Leverkusen auf Kurs
Unser kommender Gegner, Bayer 04 Leverkusen, im Check (Samstag, 15:30 Uhr, live bei Sky, im Ticker in unserem Matchcenter sowie als Audioreportage "Sportclub live").
Die Ausgangslage
Bayer 04 Leverkusen ist eine von vier Mannschaften, die noch in drei Wettbewerben vertreten ist - neben Bayern München, dem VfB Stuttgart und dem Sport-Club. Diese vier Vereine stehen im Halbfinale des DFB-Pokals, Leverkusen hat das Achtelfinale der Champions League erreicht und ist nach dem Sieg im Nachholspiel beim Hamburger SV (1:0) auch in der Liga wieder voll im Rennen um die Plätze für einen europäischen Wettbewerb dabei. „Das waren superwichtige Punkte für uns“, erklärte Trainer Kasper Hjulmand. Der Vorsprung auf Eintracht Frankfurt (Siebter) beträgt bereits neun Punkte. Der Rückstand auf Platz vier, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt, beträgt nur drei Zähler. Die Elf vom Niederrhein liegt also auf Kurs.
Allerdings waren die Leverkusener nach den Leistungen der vergangenen Wochen nicht immer zufrieden. In den letzten vier Partien erzielte Bayer nur vier Tore und 2026 hat der Deutsche Meister von 2024 genauso viele Spiele nicht gewonnen (drei Unentschieden, vier Niederlagen) wie gewonnen. Dabei ist die Mannschaft um Kapitän Robert Andrich in ihren Partien häufig spielbestimmend, hat die zweitbeste Passquote und die zweitmeisten Spielanteile der Liga – nur Bayern München liegt in beiden Kategorien vor Leverkusen. Was dem Bayer-Spiel fehlt, ist häufig die Dynamik. Nur Hamburg absolvierte weniger intensive Läufe als die Werkself, nur zwei Liga-Kontrahenten weniger Sprints.
Nach dem Remis am vergangenen Spieltag in Mainz sagte der Coach noch, das eigene Spiel müsse „besser werden“. Eine erste Reaktion zeigte die Mannschaft beim Nachholspiel in Hamburg. „Wir haben es heute schon viel besser gemacht und ein gutes Spiel gezeigt“, sagte Hjulmand, dessen Mannschaft inmitten fünf Englischer Wochen steckt.
Duell der Standardspezialisten
Das Aufeinandertreffen im Europa-Park Stadion könnte eines werden, das durch Standardsituationen entschieden wird. Denn wie der Sport-Club, der nach ruhenden Bällen bereits 16 Tore erzielt hat, ist auch Leverkusen stark bei Standards – insbesondere nach Freistößen. Kein Team der Liga nutzte mehr Freistoßsituationen häufiger zu einem Torerfolg (vier Treffer) als die Werkself.
Das Personal
Der Werkself fehlen einige Spieler, bisher konnte die Mannschaft das aber gut kompensieren. In Hamburg fehlte auch Patrik Schick mit muskulären Problemen. Ob er nach Freiburg reist, wird nach dem Abschlusstraining entschieden. Außerdem muss das Trainerteam weiterhin auf die Langzeitverletzten Arthur, Loic Badé, Eliesse Ben Seghir, den ehemaligen SC-Keeper Mark Flekken, Nathan Tella und Lucas Vazquez verzichten.
Die Stimmen vor dem Spiel
Julian Schuster über die Werkself: "Es ist eine Mannschaft, die mit dem Ball gute Lösungen findet. Es gilt, ihnen diese Momente zu nehmen. Auch wenn Leverkusen mal personell Probleme hat, haben sie genug Qualität auf dem Platz. Das macht es extrem anspruchsvoll, gegen sie zu spielen."
Kasper Hjulmand über die Aufgabe beim heimstarken SC, der seit 16 Pflichtspielen ohne Niederlage im Europa-Park Stadion ist: „Auch international haben sie es bislang sehr gut gemacht. Da kann man sie nur beglückwünschen."
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