U19 bleibt nach Sieg in Ulm ungeschlagen
Durch Treffer von Luis Forestier (18.) und Chrisdy Dianzenza-Nkoussou (40., FE) gewinnt die Freiburger U19 am vierten Spieltag in der Vorrunde der DFB-Nachwuchsliga beim SSV Ulm mit 2:1 (2:1). Durch diesen Auswärtserfolg bleibt der Sport-Club ungeschlagen.
Zum Abschluss der ersten englischen Woche der Saison reiste die Freiburger U19 zum SSV Ulm. Die Gastgeber erwischten einen missglückten Start in die Spielzeit: Nach dem Ausscheiden im DFB-Pokal gegen den Karlsruher SC (1:3) gingen auch alle drei Ligaspiele verloren - 1:2 gegen die TSG 1899 Hoffenheim sowie jeweils 1:3 gegen den 1. FC Heidenheim und den FC Augsburg. Der Sport-Club hingegen ging nach dem 2:2-Remis am vergangenen Mittwoch in Karlsruhe weiterhin ungeschlagen in das Duell des vierten Spieltags der Vorrunde in der DFB-Nachwuchsliga.
Forestier trifft zur Freiburger Führung
Beide Mannschaften hatten zu Spielbeginn Schwierigkeiten zu ersten Torannäherungen zu kommen, dennoch konnte der Sport-Club die Partie zunehmend an sich reißen und kontrollieren. Somit gehörte den Gästen aus dem Breisgau auch die erste Offensivaktion: Chrisdy Dianzenza-Nkoussou wollte den Ball von der linken Außenbahn zu Luis Forestier spielen, allerdings grätschte Hannes Kurkowski in den Pass und konnte die Gefahr beseitigen (9.). Knapp zehn Minuten später konnte auch der Ulmer Kapitän die Freiburger Führung nicht verhindern: Nach einem Doppelpass zwischen Stefanos Abubakari und Forestier erzielte der Freiburger Stürmer aus 15 Metern das erste Tor des Tages. Ulms Torhüter Danilo Margheriti war bei dem Abschluss im rechten oberen Winkel ohne Abwehrchance (18.).
Abubakari, Vorlagengeber des Treffers, hatte wenige Augenblicke später selbst zwei Chancen, die Führung auszubauen: Zunächst blockte Forestier den Schuss des Mitspielers unglücklich ab, welcher sonst in Richtung des Tores gegangen wäre (20.), kurz darauf parierte Margheriti den Schuss des Freiburgers aus halbrechter Position stark (22.). Die Gastgeber benötigten etwas, um sich von dem Rückstand zu erholen. Tibet Sevik versuchte mit einem Heber in den Strafraum Ali Alan in Szene zu setzen, jedoch war SC-Keeper Theodore Pizarro aufmerksam und fing den Ball ab (30.). Auf der anderen Seite verpasste Forestier seinen Doppelpack, als sein Kopfball nach einem Freistoß von Abubakari das Tor verfehlte (34.).
Turbulente Schlussphase vor der Pause
Etwas überraschend gelang den Ulmer Spatzen in der 36. Spielminute der Ausgleich: Elischa Kollmannthaler trat einen Freistoß in den Strafraum, wo Roko Calusic per Kopf auf Kurkowski verlängerte, der den Ball noch mit der Fußspitze an Pizarro vorbei zum 1:1 ins Netz drückte“ (36.). Anders als der SSV Ulm zeigten sich die Breisgauer vom Gegentreffer nicht geschockt und agierten weiter offensiv. Dianzenza-Nkoussou gelang nach einem langen Ball von Pizarro der Vorstoß in den Ulmer Strafraum. Dort konnte er nur durch ein Foul von Kurkowski gestoppt werden, wodurch Schiedsrichter Jonas Jäcker auf den Punkt zeigte. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher (40.).
Noch vor dem Pausenpfiff gab es einen weiteren Strafstoß für den Sport-Club: Stefan Konowalow foulte Djamal Faram nach seinem Sololauf von der Mittellinie im Sechzehner. Analog zum ersten Strafstoß trat der Gefoulte selbst an, allerdings scheiterte Faram an Margheriti, der sich langmachte und den Ball im rechten unteren Eck abwehrte (45.+2).
„Wir haben es in der ersten Hälfte verpasst, aus unseren Chancen noch deutlicher in Führung zu gehen“, so SC-Trainer Julian Wiedensohler mit Blick auf den ersten Durchgang.
