Galaauftritt im Abschiedsspiel

Profis
26.09.2021

Der SC Freiburg verabschiedet sich mit einem verdienten Sieg aus dem Dreisamstadion. Beim 3:0-Erfolg (3:0) gegen den FC Augsburg erzielten Lukas Kübler, Lucas Höler und Vincenzo Grifo die Tore 997, 998 und 999 an der Schwarzwaldstraße.  

"Es gab ein paar hundert besondere und außergewöhnliche Momente", sagte Christian Streich im Vorfeld. Das heutige Spiel gegen Augsburg wurde ein weiteres. Das 360. Bundesliga-Spiel im Dreisamstadion. Das letzte Bundesligaspiel im Dreisamstadion. Ausverkauft. Hervorragende Stimmung. Ein Tollhaus, zu dem auch die Mannschaft einen großen Beitrag mit einem tollen Auftritt leistete. Auch für Christian Günter war es ein besonderer Abend. Der Kapitän machte sein 300. Pflichtspiel im Trikot des Sport-Club. "Ich hätte es mir nicht besser vorstellen können", sagte er im Anschluss an die Partie. 

Neben ihm starteten Mark Flekken im Tor, Philipp Lienhart, Nico Schlotterbeck und Manuel Gulde bildeten die Dreierkette. Davor liefen Maximilian Eggestein, Nicolas Höfler im zentralen, Günter im linken und Lukas Kübler im rechten Mittelfeld auf. Vincenzo Grifo, Lucas Höler und Wooyeong Jeong agierten in vorderster Reihe. Der SC startete im 3-4-3 und mit viel Druck auf die Defensive der Gäste. Grifo holte nach drei Minuten den ersten Eckball heraus, an dessen Anschluss Höfler mit dem Kopf zur Stelle war. FCA-Keeper Rafael Gikiewicz parierte noch. Denn vier Minuten später ging Streichs Elf in Führung. Günter mit viel Platz auf der linken Seite und dem Abschluss, den Gikiewicz noch blocken konnte, aber direkt vor die Füße von Kübler, der sich die Chance nicht nehmen ließ und das 1:0 erzielte. 

SC überzeugt mit Spielfreude

In der Defensive bekam die Mannschaft in der ersten Viertelstunde kaum etwas zu tun, und wenn Augsburg doch mal in die gegnerische Hälfte kam, unterbanden Schlotterbeck und Co. die Angriffe früh und kombinierten sich oft sehenswert aus der Abwehrzone heraus. Das quittierte auch Streich mit Applaus am Seitenrand. Auch in der Offensive lief der Ball gut und so hatte Höler nach Höflers Zuspiel die nächste gute Freiburger Möglichkeit, aber der Ball ging am FCA-Tor vorbei (15.). Der Versuch von Grifo aus der Distanz kurze Zeit später knapp über die Latte (18.). Der Sport-Club hatte das Spiel im Griff, bestimmte, was auf dem Platz passierte und fand immer wieder den Weg zum Tor. 

Aber dann wurde es im SC-Strafraum auch mal gefährlich. Augsburg kam mit Tempo über die linke Seite, die scharfe, flache Hereingabe in den Fünfer klärte Schlotterbeck zur Ecke. Für die Gäste blieb es aber nur beim kurzen Durchatmen, denn der SC wollte den zweiten Treffer und machte diesen auch. In der 24. Minute bediente Eggestein Höler mit einem Pass in die Tiefe, der Angreifer setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und lupfte den Ball zum 2:0 über Gikiewicz ins Tor. Eine gute halbe Stunde war gespielt, als Günter den Ball von der linken Seite flach in die Mitte spielte und Augsburgs Raphael Framberger mit der Hand ablenkte - Elfmeter. Grifo legte sich den Ball auf den Punkt und verwandelte sicher zum 3:0 (33.). Der SC hatte Freude auf dem Platz, machte Freude und Höfler erzielte mit einem Kopfball fast das 4:0, aber Augsburgs Schlussmann reagierte darauf mit einer starken Parade. 

