Remis in Unterzahl gegen Sandhausen
Der SC Freiburg II hat sich am 22. Spieltag der Regionalliga Südwest 2:2 (2:1) vom SV Sandhausen getrennt. David Amegnaglo (16./22.) traf zunächst mit zwei Elfmetern zur Führung für den Sport-Club, der die Partie nach einer Gelb-Roten Karte für Mateo Zelic (80.) in Unterzahl beendete.
Vier Tage nach dem ersten Punktspiel in diesem Jahr bei der SG Sonnenhof Großaspach empfing die U23 des Sport-Club zum Heimauftakt nach der Winterpause den SV Sandhausen. Gegen die Nordbadener wollte die Mannschaft des Trainerteams um Bernhard Weis nach der 1:2-Niederlage am vergangenen Mittwoch diesmal Zählbares verbuchen.
Zum Start in den März gab es im Dreisamstadion am Ende einen Heimpunkt für den SC II und dasselbe Ergebnis, mit dem sich beide Mannschaften schon in der Hinrunde im Stadion am Hardtwald getrennt hatten.
„Alles in allem geht das Ergebnis in Ordnung, auch wenn das Spiel ein bisschen wie eine Achterbahnfahrt war“, sagte SC-Trainer Bernhard Weis. „Wir haben in der ersten Halbzeit gegen einen guten Gegner nicht viel zugelassen, bekommen nach unserer Führung aber noch unnötig das Anschlusstor. Vor dem Ausgleich hatten wir die große Chance zum dritten Tor, das hätte uns vielleicht mehr Ruhe gegeben. Aber wir nehmen den Punkt gerne mit. Die Leistung der Mannschaft war über weite Stecken in Ordnung.“
Amegnaglo trifft per Elfmeter zur Führung
Gegenüber der Partie in Großaspach startete der Sport-Club mit einer Veränderung in der Anfangsformation. In der Offensive begann Mathias Fetsch anstelle von Oscar Wiklöf. Karl Steinmann und Rouven Tarnutzer gehörten erneut zum Aufgebot der Profis, die am Nachmittag in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt antraten.
Griffiger als in der vergangenen Partie wollten die Gastgeber diesmal in die Begegnung starten. Was der U23 gegen den Drittliga-Absteiger auch gelang. Spielerisch agierten allerdings zunächst die Sandhäuser druckvoller, ohne dass daraus jedoch eine klare Torchance entstand.
Eine solche hatte sich auch der Sport-Club noch nicht erarbeitet, was sich nach einem schnellen Vorstoß und einer knappen Viertelstunde änderte. SV-Verteidiger Teoman Akmestanli stoppte Leon Catak im Strafraum durch ein Foulspiel und Schiedsrichter Niclas Zemke entschied ohne Zögern auf Elfmeter. Den Strafstoß verwandelte diesmal David Amagnaglo (16.) zur Führung für den SC II. Catak musste kurz darauf verletzt das Feld verlassen, für ihn kam Bismark Adomah in die Partie.
Doppelpack vom Punkt folgt Anschlusstor
Nur wenige Minuten später sprintete Mateo Zelic über die linke Seite in den Strafraum der Gäste, wo er von Robin Krauße von den Beinen geholt wurde. Erneut entschied Zemke auf Foulelfmeter und erneut trat Amegnaglo zur Ausführung an. Wie beim ersten Mal verwandelte der SC-Angreifer nach einer Körpertäuschung flach in die rechte Ecke (22.). Der SV Sandhausen brauchte eine gewisse Zeit, um den doppelten Dämpfer wegzustecken. Phil Halbbauer (29.) gab mit einer Direktabnahme den nächsten Torschuss für die Gäste ab, den Jaaso Janrunen parierte. Auf der Gegenseite traf Zelic kurz darauf das Außennetz, und Amegnaglo verpasste aus spitzem Winkel seinen dritten Treffer nur um Zentimeter.
