Klarer Erfolg gegen den KSC
Im Baden-Derby gegen den Karlsruher SC gewinnt die Freiburger U19 mit 4:1 (2:0). Für den Sport-Club treffen Jakob Benz (5.), Osagie Okungbowa (21.) und Luis Forestier (49. & 65.).
Als ungeschlagener Tabellenführer empfing der Sport-Club am zehnten Spieltag der Vorrunde der DFB-Nachwuchsliga den Karlsruher SC zum Baden-Derby. Das Hinspiel in Nordbaden endete mit einem 2:2-Unentschieden. Zuletzt konnte der Sport-Club auswärts beim SV Sandhausen mit 4:1 gewinnen, während die Gäste sich torlos (0:0) vom FC Augsburg trennten. Mit diesem Punktgewinn und dem vierten Unentschieden in der Vorrunde, gingen die Karlsruher als Tabellenvierter in die Partie im Breisgau. Damit trafen am Halloween-Spieltag nicht nur zwei badische Rivalen aufeinander, sondern auch zwei Mannschaften, die ihre bisherige Saison mit unterschiedlichen Ergebnissen bestritten hatten. Während die Freiburger ihre Ungeschlagen-Serie fortsetzen wollten, hoffte der KSC auf den ersten Sieg nach zuletzt zwei Unentschieden.
Frühe Freiburger Führung
Die Partie nahm von Beginn an Derby-Charakter an: Beide Mannschaften pressten früh und wollten langen Ballbesitzphasen des Gegners verhindern. So dauerte es auch nicht lange bis das erste Tor des Spiels fiel. Mit der ersten erfolgreichen Abschlussaktion ging der Sport-Club in Führung: Nachdem der Schuss von Djamal Faram noch geblockt wurde, versuchte es Jakob Benz aus rund 17 Metern und platzierte den Ball flach im linken Eck (5.). Osagie Okungbowa verpasste in der 13. Spielminute per Kopf den Doppelschlag, doch Malik Kuriata im Karlsruher Tor fing den Ball sicher (13.).
Nach dem frühen Rückstand kam der KSC allmählich besser in die Partie: Den Eckball von Emil Nonnenmacher traf Marc Kaiser mit dem Kopf nicht richtig, wodurch er am Tor vorbeiging (14.). Der Sport-Club blieb die dominantere und vor allem effizientere Mannschaft – in der 21. Minute erhöhte Okungbowa auf 2:0. Faram schlug den Ball in den Strafraum, wo Luis Forestier sich behaupten konnte und auf Stefanos Abubakari ablegte. Den Schuss des Freiburgers konnte KSC-Schlussmann Kuriata zwar parieren, jedoch nicht festhalten. Okungbowa war am rechten Pfosten zur Stelle und netzte aus kurzer Distanz ein (21.).
Ein gruseliges Déjà-vu wollten die Freiburger an Halloween unbedingt vermeiden: Im Hinspiel in Karlsruhe hatte der Sport-Club eine 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben. Diesmal sollte es im Möslestadion nicht so weit kommen. Malik Kassassir versuchte, die Führung weiter auszubauen, scheiterte nach Ablage von Abubakari mit seinem Distanzschuss jedoch an Kuriata (38.). Knapp fünf Minuten kam es erneut zum Duell dieser beiden Akteure: Einen Freistoß aus 23 Metern schoss Kassassir rechts an der Mauer vorbei, jedoch war Kuriata erneut zur Stelle und verhinderte den dritten Freiburger Treffer (43.).
Dass sich die Mannschaft seit dem Hinspiel weiterentwickelt hat, betonte auch Trainer Julian Wiedensohler: „Ich finde, wir sind reifer geworden. Wir haben auf einem schwierigen Platz genau das angenommen, was es braucht.“
Forestier schnürt den Doppelpack
Auch nach der Halbzeitpause blieb der Sport-Club die spielbestimmende Mannschaft. Bereits in der 49. Minute erzielte Freiburg den nächsten Treffer. Faram drang bis zur Grundlinie vor und spielte den Ball von dort ins Zentrum zu Forestier. Der Freiburger Stürmer setzte sich im Zweikampf gegen Kaiser durch und schob das Spielgerät durch die Beine des Karlsruher Schlussmann ins Tor (49.).
