Verdient in der zweiten Pokalrunde

Profis
08.08.2021

Der SC Freiburg hat am Sonntagabend mit einem knappen, aber verdienten 1:0 (1:0)-Sieg beim Drittligisten Würzburger Kickers die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Das entscheidende Tor erzielt Jonathan Schmid (45.).

„Mit der Leistung insgesamt bin ich zufrieden, wir hatten in der ersten Halbzeit ein gutes Positionsspiel und einige Durchbrüche. In der zweiten Halbzeit waren wir ein bisschen unruhig und Würzburg nochmal griffiger und aggressiver,“ fasste Christian Streich das Spielgeschehen nach dem Abpfiff zusammen. „Wir wussten, dass wir heute extrem gut verteidigen müssen und haben das insgesamt auch gut gemacht. Die Umschaltmomente, die wir hatten, hätten wir aber besser ausspielen müssen,“ so das Fazit von Streichs Gegenüber Torsten Ziegner.   

Sport-Club läuft an, Würzburg steht tief

Für die Gastgeber begann das Spiel mit einem frühen Schock. Der im Sommer aus Karlsruhe gekommene Marvin Pourié musste bereits nach zehn Minuten verletzungsbedingt das Spielfeld verlassen. Passiert war bis zu diesem Zeitpunkt bis auf zarte Freiburger Angriffsbemühungen wenig. Die Rothosen konzentrierten sich darauf, in der Defensive kompakt zu stehen und nach Ballgewinnen Nadelstiche zu setzen, während dem Sport-Club die Aufgabe zufiel, geduldig nach Lücken im Würzburger Defensivverbund zu suchen.

Da es die im 3-4-3 angetretenen Breisgauer aber zunächst am nötigen Tempo im Spielaufbau vermissen ließen, dauerte es 24 Minuten bis zur ersten guten Freiburger Gelegenheit. Yannik Keitel, von Nico Schlotterbeck im Strafraum schön in Szene gesetzt, setzte das Kunstleder aber Zentimeter neben den kurzen Pfosten.

Nochmal knapper wurde es kurz darauf, als Wooyeong Jeong aus halbrechter Position das lange Eck anvisierte, allerdings nur den Pfosten traf (28.). Generell zeichnete sich früh im Spiel ab, dass der SC immer dann am gefährlichsten wurde, wenn er das Spiel mit schnellen Seitenverlagerungen breiter machte.  

Es entwickelte sich das erwartet umkämpfte Spiel mit Feldvorteilen für die Gäste, die nach weiteren guten Gelegenheiten noch vor der Pause zur Führung trafen. Jonathan Schmid stellte auf Zuspiel von Lucas Höler mit einem überlegten Abschluss aus sieben Metern auf 1:0 aus Freiburger Sicht (45.). „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin,“ tönte es als Reaktion auf das Tor aus dem 500 Mann starken Gästeblock.

Im direkten Gegenzug war auch Mark Flekken zum ersten Mal gefordert. Der Keeper fischte einen Freistoß von der Strafraumkante mit einem starken Reflex aus dem linken unteren Eck und sicherte dem SC die Pausenführung (45.).

Viel Hektik im zweiten Durchgang

Mit dem Seitenwechsel veränderte sich auch die Dynamik der Partie. Die Mannschaft von Torsten Ziegner – nun zum Agieren gezwungen – wurde mutiger und setzte den Sport-Club fortan früher unter Druck. Die besseren Chancen hatte dennoch die Mannschaft des Freiburger Trainerteams. Gleich zweimal innerhalb von sechzig Sekunden hatte Lucas Höler in der 54. Minute das 2:0 auf dem Fuß, verpasste den zweiten Treffer aber jeweils um Zentimeter. Doch auch die Rothosen zeigten sich nun häufiger im Freiburger Strafraum. Die beste Gelegenheit vergab Saliou Sané freistehend aus zehn Metern mit dem Kopf (57.).

Da es der Sport-Club verpasste der Führung einen zweiten Treffer folgen zu lassen, ging es mit dem knappen Vorsprung in die Schlussphase der Partie. Das Geschehen auf dem Platz – bereits seit Minute 70 enorm zerfahren – wurde zunehmend hektischer, echte Torchancen sollten auf beiden Seiten bis ganz kurz vor Schluss nicht mehr folgen. In der 93. Minute hatte Saliou Sané den Ausgleich auf dem Fuß, setzte den Ball aus spitzem Winkel aber ein gutes Stück über das Tor – die letzte Szene einer Partie, die die Breisgauer schließlich verdient für sich entscheiden konnten.

Weiter geht es für den SC am kommenden Samstag mit dem ersten Ligaspiel bei Arminia Bielefeld. Anpfiff ist um 15:30 Uhr.  

David Hildebrandt

Foto: Achim Keller

Stenogramm

Würzburger Kickers: Bonmann - Schneider, Dietz, Kraulich, Lungwitz (72. Waidner) - Kopacz, Perdedaj, Hoffmann, Herrmann (72. Heinrich) – M. Breunig (80. Meisel), Pourié (14. Sané)  
Trainer: Torsten Ziegner  
   
SC Freiburg: Flekken - Gulde, Lienhart, N. Schlotterbeck - Schmid, Keitel (90.+2 Santamaria), Höfler, Günter – Jeong (90.+2 Haberer), Höler (74. Demirovic), Grifo (74. Sallai)  
Trainer: Christian Streich  
   
Tore: 0:1 Schmid (45.)  
Gelbe Karten: Höler, Günter – Hoffmann, Perdedaj    
Gelb-Rote Karten:  
Rote Karten:  
Schiedsrichter: Benjamin Brand (Unterspiesheim)  
Zuschauer: 2.820 (ausverkauft)  

 

 
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