Euphorisiert und stabil
Unser kommender Gegner, Hertha BSC, im Check (Dienstag, 20:45 Uhr, live auf Sky, im Ticker in unserem Matchcenter sowie als Audioreportage "Sportclub live").
Die Ausgangslage
Zum zweiten Mal in dieser Saison gingen die Berliner Spieler am vergangenen Wochenende gegen den SV Elversberg als Sieger vom Platz - einem Aufstiegsaspiranten in der 2. Bundesliga. Aber die Hertha hat scheinbar ein gutes Rezept gegen die Saarländer gefunden, denn am Samstag feierte sie zum zweiten Mal nacheinander einen 3:0-Erfolg. Den ersten gab es in der zweiten Runde des Pokalwettbewerbs, durch den die Hauptstädter bislang gut durchgekommen sind und nun zum zweiten Mal in den vergangenen drei Jahren in der Runde der letzten acht Vereine stehen – bereits in der Saison 2023/24 schaffte es Berlin bis ins Viertelfinale, schied dort gegen den späteren Finalisten 1. FC Kaiserslautern aus, gegen den sich die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl in dieser Pokalsaison im Achtelfinale souverän mit 6:1 durchsetzte.
Nach dem knappen Weiterkommen nach Elfmeterschießen in der ersten Runde bei Preußen Münster, sowie den deutlichen Siegen in der 2. Runde und im Achtelfinale bekommen es die Berliner im Viertelfinale nun zum ersten Mal mit einem höherklassigen Gegner zu tun. In der Liga konnte die Hertha mit dem Sieg in Elversberg wieder Kontakt zur Spitzengruppe herstellen, nachdem der Verein zuvor sechs Spieltage lang auf einen Sieg gewartet hatte (fünf Unentschieden, eine Niederlage).
Besonders auffällig ist die stabile Defensive der Herthaner. Mit 20 Gegentoren nach 21 Spieltagen hat der Sechstplatzierte der 2. Liga die zweitwenigsten kassiert, nur Schalke 04 musste noch weniger hinnehmen (16). An der guten Abwehr biss sich auch Elversberg zuletzt aus, das das Spiel gegen Berlin dominierte und dennoch verlor. Neben der guten Defensive überzeugt auch der Berliner Angriff, der in der Winter-Transfer-Periode nochmal verstärkt wurde. Josip Brekalo trägt nun das Trikot der Herthaner und bringt Bundesligaerfahrung vom VfL Wolfsburg und dem VfB Stuttgart mit. Neben Luca Schuler (sechs Tore) und Kapitän Fabian Reese (fünf Tore) soll er laut Sportdirektor Benjamin Weber für noch mehr „Torgefahr und Kreativität“ im Berliner Angriff sorgen. Trainer Leitl sagt: „Er wird noch ein ganz wichtiger Faktor für uns sein.“
Blick in die Statistik
Zwei statistische Fakten erinnern auch an den letzten SC-Gegner. Wie Werder Bremen in der 1. Bundesliga werden die Hauptstädter besonders nach schnellen Gegenstößen vor dem gegnerischen Tor gefährlich, gaben die meisten Kontertorschüsse in Liga zwei ab. Auch über die Außenbahnen sucht der Zweiligist gerne die Nähe zum gegnerischen Tor. Berlin erzielte die meisten Tore nach Flanken in Liga zwei. Eine Schwäche lässt sich – wie schon bei den Bremern – bei ruhenden Bällen ausmachen. Die Hertha erzielte die zweitwenigsten Tore nach Standardsituationen.
Die Personalsituation
Abwehrspieler Deyovaisio Zeefuik fällt mit einer Knieverletzung aus. Marton Dardai, ebenfalls Defensivspieler, ist nach Hüftproblemen noch fraglich.
Die Stimmen zum Spiel
Julian Schuster über Berlin: „Berlin hat in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet, es ist eine interessante Mannschaft. Im DFB-Pokal spielt die Liga keine Rolle, das haben wir letztes Jahr gesehen, da sind wir gegen einen Drittligisten ausgeschieden, der dann im Finale war".
Stefan Leitl zum Duell: "Die Vorfreude ist riesig, wir haben echt Lust auf das Viertelfinale gegen eine absolute Spitzenmannschaft aus der Bundesliga. Freiburg ist eine unfassbar gute Mannschaft, die noch in drei Wettbewerben souverän unterwegs ist. Das zeigt, was für eine Qualität auf uns zukommt.“
Foto: DFL Getty Images

