Bremens Suche nach Leichtigkeit
Unser kommender Gegner, der SV Werder Bremen, im Check (Samstag, 15:30 Uhr, live auf Sky, im Ticker in unserem Matchcenter sowie als Audioreportage "Sportclub live").
Die Ausgangslage
Es sei eine „unzufriedenstellende Situation“, sagt Werder-Kapitän Marco Friedl und: „Wir müssen mal wieder einen Dreier holen.“ Seit zehn Spieltagen warten die Bremer nun schon auf einen Sieg, den letzten gab es Anfang November gegen den VfL Wolfsburg. Eine Reaktion des Vereins auf die Niederlagenserie war die Trennung von Horst Steffen, der die Mannschaft im Sommer von Ole Werner übernommen hatte. Unter Werner verpassten die Bremer nur zweimal knapp den europäischen Wettbewerb, nach 20 Spieltagen dieser Saison geht der Blick an der Weser in die entgegengesetzte Richtung. Denn mit 19 Punkten – elf weniger als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison – steht die Mannschaft auf Platz 15, nur einen Zähler vor dem Relegationsplatz.
Mit 22 erzielten Toren hat Bremen den viertschwächsten Angriff der Liga, nach dem Hamburger SV die zweitschlechteste Trefferquote der 18 Bundesligisten. Um dieser Problematik entgegenzuwirken, haben die Bremer im Winter-Transfer-Fenster Jovan Milosevic vom VfB Stuttgart ausgeliehen. Er soll das Offensivspiel, am besten mit Toren, bereichern. Die zweite Personalie, die im Europa-Park Stadion zum ersten Mal dabei sein wird, ist Daniel Thioune. Der 51-Jährige ersetzt Steffen auf der Trainerposition und hofft, die Leichtigkeit wieder in die Bremer Mannschaft bringen zu können. „Wenn man zehn Spiele nicht gewinnt, fehlt es an Leichtigkeit. Es geht um Energie und Überzeugung, aber auch um die nötige Bereitschaft“, sagte Thioune vor seinem ersten Spiel als Werder-Coach und gleichzeitig seinem ersten Spiel als Erstligacoach. Die Bremer wollen in Freiburg „ein gutes Ergebnis einfahren“ und mal wieder ein positives Erlebnis haben – es wäre erst das fünfte in dieser Spielzeit.
Blick in die Statistik
Der Sport-Club erzielte fast die Hälfte seiner Tore (15 von 31) nach Standardsituationen. Die Bremer strahlen dagegen kaum Torgefahr nach Standardsituationen aus. Erst drei Tore fielen bei den Grün-Weißen nach ruhenden Bällen – zwei Mal per Elfmeter, einmal nach einem Freistoß. Nach einem Eckball erzielte Werder in dieser Spielzeit noch kein Tor. Zu Torabschlüssen kam Bremen bislang vor allem mit Weitschüssen (106 außerhalb des Strafraums) sowie nach Kontern – 29 Kontertorschüsse sind die meisten der Liga.
Die Personalsituation
Neben den beiden Langzeitverletzten Mitchell Weiser und Victor Boniface fehlen den Bremern beim SC auch Niklas Stark, Maximilian Wöber und Amos Pieper.
Die Stimmen vor dem Spiel
Julian Schuster über Werder: "Sie haben Qualität in Umschaltmomenten, sind kreativ und haben mit Schmied und Stage zwei sehr spannende Achter.“
Daniel Thioune über den SC: „Der SC Freiburg hat die letzten acht Heimspiele nicht verloren. Im Breisgau ist es sehr schwierig zu bestehen. Die Freiburger sind in ihren Abläufen sehr geordnet, woran wir uns orientieren müssen.“
Foto: DFL Getty Images