Dennoch konnte Sandhausen noch vor der Pause verkürzen. Nach einer Flanke von Louis Kolbe köpfte der im Strafraum zu unbedrängte Jahn Herrmann (39.) aus wenigen Metern zum Anschluss ein. Danach klärte Jantunen noch einmal vor dem eigenen Strafraum bei einem Gästekonter. Auch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte blieb Sandhausen gefährlich. Ein Kopfball von Kolbe ging über das Tor. Kurz darauf lenkte Jantunen einen Distanzschuss von Niklas Tarnat über die Latte.
Wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff bot sich dem SC II die Chance, seine Führung auszubauen. Nach einem Abwehrfehler und einem Pass von Adomah geriet der Direktschuss von Fetsch aber zu schwach. Was umso ärgerlicher war, weil die Gäste im unmittelbaren Gegenzug zum Ausgleich kamen. Nach einer Flanke von der rechten Seite traf der zur Pause eingewechselte Luca de Meester (50.) mit einem Linksschuss aus rund elf Metern.
Nach Ausgleich Schlussphase in Unterzahl
In der wieder völlig offenen Begegnung erarbeitete sich der SV Sandhausen wieder mehr Spielanteile. Der SC II versuchte, kompakt zu stehen und nach Ballgewinnen schnell umzuschalten. Inzwischen auch mit Oscar Wiklöf, der nach einer guten Stunde für Fetsch aufs Feld gekommen war. Weitere Torchancen gab es aber zunächst auf beiden Seiten nicht. Bei einer flachen Hereingabe der Gäste klärte Jantunen vor de Meester zur Ecke ( 72.).
Als Bernhard Weis gerade erneut wechseln wollte, geriet der Sport-Club in Unterzahl. Der bereits verwarnte Zelic sah nach einer Unsportlichkeit die Gelb-Rote Karte (80.). „Die kann man geben, aber dann hätte ich mir auch gewünscht, dass der Schiedsrichter vorher eine klare Tätlichkeit an Louis Tober ahndet“, so SC-Trainer Weis. „Hinten raus haben wir den Punkt vielleicht auch mit etwas Glück geholt.“ Vor allem aber durch leidenschaftliche Defensivarbeit, bei der der Sport-Club nur noch eine Sandhäuser Chance zuließ. In der Nachspielzeit ging ein Kopfball von Herrmann (90.+3) knapp am Tor vorbei.
Der SC Freiburg II steht mit jetzt 27 Punkten weiterhin auf dem 14. Tabellenplatz und reist am kommenden Wochenende zu seinem nächsten Auswärtsspiel nach Rheinland-Pfalz. In der Landeshauptstadt ist die U23 am Samstag, den 7. März (14 Uhr), beim TSV Schott Mainz zu Gast.
Dirk Rohde
Foto: Stephan Eckenfels
Stenogramm
| SC Freiburg II: Jantunen – Atemkeng, N. Wagner, Schopper, Tober (83. Ketterer) – Nuur Mohamed, Rüdlin – Amegnaglo (83. Raweri), Catak (20. Adomah, 83. James), Zelic – Fetsch (64. Wiklöf) | |
| Trainer: Bernhard Weis | |
| Bank: Katz (Tor), Klein, Koß, Schulten | |
| SV Sandhausen: Schneller – Wimmer (46. Gipson), K. Schulz, Akmestanli (87. Osee) – Kolbe, Tarnat, Krauße (46. de Meester), Halbauer – Mamutovic, J. Herrmann – Ramsak | |
| Trainer: Olaf Janßen | |
| Bank: Lyska (Tor), Zahnen-Martinez, Nollenberger, Testroet, Eppel, Stadler | |
| Tore: 1:0 Amegnaglo (16., FE), 2:0 Amegnaglo (22., FE), 2:1 J. Herrmann (39.), 2:2 de Meester (50.) | |
| Gelbe Karten: Trainer Weis – Krauße, Wimmer, Halbauer | |
| Gelb-Rote Karten: Zelic (80.) | |
| Rote Karten: | |
| Schiedsrichter: Niclas Zemke | |
| Zuschauer/innen: 994 |

