Die Reise geht weiter: SC im Viertelfinale

Männer
19.03.2026

Der Sport-Club hat das Rückspiel in der Europa League gegen den KRC Genk mit 5:1 (2:1) gewonnen, das Duell gegen die Belgier damit nach Hin- und Rückspiel mit 5:2 und steht im Viertelfinale der Europa League. Für den SC trafen Matthias Ginter, Igor Matanovic, Vincenzo Grifo, Yuito Suzuki und Maximilian Eggestein.

Denn Freiburg spielt (weiterhin) international. „Oh, wie ist das schön, so was hat man lange nicht gesehen“, klang es kurz vor dem Abpfiff von der Südtribüne. Mit dem Abpfiff brandete Jubel auf, auf den Tribünen, auf dem Platz und Julian Schuster sah sehr glücklich aus. Im Drittversuch ist dem Verein der Einzug ins Viertelfinale der Europa League gelungen.

„Wir haben einen besonderen Abend erlebt. Die Reaktion der Mannschaft auf die vergangenen Spiele war super. Ich bin unglaublich stolz auf diese Leistung. Es gab Zeiten, da haben wir uns über den Klassenerhalt oder den Aufstieg gefreut. Jetzt dürfen wir uns über den Einzug ins Viertelfinale der Europa League freuen. Es ist toll, dass die Reise weitergeht“, sagte Schuster.

Als der Anpfiff zum Achtelfinal-Rückspiel im Europa-Park Stadion ertönte, hieß es für den Sport-Club aber erstmal, den knappen Rückstand (0:1) aus dem Hinspiel zu egalisieren. Das gelang noch im ersten Durchgang.

Im Vergleich zum Bundesligaspiel gegen Union Berlin hatte das Trainerteam die Offensivreihe hinter Igor Matanovic ausgetauscht. Es begannen Niklas Beste, Yuito Suzuki und Vincenzo Grifo. Auch dabei: Maximilian Eggestein, der im Hinspiel noch gesperrt gefehlt hatte.

Der SC startete mit Schwung, Mut, Offensivdrang und lautstarkem Publikum im Rücken. Genk, mit der 1:0-Führung aus dem Hinspiel im Rücken, begann mit Fünferkette, stellte sich aber nicht vors eigene Tor, sondern lauerte auf schnelle Umschaltsituationen und war bissig in den Zweikämpfen.

SC dreht Duell, Genk schlägt zurück

Der SC hatte deutlich mehr Ballbesitz, nach einer Viertelstunde aber noch keinen gefährlichen Torabschluss. Erst eine Standardsituation brachte die erste Chance und mit ihr die Freiburger Führung. Grifos Freistoßflanke fand den Kopf von Matthias Ginter, der mit Hilfe des Innenpfostens das 1:0 erzielte (19.).

Nur zwei Minuten später ein kurzer Schreckmoment: Nach einer Flanke kam Aaron Bibout im Sechzehner frei zum Kopfball, Noah Atubolu verhinderte den schnellen Ausgleich mit einer starken Parade. „Genk hatte die Qualität, gefährlich zu werden. Im richtigen Moment hatten wir Atu, der super reagiert hat.“

Die Gäste blieben gefährlich, vor allem nach ruhenden Bällen, aber der Sport-Club nutzte seine Momente. Einen abgefälschten Schuss Suzukis verlängerte Ginter, dieses Mal also Vorlagengeber, mit dem Kopf zu Matanovic, der den Ball freistehend ins Tor drückte (25.).

In Addition von Hin- und Rückspiel führte der Sport-Club nun 2:1 und man konnte im belgischen Spiel eine Veränderung beobachten. Die Belgier spielten nun offensiver, machten über die Außenbahnen Dampf und erzielten in der 39. Minute den Anschluss. Nach einem Pfostentreffer legte Konstantinos Karetsas den Ball in die Mitte, wo Matte Smets aus kurzer Distanz traf. Bibout hatte direkt im Anschluss noch eine gute Schusschance, die am Tor vorbeiging, Ken Nkubas Schuss flog drüber.