Die Nordbadener reagierten auf den erneuten Rückschlag mit ihrer ersten offensiven Drangphase der Partie: Zwei Distanzschüsse von Lenny Bruckert (54. & 59.) verfehlten das Tor zwar deutlich, doch ein Abschluss von Kaiser aus 17 Metern zwang Max Stiefvater im Freiburger Kasten zur ersten Parade (59.). Karlsruhe konnte sich in dieser Phase für den eigenen Aufwand belohnen: Tim Boldt wurde von Yanik Boos im Strafraum gefoult, woraufhin Schiedsrichter Pirmin Fronmüller auf Elfmeter entschied. Diesen verwandelte Bugra Duman sicher ins linke untere Eck, obwohl Stiefvater die Ecke ahnte (64.).
Die passende Antwort auf den Gegentreffer lieferte der Sport-Club direkt mit dem Wiederanpfiff: Boos schlug den Ball lang auf Faram, der davon profitierte, dass sich Emilio Ambrosius verschätzte und den Ball verpasste. Den freien Platz auf dem linken Flügel nutzte Faram und spielte ins Zentrum zu Forestier, der vor Kuriata ruhig blieb und den Ball im rechten Winkel unterbrachte (65.).
„Dass wir wenige Sekunden nach dem Gegentreffer das 4:1 machen zeigt, wie konzentriert und erwachsen die Mannschaft inzwischen auftritt“, erklärte Wiedensohler.
Sport-Club bringt Derbysieg ins Ziel
Der KSC bekam in der 72. Minute nach einem unglücklichen Doppelkontakt beim Abschlag von Kiril Savitskyi per indirektem Freistoß aus fünf Metern die große Chance zum erneuten Anschluss: Das Freiburger Kollektiv auf der Linie konnte den Versuch von Oualid El Fechtali jedoch zur Ecke klären (72.). Dieser Eckball sorgte anschließend für Unruhe im Freiburger Strafraum, die Kaiser für einen Abschluss nutzte. Stiefvater reagierte jedoch blitzschnell und war zur Stelle (73.).
In den Schlussminuten agierten die Gäste noch einmal aktiver, kamen aber zu keinen weiteren gefährlichen Abschlüssen mehr, da die Freiburger Defensive den Sieg sicher ins Ziel brachte. Besonders zufrieden zeigte sich Wiedensohler auch mit den Einwechselspielern: „Die Jungs, die reinkommen, machen alle einen Top-Job. Auf alle können wir uns verlassen, von allen kommt Energie. Das ist auch ein Grund dafür, warum wir gerade so konstant sind.“ Sein Gesamtfazit fiel entsprechend positiv aus: „Wir waren heute in allen Spielphasen besser als der Gegner. Dementsprechend war es auch verdient, dass wir das Spiel gewinnen."
Ulm zu Gast im Breisgau
Am kommenden Wochenende steht für die Freiburger U19 das nächste Heimspiel an. Am Samstag, 7. November, gastiert der SSV Ulm im Möslestadion. Anpfiff der Partie ist um 11 Uhr.
Maximilian Geil
Foto: SC Freiburg
Stenogramm
| Aufstellung SC Freiburg: Stiefvater (TW), Baur (78., Diallo), Schiertz, Boos (C), Kassassir, Okungbowa (67., Gellert), Benz (78., Veit), Abubakari (67., Dreher), Faram (82., Samsi), Savitskyi, Forestier (78., Malisanovic) | |
| Trainer: Julian Wiedensohler | |
| Bank: Moore (TW) | |
| Aufstellung Karlsruher SC: Kuriata (TW), Öztürk, Kaiser, Bierle, Ambrosius (C) (70., Feldbusch), Duman, Nonnenmacher (82., Welter), Bruckert (82., Welter), Kolasinac (70., El Fechtali), Baumstark, (46., Issenhart), Boldt (82., Regler) | |
| Trainer: Martin Stoll | |
| Bank: Franck (TW) | |
| Tore: 1:0 Benz (5.), 2:0 Okungbowa (21.), 3:0 Forestier (49.), 3:1 Duman (64., FE), 4:1 Forestier (65.) | |
| Gelbe Karten: Baumstark, Bruckert, Bierle / Kassassir | |
| Gelb-Rote Karten: | |
| Rote Karten: | |
| Schiedsrichter: Pirmin Fronmüller | |
| Zuschauer/innen: 200 |
