U19 gewinnt Spitzenspiel

SC U19
12.10.2026

Am siebten Spieltag der DFB-Nachwuchsliga gewann die U19 des SC Freiburg gegen die TSG Hoffenheim mit 3:1. Durch den Sieg schiebt sich der SC in der Tabelle an den Kraichgauern vorbei.

Als einzige noch ungeschlagene Mannschaft der Vorrundengruppe E empfing die SC-U19 den Vorjahresmeister TSG Hoffenheim. Die Gäste aus dem Kraichgau hatten sich bis dahin lediglich am dritten Spieltag dem SV Sandhausen geschlagen geben müssen.

Freiburg geht kurz nach Anpfiff in Führung

Die Zuschauerinnen und Zuschauer auf der gut gefüllten Tribüne hatten kaum Platz genommen, da ging der Sport-Club bereits in Führung. Nach hohem Pressing durch Luis Forestier sah sich Hoffenheims Kapitän Tom Fiederer zu einem Befreiungsschlag aus der eigenen Hälfte gezwungen. Jakob Benz fing den Ball ab und leitete ihn über Abubakari zu Chrisdy Dianzenza-Nkoussou weiter. Dieser bediente mit einem Steckpass den in die Tiefe startenden Okungbowa. Mit dem ersten Kontakt ließ er Fiederer gekonnt aussteigen und schloss aus rund 15 Metern zum 1:0 ab (4.).

Wenige Minuten später wäre Hoffenheim bei seiner ersten Chance beinahe der Ausgleich gelungen. Nach einem doppelten Doppelpass mit Josef Haßfeld fand sich Emil Kramer an der Ecke des Fünfmeterraums in einer guten Abschlussposition wieder. SC-Keeper Theodore Pizarro löste sich rechtzeitig von der Linie und bewahrte Freiburg mit einer starken Parade vor dem Ausgleich (7.).

In der Folge kamen die Gäste zu deutlich mehr Spielanteilen. Häufig griffen sie über die Flügel an, wo die aufrückenden Außenverteidiger zusätzliche Anspielstationen in der Offensive boten. Dank der griffigen SC-Defensive um die Innenverteidiger Fabian Gellert und Yanik Boos kam der letzte Pass jedoch nur selten an. Ein Fallrückzieher von Haßfeld (24.) und Kurpejovics Abschluss aus 16 Metern (31.) blieben die einzigen Torchancen der Gäste – ohne Theodore Pizarro ernsthaft zu fordern.

Intensive Partie mit wenigen klaren Chancen

Auf der Gegenseite leiteten die Freiburger ihre Angriffe meist über die linke Außenbahn und mit hohem Anlaufen ein. So eroberte Dianzenza den Ball gegen Fiederer und stürmte mit der Abwehr im Rücken auf das Tor von Leonhard Bockeloh zu. Luis Forestier rückte zentral mit auf, doch Nouh Tidjani klärte Dianzenzas Ablage entscheidend zur Ecke (36.). Daraus ergab sich für den Sport-Club jedoch keine weitere Möglichkeit.

Nach einer starken Defensivleistung konnte der SC kurz vor der Pause noch Selbstvertrauen für die zweite Hälfte sammeln. Jakob Benz brachte eine Ecke flach in den Strafraum. Dianzenza lief an, verfehlte den Ball aus kurzer Distanz aber knapp (41.). Nach einem Einwurf blieb der Ball in Freiburger Besitz und gelangte erneut zu Dianzenza. Mit einer Finte setzte er sich gegen zwei Abwehrspieler durch und bediente von der Torauslinie Djamal Faram. Dessen Schuss ging entgegen der Laufrichtung von Bockeloh am Tor vorbei.

„Mit der Zeit konnten wir, auch ohne zunächst mehr Ballbesitz zu haben, die Spielkontrolle übernehmen“, sagte Martin Schweizer, sportlicher Leiter der Freiburger Fußballschule, nach dem Spiel mit Blick auf diese Phase. „Unter dem Strich hatten wir dann auch die klareren Chancen auf unserer Seite.“

In der zweiten Hälfte nimmt Freiburg Fahrt auf

Zur Halbzeit wechselte SC-Coach Julian Wiedensohler Fabian Gellert aus, der nach seiner Verletzungspause erstmals wieder in der Startelf gestanden hatte. Für ihn kam Cedric Dreher, der zuvor ebenfalls verletzungsbedingt ausgefallen war (45.).

