Punkteteilung nach spätem KSC-Ausgleich
Beim Karlsruher SC spielt die Freiburger U19 am dritten Spieltag der Vorrunde in der DFB-Nachwuchsliga 2:2-Unentschieden (2:0). Die Treffer für den Sport-Club erzielen Stefanos Abubakari (17.) und Malik Kassassir (45.).
Die Begegnungen zwischen dem Karlsruher SC und dem SC Freiburg standen in der vergangenen Saison stets für torreiche Duelle. Sie endeten 4:3 und 2:3 aus Freiburger Sicht. Diese Tendenz setzte sich zu Beginn der aktuellen Spielzeit bei beiden Teams allerdings nicht fort. Der Sport-Club konnte am vergangenen Samstag auch sein drittes Pflichtspiel mit 1:0 gegen den SV Sandhausen gewinnen und war somit weiterhin ohne Gegentreffer. Die Gastgeber sammelten ihrerseits vergangene Woche mit einem 2:1 gegen den FC Augsburg die ersten Ligapunkte, nachdem sie zuvor im DFB-Pokal den SSV Ulm mit 3:1 bezwungen hatten. Im Badischen Duell traf somit der Tabellenvierte aus Karlsruhe auf den drittplatzierten Sport-Club.
Effiziente Freiburger führen zur Pause mit 2:0
Das Spiel begann zerfahren mit vielen Unterbrechungen. Den ersten Warnschuss setzte KSC-Akteur Bugra Duman nach einer Ecke deutlich am Gehäuse vorbei (4.). In der 13. Spielminute wurde es erstmals brenzlig für den Sport-Club: Luis Meierhöfer setzte sich auf der rechten Außenbahn durch und bediente im Zentrum Max Baumstark. Der Karlsruher setzte zum Schuss an und forderte Jayden Umukoro im Freiburger Tor zu seiner ersten Parade heraus (13.). Bei einem weiteren Distanzschuss von Marc Kaiser musste der SC-Keeper nicht eingreifen, da Kaiser das Tor weit verfehlte (15.).
Die erste ernstzunehmende Offensivaktion des Sport-Club mündete direkt im ersten Treffer der Partie: Cedric Dreher tankte sich bis zur Grundlinie durch und flankte anschließend in den Strafraum zu Stefanos Abubakari. Der Freiburger Angreifer stand völlig frei und traf per Kopf aus kurzer Distanz zum 1:0 (17.). KSC-Schlussmann Malik Kuriata war chancenlos.
Auch nach dem Rückstand fanden die Gastgeber keine Lücken in der Freiburger Defensive. Tim Boldt traf nach einem langen Ball lediglich das Außennetz (22.). Statt des Karlsruher Ausgleichs fiel kurz vor dem Pausenpfiff der zweite Freiburger Treffer: Abubakari bediente Djamal Faram, der uneigennützig auf den freistehenden Malik Kassassir ablegte. Aus 17 Metern traf Kassassir sehenswert in den linken oberen Winkel zum 2:0-Pausenstand (45.).
„Insgesamt war die Führung verdient, auch wenn eine 1:0-Führung aufgrund der wenigen Chancen auf beiden Seiten wahrscheinlich auch in Ordnung gewesen wäre. In der ersten Halbzeit waren wir sehr effektiv, aber vor allem auch hochkonzentriert und haben geschlossen verteidigt“, blickte SC-Trainer Julian Wiedensohler auf die erste Halbzeit zurück.
Duell der Torhüter nach dem Seitenwechsel
Direkt nach Wiederanpfiff hatten die Nordbadener die größte Möglichkeit zum Anschlusstreffer: Eine Flanke von Kaiser landete direkt vor den Füßen von Alexander Böhner. Aus kürzester Distanz schloss er ab, doch SC-Schlussmann Umukoro reagierte glänzend und verhinderte erneut den ersten Gegentreffer der Saison (47.). Auf der Gegenseite eroberte Abubakari den Ball, scheiterte im Eins-gegen-Eins jedoch an Kuriata und verpasste den Doppelpack (49.).
Es entwickelte sich zum Duell der Torhüter, denn nach einem Pass von Romain Issenhart auf Meierhöfer, war es erneut Umukoro, der den Gegentreffer verhinderte: Meierhöfer traf den Ball gut, allerdings machte sich der Freiburger Schlussmann lang und verhinderte den Einschlag (59.). Keine drei Minuten später hielt er einen mehrfach abgefälschten Schuss von Finn Bierle aus knapp 24 Metern fest (61.), während Kuriata im gegnerischen Tor einen Abschluss von Kimi Baur parierte (71.). Ein weiterer Abschluss von Emil Nonnenmacher fand erneut im SC-Keeper seinen Meister, der bis dahin unüberwindbar schien (73.).
