamen durch Matheus Cunhas Schuss ans Außennetz (70.) und an den Pfosten (73.) in unmittelbare Nähe des Gehäuses und trafen schließlich in Person von Nemanja Radonjic (85.) zum Endstand.

Immerhin: Schon in drei Tagen hat der Sport-Club die Möglichkeit, das Ergebnis aus Berlin vergessen zu machen. Am Sonntag ab 13:30 Uhr (live auf DAZN sowie im Matchcenter und auf Twitter) werden beim 1. FC Köln die nächsten Bundesliga-Punkte ausgespielt.

Sina Ojo

Foto: Ottmar Winter

Stenogramm

Aufstellung Hertha BSC: Schwolow – Torunarigha, Boyata (75., Stark), Alderete – Pekarik, Ascacibar, Darida (75., Zeefuik), Guendouzi (39., Khedira), Dilrosun (62., Cunha) – Piatek (62., Cordoba), Radonjic  
Trainer: Pál Dárdai  
   
Aufstellung SC Freiburg: Müller – Lienhart, Gulde, Schlotterbeck (45., Grifo) – Schmid, Höfler, Santamaria (45., Keitel), Günter – Höler (71., Petersen), Demirovic (87., Til), Sallai (83., Jeong)  
Trainer: Christian Streich  
   
Tore: 1:0 Piatek (13.), 2:0 Pekarik (22.), 3:0 Radonjic (85.)  
Gelbe Karten: Darida, Torunarigha, Alderete, Guendouzi - Höfler, Demirovic, Sallai  
Gelb-Rote Karten: -  
Rote Karten: -  
Schiedsrichter: Benjamin Cortus  

 

 
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