Rekordsieg gegen den 1. FC Köln

Profis
09.01.2021

Der Sport-Club hat am 15. Spieltag der Bundesliga im Schwarzwald-Stadion mit 5:0 (2:0) gegen den 1. FC Köln gewonnen.

Dank der Tore von Ermedin Demirović (18.), Nicolas Höfler (39.), Roland Sallai (59.), Philipp Lienhart (69.) und Lucas Höler (79.) bleibt der SC auch im siebten Spiel in Folge ohne Niederlage und baut die längste Siegesserie in seiner Bundesligageschichte aus.

„Wir haben sehr gut gegen den Ball gearbeitet und waren sehr effizient. Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen“, lobte Christian Streich sein Team nach dem deutlichen Erfolg. „Wir waren dem Gegner heute nicht gewachsen. Freiburg hat verdient 5:0 gewonnen“, konstatierte hingegen Gästetrainer Markus Gisdol nach Spielende.

Der Sport-Club, bei dem mehrere Spieler angeschlagen passen mussten, wechselte nach dem 3:1-Erfolg bei der TSG Hoffenheim notgedrungen zweimal. Für die verletzten Changhoon Kwon und Jonathan Schmid rückten gegen die Geißböcke Roland Sallai und Lukas Kübler in die erste Elf.

Gästetrainer Markus Gisdol nahm im Vergleich zur 0:1-Niederlage gegen den FC Augsburg vier Änderungen vor. Benno Schmitz, Ismail Jakobs, Anthony Modeste und Kapitän Jonas Hector durften für Noah Katterbach, Rafael Czichos, Elvis Rexhbecaj und Jan Uwe Thielmann von Beginn an ran.

Den Akteuren des Sport-Club bot sich vor dem Duell gegen die Rheinländer die Möglichkeit mit einem Sieg einen historischen Rekord zu erreichen: Fünf Dreier in Folge hatte es in der Freiburger Bundesligageschichte bislang noch nicht gegeben. Dass die Freiburger gegen den 1. FC Köln in der Schlussphase sogar einen zweiten Rekord einstellen sollten, erwartete vor dem Spiel wohl kaum jemand. Denn: Höher als 5:0 hat der Sport-Club in der Bundesliga noch nicht gewonnen (zuvor am 09.12.2000 gegen den VfL Bochum und am 17.09.1999 gegen den FC Hansa Rostock).

Zwei Treffer vor der Pause

Gegen tief stehende Kölner, die sich zu einem Systemwechsel entschieden hatten und im 4-3-2-1 aufliefen, zeichnete sich zunächst aber ein Geduldsspiel ab. Die Elf von Christian Streich und seinem Trainerteam übernahm zwar die Kontrolle und verzeichnete mehr Ballbesitz, ging im Spielaufbau aber kein unnötiges Risiko ein.

So dauerte es bis zur 14. Spielminute, bis die wenigen Anwesenden im Schwarzwald-Stadion die erste Torannäherung des Spiels sahen. Nach einer Flanke von der rechten Seite kam Ermedin Demirovic im Strafraum zum Kopfball, scheiterte aber an Timo Horn im Tor der Gäste.

Der starke Demirovic sollte auch bei der zweiten Chance des Spiels, die den Freiburger Führungstreffer zur Folge hatte, im Mittelpunkt stehen. Roland Sallai hebelte die gesamte Kölner Abwehr mit einem herrlichen Chipball aus und fand den Bosnier, der sich im Duell mit dem herauseilenden Horn an der Strafraumkante resolut behauptete und die aus dem Aufprall resultierende Bogenlampe von Bornauw bedrängt ins leere Tor köpfte (19.).

Roland Sallai mit einem abgeblockten Versuch im Strafraum (25.) und Baptiste Santamaria mit einem Fernschuss (28.) boten sich im Verlauf der ersten halben Stunde weitere gute Gelegenheiten für die Heimelf, deren Führung zu diesem Zeitpunkt verdient war. Immer wieder profitierte der Sport-Club von seiner defensiven Kompaktheit, eroberte viele Bälle bereits im Mittelfeld und schaltete dann schnell um.

