Jubiläumssieg gegen den BVB

Profis
06.02.2021

Der Sport-Club hat sein 700. Bundesligaspiel mit 2:1 (0:0) gegen Borussia Dortmund gewonnen und sich zum Jubiläum mit einer starken Leistung und drei Punkten belohnt. 

In einem offenen Bundesligaspiel erzielten Wooyeong Jeong (49.) und Jonathan Schmid (52.) die Treffer für den Sport-Club, der BVB kam durch den eingewechselten Youssoufa Moukoko nur noch zum Anschlusstreffer (76.).

„Uns fehlte die Konzentration und letzte Entschlossenheit um zu Torchancen zu kommen“, ärgerte sich Gäste-Coach Edin Terzic nach Spielschluss, während SC-Trainer Christian Streich nach seiner Sieg-Premiere gegen die Dortmunder besser aufgelegt war: „In der zweiten Halbzeit machen wir zwei solche Tore und haben alles abgearbeitet, was ging. Zum Schluss wurde es nochmal schwierig, aber wir waren am Ende die Glücklicheren und haben das Spiel gewonnen.“

Das Freiburger Trainerteam überraschte mit einem taktischen Kniff. Statt des 3-4-3 der Vorwochen lief der Sport-Club im 4-4-2 auf, das in den vergangenen Spielen nur beim 2:2 gegen Eintracht Frankfurt zum Einsatz gekommen war. Lucas Höler rückte für Manuel Gulde in die Startelf – der einzige Wechsel im Vergleich zur Niederlage beim VfL Wolfsburg. Höler, der sein 100. Pflichtspiel für den SC absolvierte, besetzte den rechten Freiburger Flügel, Wooyeong Jeong startete in der Doppelspitze neben Ermedin Demirovic.

Die Gäste, unter der Woche noch im DFB-Pokal gegen den SC Paderborn im Einsatz (3:2 n.V.), rotierten viermal und traten mit der nominellen A-Elf an: Die im Pokal geschonten Marco Reus, Mats Hummels, Raphael Guerreiro und Giovanni Reyna begannen für Mateu Morey, Nico Schulz, Jude Bellingham und Lukasz Piszczek.

Gefahr vor beiden Toren

In einer ausgeglichenen Anfangsphase gehörte die erste Großchance der Elf von Edin Terzic. Emre Can wurde vor dem Strafraum zu zögerlich angegriffen und donnerte den Ball aus gut zwanzig Metern an die Oberkante der Latte (4.). Doch auch der hoch anlaufende Sport-Club kam gut ins Spiel, erzwang immer wieder Fehler im Dortmunder Aufbauspiel und kam durch einen Schuss von der Strafraumkante von Wooyeong Jeong zum ersten Mal gefährlich vor das Tor (10.). Marvin Hitz, der den verletzten und in Dortmund umstrittenen Roman Bürki ersetzte, konnte das Spielgerät nur nach vorne abklatschen lassen, Mats Hummels rettete aber in letzter Sekunde vor dem lauernden Ermedin Demirovic.

Und es sollte weiter munter hin und her gehen. Erst verpasste Nicolas Höfler den Ball frei vor dem leeren Tor nach einer Hereingabe von Philipp Lienhart nur knapp (12.), dann rettete Florian Müller mit einem Klasse Reflex vor dem einschussbereiten Erling Haaland (13.).

Im 700. Bundesligaspiel der Breisgauer zeigte sich die Mannschaft von Christian Streich weder von den großen Namen im Kader des Gegners, noch der schwachen Bilanz gegen den BVB beeindruckt. Mal erhöhte die Freiburger Pressinglinie den Druck auf die Gäste, dann ließ sie sich wieder bis zur Mittellinie fallen und verdichtete das Zentrum.

Auch wenn das Spiel weiter auf hohem Niveau blieb und der Sport-Club insbesondere über die linke Seite gefällig kombinierte, hatten sich beide Mannschaften zur Mitte der ersten Halbzeit besser aufeinander eingestellt und ließen fortan weniger zu als in der Anfangsphase. Brach die Heimelf doch einmal durch wie nach dem schönen Zuspiel von Ermedin Demirovic auf Lucas Höler, ging die Fahne des Assistenten nach oben. 

