"Habe mit den Tränen gekämpft"
Zum ersten Mal seit 1998 – Philipp Lienhart war damals zwei Jahre alt - fährt Österreich zu einer Fußball-Weltmeisterschaft. Im Interview erzählt der Nationalspieler von dem Moment, als die Österreicher das WM-Ticket gelöst hatten.
Herzlichen Glückwunsch zur WM-Qualifikation Philipp. Wie fühlt sich der historische Erfolg an und zählt dieses Spiel jetzt schon zu den Highlights deiner Karriere?
Philipp Lienhart: Auf jeden Fall. Mit dem eigenen Land bei einer Weltmeisterschaft mitzuspielen, ist im Fußball wohl mit das Größte, was man erreichen kann. Dementsprechend froh bin ich und das Spiel und Erreichen der WM zählen definitiv zu meinen Highlights.
Wie hast du die Momente bei Gregerls (Michael Gregoritsch, Anm. d. Red.) Tor und nach dem Schlusspfiff erlebt?
Lienhart: Es war sehr emotional und bei Anpfiff musste ich mit den Tränen kämpfen. Es war ein schönes Gefühl, so viele Menschen im Stadion so glücklich zu sehen. Wir haben lange darauf hingearbeitet, diesen Moment zu erreichen und sind zum Glück dann auch in einem ziemlich dramatischen Spiel belohnt worden. Für Gregerl freut es mich besonders. Wir haben beim SC zusammengespielt, aber auch schon Jahre zuvor bei der U21-Nationalmannschaft. Ich freue mich, dass er jetzt der Held von Österreich ist und in diesem Moment im Spiel an der richtigen Stelle war und uns zur Weltmeisterschaft geschossen hat.
Du hast mit Gregerl auch beim SC zusammengespielt – war dies sein wichtigstes in euren gemeinsamen Zeiten?
Lienhart: Es war sicher das emotionalste und wahrscheinlich auch das Wichtigste. Er hat auch in der Bundesliga und in der Europa League schon einige wichtige Treffer erzielt, aber dieses Tor ist mindestens eines seiner Top-Drei-Tore.
Isabel Betz
Foto: Imago Images