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit erarbeitete sich Hoffenheim zunächst mehr Ballbesitz. Freiburg hielt nun aber zunehmend aggressiver und weiter vorne dagegen. Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel ergab sich daraus die erste große Chance für den SC: Okungbowa behauptete sich im Strafraum gegen drei Hoffenheimer und konnte von Tidjani nur regelwidrig gestoppt werden (55.). Den fälligen Strafstoß setzte Chrisdy Dianzenza an den rechten Pfosten (56.). Das tat seinem bis dahin sehr guten Gesamteindruck jedoch keinen Abbruch.

Zehn Minuten später fing Kimi Baur einen Ball im Mittelfeld ab und setzte mit einem Steilpass den startenden Okungbowa ein. Nach einem langen Sprint verschaffte sich dieser mit einer Finte im Strafraum eine gute Abschlussposition und versenkte den Ball im linken unteren Eck (67.).

Freiburg übernahm nun zunehmend die Spielgestaltung – ganz nach dem Geschmack des Trainers. „In der zweiten Hälfte wollten wir bewusst schon ein paar Meter höher ins Pressing kommen und uns nicht in den eigenen Sechzehner drücken lassen. Jeder Wechsel hat uns zudem frische Energie und die Chance gebracht, die Spieldynamik zu verändern. Großes Kompliment, heute haben die Jungs wirklich alles auf dem Platz gelassen“, sollte Julina Wiedensohler die engagierte Leistung seiner Spieler nach dem Abfiff loben.

Hoffenheim kommt noch einmal heran

Kurpejovic wurde mit einem langen Flachpass aus dem Mittelfeld in Szene gesetzt und behauptete sich mit einer schnellen Bewegung gegen Kiril Savitskyi. Damit war der Weg zum Tor von Theodore Pizarro frei. Sein wuchtiger Abschluss aus zwölf Metern ließ dem Keeper keine Chance (80.).

Die Hoffnung der Hoffenheimer, das Spiel nach dem Anschlusstreffer noch wenden zu können währte aber nicht lange. Der wenige Augenblicke zuvor eingewechselte Simon Samsi leitete mit einem Ballgewinn einen Konter ein, an dessen Ende einen Pfostenabpraller höchstselbst im Tor der nun endgültig geschlagenen Gäste unterbringen konnte (84.). Danach behielt die SC-U19 die Kontrolle und sicherte sich den Dreier im Spitzenspiel.

Nach einer beeindruckenden Teamleistung und mit einem deutlichen Plus an gefährlichen Chancen gewann die U19 des SC Freiburg verdient. Damit steht sie hinter dem 1. FC Heidenheim auf Platz zwei der Tabelle. „Mit der TSG Hoffenheim hatten wir es, von allen 64 U19-Mannschaften, mit dem Team mit der höchsten Ballbesitz- und der höchsten Passquote zu tun – das haben sie auch heute wieder gezeigt. Entsprechend wussten wir, dass wir phasenweise gemeinsam leiden müssen und das Ganze nur so zum Erfolg tragen können“, sagte Trainer Julian Wiedensohler nach dem Spiel.

Nach einer beeindruckenden Teamleistung und mit einem deutlichen Plus an gefährlichen Chancen gewann die U19 des SC Freiburg verdient. Damit steht sie hinter dem 1. FC Heidenheim auf Platz zwei der Tabelle. Weiter geht es für den SC Freiburg am Samstag, 17. Oktober, mit einem Heimspiel gegen den FC Augsburg. Die TSG Hoffenheim gastiert am selben Tag beim SSV Ulm 1846.

Foto: SC Freiburg

Stenogramm

Aufstellung Heimteam: Pizarro (TW) – Benz, Gellert (45., Dreher), Boos (C), Baur (69., Thierno) – Kassassir, Abubakari (69., Savitskyi), Dianzenza-Nkoussou (88., Reiter) –Okungbowa, Faram (82., Samsi) – Forestier (69., Malisanovic) 
Trainer: Julian Wiedensohler 
Bank: Umukoro (TW) 
  
Aufstellung Auswärtsteam: Bockeloh, Poyatos, Tidjani, Fiederer, Sherlock, Meeß (66., Polfer), Kramer (58., Beyer), Brügmann, Kurpejovic, Creta (66., Jacob), Haßfeld (58., Manduzio) 
Trainer: Paul Frank Ehmann 
Bank: Eckelmann (TW), Russo, Schuster 
  
Tore: 1:0 Okungbowa (4.), 2:0 Okungbowa (67.), 2:1 Kurpejovic (80.), 3:1 Samsi (83.) 
Gelbe Karten: Baur, Faram, Kurpejovic, Kramer 
Gelb-Rote Karten: - 
Rote Karten: - 
Schiedsrichter: Christian Krapf 
Zuschauer/innen: 300 

 

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