Starke Ausgangslage nach deutlichem Sieg

Männer
09.04.2026

Im Hinspiel des Europa-League-Viertelfinals hat sich der Sport-Club mit 3:0 (2:0) gegen Celta Vigo durchgesetzt. Die Tore für den SC erzielten Vincenzo Grifo, Niklas Beste und Matthias Ginter.

Eine bessere Ausgangslage für das Rückspiel in der Runde der letzten Acht am kommenden Donnerstag hätte man sich aus Sicht des SC kaum vorstellen können. Über die gesamte Spieldauer hatten die Breisgauer gegen den Sechstplatzierten der spanischen La Liga kaum etwas zugelassen und ihrerseits dreimal zugeschlagen. „Wir haben gut in das Spiel reingefunden, schnell das Tor gemacht. Die Jungs haben unglaublich verteidigt. Nach vorne haben sie gut kombiniert, sich aus dem Pressing gelöst und sind immer wieder gefährlich geworden“, fand Julian Schuster nach Abpfiff lobende Worte für die Leistung seiner Mannschaft.

Welche Bedeutung die erste Viertelfinal-Teilnahme in einem internationalen Wettbewerb für den ganzen Verein hat, zeigte sich schon vor Anpfiff auf den Tribünen. Weit vor Spielbeginn hallten lautstarke Fangesänge durch das Stadion, eine imposante Choreografie auf der Südtribüne bildete beim Einlaufen einen schönen Rahmen für den geschichtsträchtigen und erfolgreichen Abend.

Grifo besorgt die frühe Führung

Fünf Tage nach der so knappen wie bitteren Niederlage gegen den Rekordmeister aus München stellte das Freiburger Trainerteam seine Startelf auf drei Positionen um. Für Derry Scherhant, Lucas Höler und Christian Günter starteten Vincenzo Grifo, Igor Matanovic und Jordy Makengo.

„Die Leistung der Mannschaft macht die Verarbeitung einfach“, hatte Julian Schuster bereits auf der Pressekonferenz vor der Partie auf die Frage, wie die Breisgauer das 2:3 gegen den FC Bayern verdaut hatten, entgegnet. Auf dem Rasen ließ das Team den Worten seines Trainers Taten folgen und setzte den Gegner aus der spanischen Hafenstadt bereits in den Anfangsminuten stark unter Druck.

Die ersten Torannäherungen ließen entsprechend nicht lange auf sich warten. Matanovics Kopfball landete über dem Kasten (2.), Maximilian Eggesteins Schuss von der Strafraumkante in den Armen von Vigo-Keeper Ionut Radu (4.). Sechs Zeigerumdrehungen später belohnte sich der Sport-Club für die dominante Anfangsphase. Grifo wurde 17 Meter vor dem Tor in halblinker Position von Johan Manzambi freigespielt und ließ Radu mit seinem platzierten Schlenzer keine Chance (10.).

Die Spanier – bei denen im Vergleich zum Auswärtssieg in Valencia Williot Swedberg und Borja Iglesias für Hugo Álvarez und Pablo Durán begannen – taten sich mit dem Tempo der Partie anfangs noch schwer, fassten nach dem Gegentreffer aber langsam Fuß. Da die SC-Defensive dem Angriffsspiel der Gäste aufmerksam und gut gestaffelt begegnete, verzeichnete Vigo auch nach einer halben Stunde noch keinen Abschluss in Richtung des Kastens von Noah Atubolu.

Beste erhöht, Manzambi an den Pfosten

Stattdessen baute die Elf des Freiburger Trainerteams ihre Führung Mitte des ersten Durchgangs aus. Treu verlängerte mit dem langen Bein in Richtung Grundlinie auf Matanovic, dieser bewies viel Übersicht und fand den am Fünfmeterraum eingelaufenen Niklas Beste, der aus wenigen Metern auf 2:0 stellte (32.).

Kurz darauf lag den Heimfans sogar der dritte Torschrei auf den Lippen, Manzambis Gewaltschuss aus spitzem Winkel küsste aber nur das Gebälk (35.). Zehn Minuten später ging es mit der Zwei-Tore-Führung und tosendem Applaus im Rücken in die Kabinen.

Gästetrainer Claudio Giraldez reagierte in der Halbzeit mit einem Doppelwechsel auf die überschaubare Leistung seines Teams, sah nach Wiederanpfiff aber zunächst ein ähnliches Bild wie vor dem Seitenwechsel. Der Sport-Club präsentierte sich weiterhin ballsicher und gut geordnet, den Offensivbemühungen der weiterhin tiefstehenden Spanier fehlte es an Überraschungsmomenten und Durchschlagskraft.

Ginter setzt den Schlusspunkt

Bis in die Schlussphase der Partie bekamen die 32.600 Zuschauerinnen und Zuschauer im Europa-Park Stadion nur noch wenige Torraumszenen zu sehen. Suzuki wurde nach Eggesteins feinem Steckpass in letzter Sekunde vom Ball getrennt (64.), Borja Iglesias setzte den ersten Torschuss der Gäste einen Meter über die Latte (70.).

Gute zehn Minuten vor Spielende brandete dann doch zum dritten Mal ausgelassener Jubel im weiten Rund auf. Beste brachte den erst zweiten Eckball des Spiels genau auf den Schädel des in der Luft stehenden Matthias Ginter, der seine starke Leistung mit dem Treffer zum Endstand krönte (78.). Weil in den Schlussminuten weder Fer Lopez (86.) noch der eingewechselte Lucas Höler (88.) aus aussichtsreichen Positionen trafen, blieb es am Ende beim 3:0-Sieg. 

"Es ist ein erster Schritt. Wir haben uns die Ausgangsposition erarbeitet, aber wir müssen uns diese Schärfe für das Rückspiel bewahren", fordert Schuster für das Rückspiel des Europa-League-Viertelfinals, das bereits am kommenden Donnerstag ausgetragen wird. Anpfiff im Estadio Balaídos ist um 18:45.

David Hildebrandt

Foto: Achim Keller

Stenogramm

Aufstellung SC Freiburg: Atubolu - Treu, Ginter, Lienhart, Makengo - Beste (89., Kübler), Eggestein, Manzambi, Grifo (74., Scherhant) - Suzuki (74., Höler), Matanovic  
Trainer: Julian Schuster 
Bank: Huth, Müller, Ogbus, Jung, Günter, Höfler, Tartnutzer, Philipp, Irié 
  
Aufstellung Celta Vigo: Radu - Javi Rodríguez (46., Fer López), Aidoo, Alonso, Mingueza - Carreira, Jutglà (73., Pablo Durán), Hugo Sotelo (61.), Moriba, Swedberg (46., El-Abdellaoui) - Borja Iglesias (73.) 
Trainer: Claudio Giráldez 
Bank: Villar, Cervi, Fernández, Núnez Cobo, Dominguez, Lago, Andrés Antanón 
  
Tore: 1:0 Grifo (10.), 2:0 Beste (32.), 3:0 Ginter (78.) 
Gelbe Karten:  
Gelb-Rote Karten: 
Rote Karten: 
Schiedsrichter: Glenn Nyberg 
Zuschauer/innen:  

 

 
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