Grifos Rekord, Suzuki legt nach

Nach dem ersten Durchgang war das Achtelfinale wieder ausgeglichen. Auch in der zweiten Halbzeit des Rückspiels waren die beiden Teams auf Augenhöhe und dennoch begann sie für den SC besser. Denn nach einem Fehlpass im Spielaufbau ging Grifo dazwischen und schob den Ball zur 3:1-Führung an Genks Torwart Tobias Lawal ins Tor. Ganz nebenbei machte er sich mit diesem Treffer zum alleinigen Rekordtorschützen, mit nun 106 SC-Pflichtspieltoren.

Wenig später konnten sich auf der Freiburger Ersatzbank auch die beiden Ersatzkeeper, der Zeugwart, das medizinische Team und natürlich das Trainerteam nicht mehr bremsen. Der Grund dafür: Suzuki hatte nach schnellem Umschaltspiel nach einer gegnerischen Ecke und gutem Zusammenspiel mit Johan Manzambi nur drei Minuten nach Grifos Tor erneut getroffen – der Sport-Club führte 4:1.

Eggestein mit der Entscheidung

Nach dem intensiven Beginn der zweiten Hälfte wurden der Spielfluss und auch Genks Offensivbemühungen, mit denen es aber bis zur 84. Minute nur zu einer Torchance kam, aufgrund von vielen Unterbrechungen etwas unterbrochen. Die Freiburger standen in der Defensive außerdem kompakt, ließen wenig zu und spielten nach Balleroberung schnell und zielstrebig nach vorne. Und genau aus solch einem Umschaltmoment fiel in der 79. Minute die Entscheidung. Eggestein hatte im Strafraum Platz und traf zum 5:1, dem entscheidenden Tor zum Viertelfinale.

Das Spiel bot dem Sport-Club auch nach diesem Treffer noch gute Möglichkeiten. Derry Scherhant, Bruno Ogbus und Lucas Höler kamen bis zum Spielende noch zu Chancen. Nach dem Abpfiff feierte die Mannschaft mit den Fans, Torschütze Matanovic bedankte sich später: „Vielen Dank an die Fans, das war ganz groß.“

Die SC-Reise durch Europa geht nun in Spanien weiter. In der Runde der letzten acht Mannschaften trifft der Sport-Club am 9. und 16. April auf Celta Vigo.  

Isabel Betz

Foto: Achim Keller

 

Stenogramm

Aufstellung SC Freiburg: Atubolu - Treu (83. Treu), Ginter, Ogbus, Makengo - Eggstein, Manzambi (80. Lienhart) - Beste (71. Höler), Suzuki, Grifo (71. Scherhant) - Matanovic (71. Osterhage) 
Trainer: Julian Schuster 
Bank: Müller, Huth, Lienhart, Jung, Osterhage, Scherhant, Höler, Kübler, Irié, Philipp, Höfler, Günter 
  
Aufstellung KRC Genk: Lawal - Nkuba, Kongolo, Banoura (69. Ito), Smets, Kayembe (69. Medina)- Heymans (83. Palacios), Heynen, Adedeji-Sternberg (46. Sor) - Karetsas, Bibout (69. Mirisola) 
Trainer: Nicky Hayen 
Bank: van Crombrugge, Mounganga, Sadick, Steuckers, Ito, Sor, Medina, Sattlberger, Mirisola, Yokoyama, Palacios, Erabi 
  
Tore: 1:0 Ginter (19.), 2:0 Matanovic (25.), 2:1 Smets (39.), 3:1 Grifo (53.), 4:1 Suzuki (56.), 5:1 Eggestein (79.) 
Gelbe Karten: Matanovic, Beste, Grifo, Manzambi, Höler - Heymans 
Gelb-Rote Karten: 
Rote Karten: 
Schiedsrichter: Michael Oliver 
Zuschauer/innen: 33.000 

 

 
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