Heimniederlage gegen Düsseldorf

Profis
22.02.2020

Der SC Freiburg hat am 23. Bundesliga-Spieltag sein Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf mit 0:2 (0:1) verloren.

Beim insgesamt enttäuschenden Auftritt des Sport-Club brachte Andre Hoffmann (37.) die Gäste vor der Pause in Führung. Zum Endstand und verdienten Sieg für die Rheinländer traf in der zweiten Halbzeit Erik Thommy (61.).

Entsprechend war die Laune auf Freiburger Seite nach dem 0:2 nicht die Beste: „In der ersten Halbzeit hatten wir zu wenig Körperlichkeit. In der zweiten Halbzeit war es etwas besser, aber am Ende sind wir der verdiente Verlierer“, fasste SC-Trainer Christian Streich die Niederlage zusammen. „Wir sind sehr glücklich uns endlich belohnt zu haben. Es war vielleicht nicht attraktiv, aber erfolgreich“, freute sich Uwe Rösler auf Düsseldorfer Seite.

Das Freiburger Trainerteam sah sich aufgrund der guten Auswärtsleistung in der Vorwoche gegen Augsburg nur zu einem Wechsel in der Startelf gezwungen: Amir Abrashi musste kurzfristig mit einem Muskelfaserriss passen. Seine Position im zentralen Mittelfeld übernahm Janik Haberer; neu ins Team kam Chanhoon Kwon. Robin Koch, dessen Einsatz unter der Woche noch fraglich gewesen war, meldete sich rechtzeitig fit.

Vier Wechsel hingegen bei der Fortuna im Vergleich zur Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach (1:4): Trainer Uwe Rösler beorderte Andre Hoffmann, Kenan Karaman, Adam Bodzek und Markus Suttner in die Startelf.

Frühes Abseitstor für den Gast

Die Rheinländer kamen besser in die Partie. Keine fünf Minuten waren gespielt, da musste der Sport-Club die erste Schrecksekunde überstehen: Nach einen scharfen Ball von Erik Thommy fälschte Christian Günter den Ball unglücklich ins eigene Tor ab. Da Günter aber vom im Abseits stehenden Zimmermann behindert worden war, entschied das Schiedsrichtergespann nach kurzer Konsultation mit dem VAR auf abseits.

Glück für den Sport-Club, der sich gegen agile Düsseldorfer schwertat und ungewohnte Abstimmungsfehler in der Defensive und dem Spielaufbau offenbarte.

Die erste Freiburger Chance resultierte dementsprechend auch nicht aus einer Kombination, sondern einem direkten Freistoß von Jonathan Schmid, dessen Abpraller von der Mauer Lucas Höler nicht mehr aufs Tor bekam (13.). Kurz darauf wurde Lucas Höler nach schönem Zuspiel von Changhoon Kwon freistehend vor dem Tor wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen (19.).

Trotz zaghafter Offensivbemühungen des Sport-Club blieb über weite Strecken der ersten Halbzeit vieles Stückwerk. Die Fortuna verdichtete das Mittelfeld, attackierte den ballführenden Freiburger früh und erstickte so das Freiburger Offensivspiel vor dem letzten Angriffsdrittel.

Der Düsseldorfer Führungstreffer (37.) hatte sich entsprechend zwar nicht wirklich angedeutet, war aber auch nicht unverdient. Nach einer Ecke stieg Andre Hoffmann am höchsten und nickte den Ball ein. Kurz zuvor hatte Alexander Schwolow den Rückstand mit einer starken Parade noch verhindern können. 

Am Geschehen auf dem Platz änderte sich durch den Treffer zunächst wenig. Dennoch hätte der Sport-Club beinahe mit dem Pausenpfiff den Ausgleich erzielt. Vincenzo Grifo setzte sich im Strafraum gegen zwei Gegenspieler durch und flankte den Ball in Richtung Changhoon Kwon. Der sprungstarke Südkoreaner verpasste die Kugel am langen Pfosten allerdings um weniger Zentimeter.   

Verbessert aus der Pause

Das Freiburger Trainerteam reagierte zur Pause. Torjäger Nils Petersen kam für Changhoon Kwon in die Partie. An der 4-4-2-Ausrichtung des Sport-Club änderte sich dadurch nichts.

Und der SC kam besser aus der Kabine, zeigte sich aggressiver in den Zweikämpfen und erspielte sich die erste Chance des zweiten Durchgangs. Nach einer schönen Kombination über Grifo, Waldschmidt und Günter konnte Gießelmann in letzter Sekunde vor dem einschussbereiten Nils Petersen klären (50.). Die nächste Freiburger Chance – einen Weitschuss von Janik Haberer – musste Florian Kastenmeier im Düsseldorfer Tor entschärfen (60.).

Dass es keine Minute später 0:2 für die Gäste stand, lag daran dass der Sport-Club einen eigenen Eckball schlecht verteidigte, die Fortuna blitzschnell konterte und der davongeilte Erik Thommy im Duell mit Alexander Schwolow cool blieb (61.).

Schlussoffensive trägt keine Früchte

Wieder reagierte der Sport-Club mit einem Wechsel. Roland Sallai kam für Vincenzo Grifo in die Partie (67.). Die Fortuna wiederum, zufrieden mit der Führung, igelte sich ein, spielte auf Zeit und nahm jegliches Tempo aus dem Spiel. Die Folge: Viel Leerlauf und keine nennenswerten Chancen auf beiden Seiten.

Erst ein zur Ecke abgewehrter Kopfball von Nils Petersen (80.) läutete die Schlussoffensive des Sport-Club ein. Es sollten zwar noch Chancen durch Luca Waldschmidt (81., 85., 90.+4) und Nicolas Höfler (86.) folgen, ein Treffer gelang dem Sport-Club aber nicht mehr.

David Hildebrandt

Fotos: Achim Keller

Stenogramm

SC Freiburg: Schwolow - Schmid, Gulde (82. Heintz), Koch, Günter - Höfler, Haberer - Kwon (46. Petersen), Grifo (67. Sallai) - Waldschmidt - Höler
Ersatzbank: Flekken (Tor), L. Itter, Lienhart, N. Schlotterbeck, Borrello, Tempelmann
Trainer: Christian Streich

Fortuna Düsseldorf: Kastenmeier - Ayhan, Hoffmann (77. M. Jörgensen), Suttner (20. Gießelmann) - Bodzek, Stöger - M. Zimmermann, V. Berisha (67. Morales), Thommy - Hennings, Karaman
Ersatzbank: Okoye (Tor), J. Zimmer, Ampomah, Sobottka, Ofori, Skrzybski
Trainer: Uwe Rösler

 

Schiedsrichter: Frank Willenborg (Osnabrück) Zuschauer: 24.000 (ausverkauft)
Tore: 0:1 Hoffmann (37.), 0:2 Thommy (61.)
Gelb: Höler - Ayhan, V. Berisha, Gießelmann, Karaman, Co-Trainer Bellinghausen
 

Die Bilder zum Spiel gegen Düsseldorf

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