Vier Tore zum Auswärtssieg
Beim SV Sandhausen gewinnt die Freiburger U19 mit 4:1 (1:0). Für den Sport-Club trifft Luis Forestier doppelt (37. & 74.), Yanik Boos vom Elfmeterpunkt (FE, 56.) und Simon Samsi (90.).
Dank des 2:0-Erfolgs am vergangenen Spieltag gegen den FC Augsburg sowie des Unentschiedens zwischen dem 1. FC Heidenheim und dem Karlsruher SC (2:2) reiste der Sport-Club am 9. Spieltag in der Vorrunde der DFB-Nachwuchsliga als Tabellenführer zum SV Sandhausen. Die Gastgeber hatten vergangene Woche in einem furiosen Spiel gegen die Stuttgarter Kickers in der 90. Minute noch zum 5:5 ausgeglichen und rangierten mit acht Punkten auf dem fünften Tabellenplatz. Das Hinspiel im Breisgau gewann die Freiburger U19 spät mit 1:0 und zeigte damit, dass auch die Aufgabe im Hardtwald keine einfache werden würde.
Die Führung lässt auf sich warten
So gehörte auch der erste Abschluss der Partie dem SV Sandhausen: Luka Vukoja setzte aus 19 Metern zum Abschluss an, verpasste das Freiburger Tor jedoch knapp (4.). Der Sport-Club fand in den Anfangsminuten zunehmend besser in die Partie und konnte zunehmend das Spielgeschehen kontrollieren. Viel ging über die linke Außenbahn, wo mehrere Hereingaben von Djamal Faram jedoch keine Abnehmer fanden oder von der Sandhäuser Defensive geklärt wurden. Nach einer Viertelstunde schlug Osagie Okungbowa von der rechten Außenbahn eine vielversprechende Flanke in den Strafraum, jedoch verpassten Luis Forestier und Stefanos Abubakari den Ball knapp (15.).
Kurz darauf verfehlte Jakob Benz mit einer Direktabnahme von der Strafraumkante ebenfalls das Tor (16.). Einen Doppelpass mit Okungbowa konnte Baur anschließend aus kurzer Distanz nicht erfolgreich abschließen. Aus spitzem Winkel kam Baur zum Abschluss, doch ein Sandhäuser Abwehrbein verhinderte den Treffer und klärte zur Ecke (19.). Den folgenden Eckball setzte Kiril Savitsk per Kopf über den Querbalken (20.).
In der 25. Spielminute ergab sich für die Freiburger die bis dato größte Gelegenheit, in Führung zu gehen: Nach Zuspiel von Thierno Diallo behauptete sich Forestier im Zweikampf und schickte seinen Mitspieler in die Tiefe. Diallo lief allein auf Philipp Dominikovic im gegnerischen Tor zu, scheiterte aber am SVS-Keeper, der den Abschluss mit seinem linken Fuß parierte (25.).
„Wir haben sicherlich schon bessere Spiele und bessere Leistungen gezeigt. Aber den Jungs muss man zugutehalten, dass sie die Widrigkeiten angenommen haben“, sagte SC-Coach Julian Wiedensohler. Die schwierigen Platzverhältnisse und die begrenzten Wechselmöglichkeiten hätten die Mannschaft vor zusätzliche Herausforderungen gestellt.
Forestier belohnt den Freiburger Aufwand
Schließlich war es Forestier, der den Sport-Club in Führung brachte: Diallo sah Faram, der den Ball direkt an den Freiburger Stürmer weiterleitete. Forestier blieb aus zwölf Metern ruhig und brachte den Ball sicher im linken unteren Eck unter (37.). Nach dem Rückstand meldete sich auch Sandhausen offensiv zurück: Leo Burkhart setzte seinen Kopfball nach Flanke von Edi Pllana knapp am langen Pfosten vorbei (39.).
Gegen Ende der ersten Halbzeit agierten die Gastgeber offensiver. Vukoja verpasste dabei den Ausgleich: Zunächst verfehlte er aus spitzem Winkel das Tor knapp, nachdem er sich nach einem Einwurf auf engstem Raum durchgesetzt hatte (43.). Kurz darauf fehlte dem Angreifer bei einem Volley der nötige Druck, sodass der Ball direkt in den Armen von Theodore Pizarro im Freiburger Tor landete (45.).
Analog zum Spielbeginn gehörte auch nach dem Seitenwechsel den Gastgebern die erste Chance: Vukoja schlug den Ball zu Pllana, dessen Flachschuss aus 15 Metern allerdings am rechten Pfosten vorbeiging (47.). Zwei Minuten später legte Pllana für Akgöz auf, der jedoch verzog und das Tor deutlich verfehlte (49.). Nach einem Eckball herrschte im Freiburger Strafraum Unruhe, die Sandhausen allerdings nicht ausnutzen konnte: Den Kopfball von Mathis Nje parierte Pizarro sicher (52.).