Zwei Minuten vor der Pause dann nochmal die Gelegenheit für die Breisgauer in Führung zu gehen. Nach einer schönen Verlagerung von Wooyeong Jeong auf den rechten Flügel zu Jonathan Schmid, verpasste dieser mit seiner flachen Hereingabe Ermedin Demirovic am Fünfmeterraum nur knapp (43.). Das 0:0 mit dem Dr. Felix Brych die Mannschaften anschließend in die Pause schickte, war leistungsgerecht. 

Freiburger Doppelschlag nach der Pause

Kurz nach Wiederanpfiff belohnte sich der Sport-Club gleich doppelt für seinen starken Auftritt. Zunächst traf Wooyeong Jeong auf Zuspiel von Vincenzo Grifo aus 18 Metern zur Freiburger Führung ins linke Toreck (49.). Keine drei Minuten später erwischte Jonathan Schmid Marvin Hitz mit seinem Schuss vom linken Flügel komplett auf dem falschen Fuß. Der Ball prallte dem Schweizer von den Händen an den Pfosten und von dort zum 2:0 für den SC Freiburg in die Maschen (52.).

Trotz der Führung zog sich die Elf von Christian Streich und seinem Trainerteam in der Folge nicht tiefer in die eigene Hälfte zurück, sondern versuchte den Gegner weit weg vom eigenen Tor zu halten. Ein Unterfangen dass sich zunächst gut anließ und immer wieder zu vielversprechenden Kontern führte (64., 67.).

Zittern bis zum Schluss

Der BVB wiederum brauchte eine Weile um sich von den Gegentreffern zu erholen. Den ersten gefährlichen Abschluss in der zweiten Halbzeit verzeichneten die Dortmunder in der 62. Minute. Moukokos Schuss von der Strafraumkante touchierte aber lediglich den linken Außenpfosten des von Florian Müller gehüteten Freiburger Tores.

Obwohl der Sport-Club im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs gegen nun stärker werdende Dortmunder wenig zuließ, kamen die Gäste in der 76. Minute durch Youssoufa Moukoko zum Anschlusstreffer. Der eingewechselte 16-Jährige ließ Müller aus kurzer Distanz keine Chance.

So wurde die Schlussviertelstunde zur Hängepartie. Die Gäste rannten wütend an und erarbeiteten sich Torraumszenen ohne allerdings zwingende Chancen zu generieren. Der Freiburger Defensiverbund überstand schlussendlich auch die drei Minuten Nachspielzeit ohne den Ausgleich zu kassieren und konnte sich nach dem Abpfiff nicht nur über das Knacken der 30-Punkte-Marke, sondern auch den ersten Sieg gegen den BVB seit dem 08.05.2010 freuen.

Vor dem Auswärtsspiel gegen den SV Werder Bremen am kommenden Samstag um 15:30 Uhr steht der SC Freiburg zwischenzeitlich auf dem achten Platz.

David Hildebrandt

Fotos: Achim Keller

Stenogramm

Sport-Club Freiburg: Müller - Schmid (85. Kübler), Lienhart, Schlotterbeck, Günter - Santamaria, Höfler - Höler (85. Keitel), Jeong (70. Haberer), Grifo (78. Gulde) - Demirovic (70. Petersen)
Trainer: Christian Streich

Borussia Dortmund: Hitz - Can, Akanji, Hummels, Guerreiro - Delaney (60. Dahoud), Brandt (46. Bellingham) - Sancho, Reus (60. Moukoko), Reyna (70. Reinier) - Haaland
Trainer: Edin Terzic

Schiedsrichter: Felix Brych Zuschauer: -
Tore: 1:0 Jeong (49), 2:0 Schmid (52.), 2:1 Moukoko (76.)
Gelb: - Bellingham, Akanji
 

Die Bilder zum Spiel gegen Dortmund

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