Mit den letzten beiden Aktionen der ersten Halbzeit schnupperten die Spatzen am erneuten Ausgleich: Erst lenkte Pizarro einen Distanzschuss von Kollmannthaler zur Ecke, anschließend hielt er die Führung nach einem Kopfball von Calusic fest (45.+3). Zu Beginn der zweiten Spielhälfte war es erneut Pizarro, der den Ausgleich verhinderte: Zunächst entschärfte er zwei Eckbälle per Faust und hielt kurz darauf einen Distanzschuss von Kollmannthaler sicher fest (52.).
Knapper Vorsprung bis zum Schlusspfiff
Im Gegensatz zur ersten Spielhälfte konnte der Sport-Club das Geschehen nicht mehr durchgehend kontrollieren, sondern musste sich vermehrt auf das Verteidigen konzentrieren. Die Gastgeber fanden im letzten Drittel jedoch keine entscheidenden Lösungen, um auszugleichen. Stattdessen forderten die Freiburger den dritten Elfmeterpfiff: Faram setzte sich auf der Außenbahn durch und ging im Strafraum nach einem Zusammenstoß mit Torhüter Margheriti zu Boden – Jäcker entschied jedoch auf Abstoß (62.).
Nach einem Ballverlust von Abubakari kam Massimo Nesci zum Abschluss, welcher jedoch von Yanik Boos abgeblockt werden konnte. Der Kopfball von Sevik nach der resultierenden Ecke ging am Tor vorbei (67.). In der 71. Spielminute hatte der Sport-Club seine bis dahin größte Chance im zweiten Durchgang: Ein Fehlpass im Aufbauspiel von Leonardo Krivic landete direkt vor den Füßen von Faram. Margheriti stand weit rechts von seinem Tor, wodurch der Freiburger Stürmer aus knapp 20 Metern zur Direktabnahme ansetzte, das Tor allerdings verfehlte (71.). Eine Minute später verhinderte Kurkowski die Vorentscheidung, als Darko Malisonovic in die Mitte ablegen wollte, der Ulmer Kapitän jedoch rechtzeitig klärte (72.).
Der SSV Ulm arbeitete weiter am Ausgleich, doch Pizarro parierte einen Distanzschuss von Yalcin Polat (75.) und ein Freistoß von Bodie Raidt blieb in der Mauer hängen (77.). In der Schlussphase gelang es den Gastgebern nicht mehr, den Ball in ihren Reihen zu halten, wodurch der Sport-Club Möglichkeiten zur Entscheidung bekam: Kimi Baur kam nach einem Eckball freistehend aus kurzer Distanz zum Abschluss, jedoch klärte Raidt den Ball auf der Linie (82.). Da auch ein Versuch von Boos aus knapp 30 Metern das Tor knapp verfehlte, blieb es beim 2:1-Auswärtserfolg für den Sport-Club.
„Am Ende war es ein echter Arbeitssieg. Über 90 Minuten gesehen aber absolut verdient. Wir sind happy über den Lerneffekt aus dem Spiel am Mittwoch: Nach dem späten Ausgleich in Karlsruhe ging es heute darum, die Führung über die Zeit zu bringen und im zweiten Durchgang die Null zu halten. Wir haben defensiv wenig zugelassen und das Risikomanagement deutlich besser gelöst. Daher sind wir sehr zufrieden mit der Leistung“, lautete das Fazit von Wiedensohler.
Derby im Pokal
Am kommenden Samstag (29. August) gastiert die U19 des SC Freiburg in der 2. Runde des DFB-Pokals beim amtierenden Pokalsieger VfB Stuttgart. Die Begegnung wird live von Sky übertragen und um 10:45 Uhr angepfiffen.
Maximilian Geil
Foto: SC Freiburg
Stenogramm
| Aufstellung SSV Ulm: Margheriti (TW), Raidt, Calusic, Kurkowski (C), Gbadamassi, Sevik (69., Polat), Kollmannthaler, Dinaj (69., Krivic), Alan (45., Nesci), Kramer, Konowalow (82., Gülcü) | |
| Trainer: Timo Wenzel | |
| Bank: Pop (TW), Fernandez, Groß | |
| Aufstellung SC Freiburg: Pizarro (TW), Dreher, E. Schiertz (46., Benz), Boos, T. Schiertz (C) (63., Diallo), Abubakari (80., Okungbowa), Kassassir, Dianzenza-Nkoussou (46., Baur), Faram (89., Reiter), Savitskyi, Forestier (63., Malisanovic) | |
| Trainer: Julian Wiedensohler | |
| Bank: Umukoro (TW) | |
| Tore: 0:1 Forestier (18.), 1:1 Kurkowski (36.), 1:2 Dianzenza-Nkoussou (40., FE) | |
| Gelbe Karten: 3/2 | |
| Gelb-Rote Karten: | |
| Rote Karten: | |
| Schiedsrichter: Jonas Jäcker | |
| Zuschauer/innen: 100 |