Fußballparty im Stadion

Die zweite und damit letzte Halbzeit im Dreisamstadion begann etwas unruhiger, aber der Sport-Club war weiter spielbestimmend und ließ den Ball durch die eigenen Reihen laufen. Eggestein war nach 54 Minuten der erste, der aufs Augsburger Tor schoss, wurde aber geblockt. Der SC spielte gut, etwas defensiver als in den ersten 45 Minuten und auf den Tribünen feierten die Fans eine Fußballparty. Die Laola machte mehrfach die Runde, die Mannschaft wurde fast pausenlos angefeuert und zahlreiche Gesänge hallten durch das Dreisamstadion. 

Und dann fiel fast der 1000. Bundesligatreffer an der Schwarzwaldstraße. Jeong kam im 16er zum Abschluss und verpasste nur um Zentimeter (64.). Genauso wie kurz darauf Grifo, der aus einem Meter an einem auf der Linie stehenden Augsburger scheiterte (65.). Weil den Gästen in der Offensive nur wenig gelang, kam der Sport-Club immer wieder zu guten Offensivaktionen. Günter zog von der linken Seite ab, nur knapp daneben. Sieben Minuten vor dem Schlusspfiff hatte der eingewechselte Nils Petersen den vierten Treffer auf dem Fuß, zog im 16er ab, verpasste aber knapp, weil er in letzter Sekunde entscheidend gestört wurde. Streich war mit den 90 Minuten seiner Mannschaft zufrieden: "Fußballerisch war es gut für uns und wir hatten immer die Kontrolle über das Spiel", sagte der 56-Jährige. 

Dass das 1000. Bundesligator nicht mehr fiel, war Nebensache. Der SC war den Augsburgern in allen Bereichen überlegen und spielte die Partie souverän zu Ende. Was danach noch folgte, waren Party, Gänsehautstimmung mit "You'll never walk alone" und Handyleuchten und ein weiterer von vielen besonderen Momenten im Dreisamstadion: Streich wurde von den Fans auf die Nordtribüne gerufen und stimmte mit ihnen gemeinsam ein "Humba" an. "Ich freue mich sehr für die Zuschauer, dass wir im letzten Spiel so gespielt haben und die Fans jetzt glücklich heim gehen können", sagte Streich. 

 

Isabel Betz

Foto: Achim Keller

Stenogramm

Aufstellung SC Freiburg: Flekken – Lienhart, Gulde (71., Sallai), N. Schlotterbeck – Kübler, Eggestein (86., Haberer), Höfler (61., Keitel), Günter – Grifo, Höler (71., Demirovic), Jeong (71., Petersen)  
Trainer: Christian Streich  
   
Aufstellung FC Augsburg: Gikiewicz – Gumny, Gouweleeuw, Oxford – Framberger (46., Gruezo), Caligiuri, Dorsch (72., Maier), Hahn (46., Zeqiri), Pedersen – Vargas (88., Córdova), Niederlechner (72., Jensen)  
Trainer: Markus Weinzierl  
   
Tore: 1:0 Kübler (6.), 2:0 Höler (25.), 3:0 Grifo (33., HE)  
Gelbe Karten: Gouweleeuw  
Gelb-Rote Karten: -  
Rote Karten: -  
Schiedsrichter: Daniel Schlager  
Zuschauer: 14.400  

 

 
Ihr Browser ist veraltet.
Er wird nicht mehr aktualisiert.
Bitte laden Sie einen dieser aktuellen und kostenlosen Browser herunter.
Chrome Mozilla Firefox Microsoft Edge
Chrome Firefox Edge
Google Chrome
Mozilla Firefox
MS Edge
Warum benötige ich einen aktuellen Browser?
Sicherheit
Neuere Browser schützen besser vor Viren, Betrug, Datendiebstahl und anderen Bedrohungen Ihrer Privatsphäre und Sicherheit. Aktuelle Browser schließen Sicherheitslücken, durch die Angreifer in Ihren Computer gelangen können.
Neue Technologien
Die auf modernen Webseiten eingesetzten Techniken werden durch aktuelle Browser besser unterstützt. So erhöht sich die Funktionalität, und die Darstellung wird verbessert. Mit neuen Funktionen und Erweiterungen werden Sie schneller und einfacher im Internet surfen können.