Ohne den ganz großen Druck auf das Freiburger Gehäuse aufzubauen, wurden die Gäste im Verlauf des ersten Durchgangs allerdings ballsicherer und zielstrebiger. Bei der ersten Kölner Chance – einem tückischen Schuss von Marius Wolf aus zwölf Metern – konnte sich SC-Keeper Florian Müller auszeichnen (33.).

Mitten hinein in die Angriffsbemühungen der Gäste traf allerdings wieder der Sport-Club. Nicolas Höfler nahm Salih Özcan am gegnerischen Strafraum energisch den Ball ab, schaute Gäste-Torwart Horn aus und netzte eiskalt zum 2:0 (39.), mit dem es wenige Minuten später auch in die Pause ging.

Intensive Anfangsphase in Durchgang zwei

Bei -1 Grad im Schwarzwald-Stadion brauchte die zweite Halbzeit nicht lange um auf Betriebstemperatur zu kommen. Torchancen blieben zunächst zwar die Ausnahme, dafür wurde das Spiel deutlich intensiver, da die Gäste – die zur Pause zweimal gewechselt hatten – mit Wut aus der Kabine kamen, der Sport-Club im Zweikampf aber ebenfalls nicht zurücksteckte.

In der 56. Minute setzten die Rheinländer das erste Ausrufezeichen des zweiten Durchgangs: Florian Müller bekam die Fäuste nach einem Schuss von der Strafraumkante aber rechtzeitig nach oben.

Statt des Kölner Anschlusses folgte aber kurz darauf das 3:0 für den SC. Ermedin Demirovic ging gegen mehrere Gegenspieler an der Grundlinie ins Dribbling, bewies Übersicht und fand in der Mitte Roland Sallai, der aus kurzer Distanz treffen konnte (59.).

Sport-Club macht Rekordserie perfekt

Und die in Rot gekleideten Freiburger hatten noch nicht genug: Nach einer Grifo-Ecke köpfte Ermedin Demirovic den Ball am langen Pfosten in die Mitte, wo der eingelaufene Philipp Lienhart den Ball nur noch über die Linie drücken musste (69.). Lucas Höler veredelte zehn Minuten vor Schluss eine weitere feine Kombination über die linke Seite der entfesselt aufspielenden Heimelf gar mit dem Treffer zum 5:0 (79.).

Trotz der hohen Führung drückte der Sport-Club weiter, zeigte ansehnliche Kombinationen und hatte aussichtsreiche Gelegenheiten (83., 86.) auf das 6:0. Es wäre der höchste Sieg in der Freiburger Bundesligageschichte gewesen. So reichte es neben dem Ausbau der längsten Siegesserie „nur“ zur Einstellung des Freiburger Rekordsiegs in der Bundesliga.   

Dank des Sieges steht der Sport-Club nun mit 23 Punkten auf dem zwischenzeitlichen achten Tabellenplatz. Am kommenden Sonntag um 15:30 Uhr Uhr trifft die Freiburger Mannschaft auswärts auf den Rekordmeister aus München.

David Hildebrandt

Fotos: Achim Keller

Stenogramm

Sport-Club Freiburg: Müller - Lienhart, Schlotterbeck, Gulde (80. Heintz) - Kübler, Santamaria, Höfler, Günter - Sallai (66. Höler), Grifo - Demirovic
Trainer: Christian Streich

1. FC Köln: Horn - Schmitz, Jorge Meré (57. Horn), Bornauw, Hector - Skhiri, Özcan (46. Rexhebecaj)- Wolf, Duda (46. Thielmann), Jakobs (81. Czichos) - Modeste (70. Arokodare)
Trainer: Markus Gisdol

Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover) Zuschauer: keine
Tore: 1:0 Demirović (18.), 2:0 Höfler (39.), 3:0 Sallai (59.), 4:0 Lienhart (69.), 5:0 Höler (79.)
Gelb: - Rot: -
 

Die Bilder zum Spiel gegen Köln

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