Später Nackenschlag: SC unterliegt dem VfB

Männer
01.02.2026

Der Sport-Club zeigt eine gute Auswärtspartie in Stuttgart, muss sich nach einem späten Sonntagsschuss von Ermedin Demirovic aber dennoch mit 0:1 (0:0) geschlagen geben.

Schwaben gegen Badner, Platz fünf gegen sieben, Duell der Europa-League-Teilnehmer – vor Anpfiff gab es diverse mögliche Überschriften für die Bundesligapartie des Sport-Club beim VfB Stuttgart. Beide Teams waren unter der Woche international im Einsatz. Der VfB bezwang die Young Boys aus Bern, muss aber dennoch in die Play-off-Runde. Der Sport-Club unterlag zwar dem OSC Lille, steht aber direkt im Achtelfinale.

Julian Schuster und sein Trainerteam hatten sich für vier Wechsel in der Startformation entschieden: Jordy Makengo, Max Rosenfelder, Derry Scherhant und Igor Matanovic ersetzten Christian Günter, Bruno Ogbus, Vincenzo Grifo und Junior Adamu. Sebastian Hoeneß entschied sich gar für sieben Wechsel im Vergleich zum 3:2-Sieg gegen die Schweizer, nur Jeff Chabot, Finn Jeltsch, Angelo Stiller und Deniz Undav erhielten das zweite Startelfmandat in Folge.

Der Sport-Club kam in der ausverkauften MHP Arena vor 60.000 Zuschauerinnen und Zuschauern gut in der Partie, störte die Schwaben immer wieder im Spielaufbau und verteidigte kompakt. Auch die erste Chance der Begegnung gehörte den badischen Gästen, bei denen Yuito Suzuki das Tor von Alexander Nübel aus 23 Metern nur um Zentimeter verpasste (4.). Die Gastgeber hätten nach 19 Minuten gerne einen Handelfmeter bekommen, als Rosenfelder eine Hereingabe von rechts an den angelegten Arm bekam. Bei der anschließenden Ecke reagierte Noah Atubolu stark gegen einen Kopfball von Josha Vagnoman.

Ginter rettet auf der Linie

Der VfB wurde Mitte der ersten Halbzeit stärker, hatte nun auch immer wieder lange Ballbesitzphasen. Deniz Undav hatte nach 28 Minuten die Stuttgarter Führung auf dem Fuß, Matthias Ginter klärte aber für den bereits geschlagenen Atubolu auf der Linie. Nach einem Fehler im Freiburger Aufbauspiel hatte der Nationalstürmer nur drei Minuten später die nächste Großchance, verfehlte das Tor mit einem Flachschuss aus 13 Metern aber denkbar knapp.

Auch bei der nächsten guten Gelegenheit der Hausherren, einem Kopfball von Nikolas Nartey war Undav – dieses Mal als Vorarbeiter – beteiligt (41.). Wieder war Atubolu auf dem Posten. Undavs Pendant Igor Matanovic tauchte zwei Minuten später ebenfalls als Vorlagengeber auf, verlängerte einen langen Ball in den Lauf von Derry Scherhant. Frei vor Nübel zog der Freiburger Flügelspieler etwas überhastet ab, der Ball zappelte im Netz – allerdings nur im Außennetz, es blieb beim 0:0 zur Pause.

Turbulenter Start in die zweite Hälfte

„Wir sind nach der Halbzeit mit guten Umschaltmomenten rausgekommen und hätten auch in Führung gehen können“, sagte Julian Schuster nach der Partie. Der SC-Trainer und sein Team hatten zunächst auf Wechsel verzichtet, seine Elf erspielte sich jedoch auch so drei aussichtsreiche Möglichkeiten unmittelbar nach Wiederanpfiff. Die beste hatte Suzuki nach 48 Minuten, als er bei einem Konter plötzlich frei durch war, jedoch noch rund 65 Meter vor und Finn Jeltsch direkt hinter sich hatte. Der VfB-Verteidiger bewies seine Sprintstärke gegen den schnellen Japaner und blockte den Abschluss in höchster Not. In den Folgeminuten verfehlten Maximilian Eggestein im Anschluss an eine Ecke (49.) und Johan Manzambi das Tor der Stuttgarter um wenige Meter. Auf der Gegenseite bediente Nartey Bilal El Khannouss, doch Atubolu verkürzte im Eins-gegen-eins geschickt den Winkel und verhinderte den Rückstand.  

Der zweite Durchgang blieb ausgeglichener als Hälfte eins, auch wenn es beim SC weiterhin vor allem nach Kontern gefährlich wurde. Nach 71 Minuten entschärfte Nübel einen abgefälschten Suzuki-Schuss aus halblinker Position. Auch aufgrund mehrerer Wechselunterbrechungen flachte die Partie nach der etwas wilderen Phase nach der Pause ein wenig ab, die Spannung blieb jedoch hoch.

In den Schlussminuten war das Spielglück auf der Seite des VfB. Nach einem Seitfallzieher- und einem Hackentor gegen den SC traf der eingewechselte Ermedin Demirovic kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit per Aufsetzer aus 20 Metern genau in den Winkel (89.). In der Verlängerung ergab sich für den ebenfalls eingewechselten Bruno Ogbus nach einer Flanke von links noch die große Gelegenheit auf den Ausgleich, seinen Abschluss aus acht Metern parierte Nübel aber herausragend (90.+2).

„Es war heute relativ ausgeglichen, was die Möglichkeiten angeht. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, resümierte Julian Schuster nach der Partie. „Das ist sehr hart für die Mannschaft, weil sie mit dieser Leistung etwas anderes verdient gehabt hätte als dieses Ergebnis.“

Marius Faller

Foto: Achim Keller

Stenogramm

Aufstellung VfB Stuttgart: Nübel - Vagnoman, Jeltsch, Chabot, Hendriks (59., Mittelstädt) - Karazor (77., Andrés), Stiller - Leweling, Nartey (59., Führich), El Khannouss (77., Demirovic) - Undav 
Trainer: Sebastian Hoeneß 
Bank: Drljaca, Assignon, Jaquez, Al-Dakhil, Bouanani 
  
Aufstellung SC Freiburg: Atubolu - Treu (78., Ogbus), Ginter, Rosenfelder, Makengo - Eggestein - Beste (68., Irié), Suzuki (76., Höler), Manzambi (68., Osterhage), Scherhant (76., Höler) - Matanovic 
Trainer: Julian Schuster 
Bank: Müller, Jung, Günter, Höfler 
  
Tore: 1:0 Demirovic (89.) 
Gelbe Karten: Karazor, Demirovic, Mittelstädt - Beste 
Gelb-Rote Karten: 
Rote Karten: 
Schiedsrichter: Florian Badstübner 
Zuschauer/innen: 60.000 

 

 
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