Boos trifft vom Punkt
Statt des Ausgleichs für die Gastgeber fiel nach einem Elfmeter für den Sport-Club das 2:0. Benz wurde von Akgöz gefoult, woraufhin Schiedsrichter Sami Tirech auf Strafstoß entschied. Der vorverwarnte Tom Glock beschwerte sich lautstark und sah daraufhin die Gelb-Rote Karte. Während er das Spielfeld verlassen musste, blieb SC-Kapitän Boos ruhig und verwandelte den Elfmeter sicher im rechten Eck (54.).
„Das war schon eine entscheidende Situation im Spiel. Sandhausen war ordentlich aus der Halbzeit gekommen, aber mit dem 2:0 und einem Mann mehr hatten wir natürlich einen großen Vorteil. Bei Sandhausen war dann ein wenig die Luft raus und wir hatten mehr Platz und Zeit“, erklärte Wiedensohler.
Die Überzahl wollte der Sport-Club nutzen, um die Partie endgültig zu entscheiden: Abubakari schickte Faram in die Tiefe, der allerdings an Dominikovic scheiterte (59.). Der Schlussmann der Gastgeber musste wenige Augenblicke später erneut Schlimmeres verhindern: Diallo spielte einen kurz ausgespielten Eckball zurück zu Abubakari, der aus spitzem Winkel abschloss und Dominikovic erneut zu einer Parade zwang (67.).
In der 74. Spielminute war Dominikovic dann doch geschlagen: Simon Samsi drang bis zur Grundlinie vor und spielte den Ball ins Zentrum zu Forestier. Den ersten Schuss des Stürmers konnte der Sandhäuser Schlussmann noch parieren, ließ den Ball allerdings vor die Füße Forestiers abprallen, der ihn im zweiten Versuch nur noch einschieben musste und damit seinen Doppelpack schnürte (74.).
Sandhausen verkürzt, Samsi antwortet
Offensiv war von den Hardtwäldern seit dem Platzverweis kaum noch etwas zu sehen - bis zur 79. Minute: Einen Freistoß von der Strafraumkante verwandelte Akgöz direkt in den rechten Winkel. SC-Schlussmann Pizarro war chancenlos (79.). Der Anschlusstreffer konnte den Gastgebern jedoch keinen weiteren Auftrieb geben. Stattdessen drängten die Breisgauer auf den vierten Treffer.
Nach den Abschlüssen von Vincent Reiter (83.) und Cedric Dreher (88.), die beide in den Armen von Dominikovic landeten, setzte Samsi den Schlusspunkt der Partie: Dominikovic parierte zwar Reiters Schuss aus knapp 19 Metern, ließ den Ball jedoch vor die Füße von Samsi abprallen. Dieser war auf der linken Seite mitgelaufen und musste nur noch einschieben, um den 4:1-Endstand herzustellen (90.).
„Es ist wichtig für uns, solche Spiele unter diesen Rahmenbedingungen zu ziehen. Das ist ein Lerneffekt für die Jungs und ein Schritt in die richtige Richtung“, bilanzierte Wiedensohler.
Heimspiel gegen den Karlsruher SC
Am kommenden Samstag, den 31. Oktober, empfängt die Freiburger A-Jugend den Karlsruher SC im Möslestadion. Anstoß der Begegnung ist um 13 Uhr.
Maximilian Geil
Foto: SC Freiburg
Stenogramm
| Aufstellung SV Sandhausen: Dominikovic (TW), Burkhart (68., Seidel), Yildiz (80., Stork), Zibert (80., Woiterski), Glock, Förch (C), Ceylan (68., Stadler), Pllana (68., Kutun), Akgöz (80., Scheuß), Vukoja, Nje | |
| Trainer: Ivica Erceg | |
| Bank: Panzer (TW) | |
| Aufstellung SC Freiburg: Pizarro (TW), Baur, Benz, Boos (C), Gellert, Okungbowa, Diallo (77., Reiter), Abubakari (77., Schelble), Faram (72., Samsi), Savitskyi (62., Dreher), Forestier | |
| Trainer: Julian Wiedensohler | |
| Bank: Stiefvater (TW) | |
| Tore: 0:1 Forestier (37.), 0:2 Boos (FE, 56.), 0:3 Forestier (74.), 1:3 Akgöz (80.), 1:4 Samsi (90.) | |
| Gelbe Karten: - / Savitskyi, Faram | |
| Gelb-Rote Karten: Glock / - | |
| Rote Karten: | |
| Schiedsrichter: Sami Tirech | |
| Zuschauer/innen: 60 |
