SC zieht souverän in Ligaphase ein

4:1-Sieg im Rückspiel gegen Motherwell

Männer
27.08.2026

Nach dem 3:1-Erfolg im Hinspiel bezwingt der Sport-Club den FC Motherwell im Play-off-Rückspiel in der UEFA Conference League vor heimischer Kulisse mit 4:1 (1:1). Derry Scherhant, Igor Matanovic, Cyriaque Irié und Keisuke Goto erzielten die Freiburger Tore. 

103 Tage lagen zwischen dem letzten Pflichtspiel vor eigenem Publikum und dem Play-off-Rückspiel in der UEFA Conference League. Die Fans hatten dem Heimspielauftakt im Europa-Park Stadion ganz offensichtlich entgegengefiebert – lautstark und euphorisch präsentierten sich die zumeist in weiß gekleideten Anhänger/innen des Sport-Club. Sie hatten auch allen Grund dazu, war ihre Mannschaft doch mit zwei Siegen optimal in die Spielzeit gestartet.

Auch an diesem Donnerstagabend bestätigten die Breisgauer ihre gute Frühform und gingen mit ihrem ersten Angriff direkt in Führung. Nach einem schönen Steckpass von Maximilian Eggestein behielt Derry Scherhant im Eins-gegen-Eins mit Motherwells Keeper Alex Paulsen die Nerven und schob überlegt zum 1:0 ein. „Wir hatten besprochen, dass wir, wenn möglich, direkt in die Tiefe spielen wollen“, kommentierte Julian Schuster diese Szene. „Das hat die Mannschaft gut umgesetzt.“ Im Gesamtergebnis bedeutete dieses Tor eine komfortable 4:1-Führung für den SC.

Im Vergleich zum 5:1 in der ersten Pokalrunde bei Fortuna Düsseldorf hatte das Freiburger Trainerteam sieben Wechsel in der Startelf vorgenommen. Christian Günter, Max Rosenfelder, Philipp Treu, Derry Scherhant, Yannik Engelhardt, Cyriaque Irié und Igor Matanovic begannen anstelle von Jordy Makengo, Philipp Lienart, Lukas Kübler, Patrick Osterhage, Vincenzo Grifo, Niklas Beste und Lucas Höler. Osterhage stand mit muskulären Problemen gar nicht erst im Kader. Beim schottischen Gast fehlte unter anderem der gesperrte Martin Moormann, der im Hinspiel Rot gesehen hatte.

SC am Drücker, Motherwell gleicht aus

Die Breisgauer kontrollierten vor 31.000 Zuschauer/innen die Partie, nach einer halben Stunde verzeichnete der SC zwei Drittel Ballbesitz. Der auch im Hinspiel in Schottland auffällige Scherhant fand nach 14 Minuten mit einer scharfen Hereingabe von links keinen Abnehmer und verpasste sieben Minuten später nach schönem Zuspiel von Matanovic den Doppelpack. Ewan Wilson blockte für die Steelmen im letzten Moment.

Obwohl das 2:0 in der Luft lag, war es das 1:1, das es auf die Anzeigetafel schaffte. Linksverteidiger Emmanuel Longelo hatte 23 Meter vor dem Tor viel Platz, zog wuchtig, aber unplatziert, ab und überwand Mio Backhaus im SC-Tor dennoch (22.). Auf der Gegenseite verzog Yuito Suzuki aus halbrechter Position nur knapp (33.). Beide Teams erarbeiteten sich in einer nun ausgeglicheneren Partie noch aussichtsreiche Abschlusspositionen, es blieb jedoch beim 1:1 zur Pause. Quasi mit dem Halbzeitpfiff traf Irié mit einem strammen Schuss aus zwölf Metern noch die Querlatte.

Auch Hälfte zwei begann mit einer guten SC-Chance: Nach schönem Zuspiel von Irié drang Suzuki aus halbrechter Position in den Strafraum ein, zielte mit seinem Flachschuss aus 14 Metern aber knapp am langen Pfosten vorbei (53.).

Wie im Hinspiel: Platzverweis für Motherwell

Die Schotten hielten auch nach dem Seitenwechsel zunächst gut mit, schwächten sich dann jedoch selbst. Wie bereits im Hinspiel sah ein Verteidiger nach rund einer Stunde die Rote Karte, erneut nach einer Notbremse. An diesem Donnerstag war es Jake Girdwood-Reich, der sich gegen den schnelleren Scherhant nur mit einem Foul zu helfen wusste (57.).

Den darauffolgenden Freistoß von Scherhant aus 22 Metern kratzte Alex Paulsen dann noch aus dem Winkel, gegen die nächsten beiden Freiburger Standards war die Nummer 1 des FC Motherwell aber chancenlos. Zweimal servierte Scherhant per Ecke, einmal auf den Kopf von Matanovic (60.), einmal auf den von Irié – und schon stand es 3:1 für den SC. Kurz darauf traf Ginter nur den Pfosten (67.). „Auch in Überzahl ist es keine Selbstverständlichkeit, dass du Tore erzielst. Das macht die Mannschaft dann gut“, sagte Schuster.

Spätestens jetzt war die Partie entschieden. Fünf Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit durfte sich der eingewechselte Keisuke Goto noch in die Torschützenliste eintragen, als er eine verunglückte Kopfballabwehr eines Abwehrspielers elf Meter vor dem Tor gut verarbeitete und platziert zum 4:1 traf. „Ich bin sehr glücklich über den Start in den beiden Pokalwettbewerbe“, so Schuster. „Jetzt geht’s los mit dem Alltag, darauf freue ich mich sehr.“ Alltag heißt zunächst ein Heimspiel gegen den SV Werder Bremen am ersten Bundesliga-Spieltag an diesem Sonntag um 15:30 Uhr.

Marius Faller

Foto: Stephan Eckenfels

Stenogramm

Aufstellung SC Freiburg: Backhaus - Treu, Ginter (78., Ogbus), Rosenfelder (65., Lienhart), Günter - Eggestein, Engelhardt - Irié, Suzuki (65., Höler), Scherhant (68., Grifo) - Matanovic (68., Goto) 
Trainer: Julian Schuster 
Bank: Müller, Huth, Jung, Kübler, Beste, Yilmaz, Makengo 
  
Aufstellung FC Motherwell: Paulsen - Girdwood-Reich, Knight-Lebel, Wilson, Longelo - Fadinger, Lowry (76., Williams), Hodge (65., Whyte) - Maswanhise (46., Sparrow), Palmer-Houlden (66.,Charles-Cook), Said (65., Vogt) 
Trainer: Alfred Johansson 
Bank: Connelly, O'Donnell, Stamatelopoulos, Bjorgolfsson, Ross, Booth, McAllister 
  
Tore: 1:0 Scherhant (6.), 1:1 Longelo (22.), 2:1 Matanovic (60.), 3:1 Irié (63.), 4:1 Goto (85.) 
Gelbe Karten: - Knight-Lebel 
Gelb-Rote Karten: 
Rote Karten: - Girdwood-Reich 
Schiedsrichter: Andrea Colombo 
Zuschauer/innen: 31.000  

 

 
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