Elfmeter bring KSC zurück ins Spiel
Dem Anschlusstreffer ging eine strittige Szene voraus: Schiedsrichter Sami Tirech ließ ein Einsteigen gegen Tammo Schiertz ungeahndet weiterlaufen. Weil Schiertz dadurch in der Freiburger Defensive fehlte, gelang Romain Issenhart auf der linken Außenbahn der Durchbruch in den Strafraum, wo er von Yanik Boos nur durch ein Foul zu stoppen war. Den fälligen Strafstoß verwandelte Duman souverän ins rechte untere Eck – Umukoro war in die andere Ecke unterwegs (78.). Damit kassierte der Sport-Club seinen ersten Gegentreffer der Saison.
Nur Augenblicke später hatte der SC-Nachwuchs die Chance, den Zwei-Tore-Vorsprung wiederherzustellen: Chrisdy Dianzenza-Nkoussou eroberte den Ball, allerdings platzierte er den Abschluss etwas zu weit links und verfehlte somit das Tor (80.). Auch sein Sturmpartner Baur verpasste den vermeintlichen Siegtreffer: Einen Aufbaufehler des KSC wollte der Freiburger bestrafen, indem er aus knapp 45 Metern zum Heber ansetzte, da Kuriata weit vor seinem Tor stand. Sein Versuch geriet allerdings zu tief und landete in den Armen des Torwarts (81.).
„Wir waren zu fahrlässig mit unseren Möglichkeiten. Gegen einen Gegner, der aufmachen muss, müssen wir mit der Führung und den Chancen, die wir hatten, zwingend ein drittes Tor machen“, so Wiedensohler.
Karlsruhe gleicht spät aus
Dianzenza-Nkoussou versuchte mit einem direkten Freistoß aus halblinker Position erneut, den Treffer zu erzielen, jedoch hielt Kuriata auch diesen Ball sicher fest. Er machte anschließend das Spiel schnell und schlug das Spielgerät zu Marlo Thürer. Der Karlsruher setzte zum Sprint an und konnte erst an der Strafraumkante durch ein Foul von Dianzenza-Nkoussou gestoppt werden. Aus aussichtsreicher Position trat der Gefoulte selbst an und verwandelte den Freistoß im linken Freiburger Eck zum Ausgleich (86.).
Die letzte Möglichkeit gehörte nochmals dem Sport-Club: Ein langer Einwurf von Boos wurde von Dianzenza-Nkoussou auf Kassassir verlängert, der den freistehenden Faram sah. Der Freiburger Angreifer wurde jedoch von der Karlsruher Defensive gestört und konnte den Ball nicht im Tor unterbringen, wodurch es schließlich beim Unentschieden blieb (90.).
„Wir müssen es für uns schon auch als zwei liegen gelassene Punkte einordnen. Wir waren in der ersten Halbzeit nicht unbedingt zwei Tore besser, aber in der zweiten Halbzeit auch nicht zwei Tore schlechter“, lautete das Fazit von Wiedensohler.
Nächstes Auswärtsspiel in Ulm
Für die A-Junioren des SC Freiburg steht am kommenden Sonntag (23. August) bereits das nächste Auswärtsspiel an. Um 11 Uhr gastiert das Team beim SSV Ulm.
Maximilian Geil
Foto: SC Freiburg
Stenogramm
| Aufstellung Karlsruher SC: Kuriata (TW), Baumstark (85., Öztürk), Kaiser, Bierle, Ambrosius (C), Duman, Thürer, Meierhöfer, Kolasinac (46., Böhner), Boldt (71., Nonnenmacher), El Fechtali (46., Issenhart) | |
| Trainer: Martin Stoll | |
| Bank: Hamm (TW), Feldbusch, Welter | |
| Aufstellung SC Freiburg: Umukoro (TW), Dreher, Benz (70., E. Schiertz), Boos (C), Kassassir, Okungbowa (70., Baur), Diallo (70., Dianzenza-Nkoussou), Abubakari (70., T. Schiertz), Faram, Savitskyi, Forestier (64., Malisanovic) | |
| Trainer: Julian Wiedensohler | |
| Bank: Stiefvater (TW), Schelble | |
| Tore: 0:1 Abubakari (17.), 0:2 Kassassir (45.), 1:2 Duman (78., FE), 2:2 Thürer (86.) | |
| Gelbe Karten: 3/3 | |
| Gelb-Rote Karten: | |
| Rote Karten: | |
| Schiedsrichter: Sami Tirech | |
| Zuschauer/innen: 367 |
